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Stiller: Roman [Gebundene Ausgabe]

Max Frisch , Peter von Matt
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

11. März 2003
«Ich bin nicht Stiller!» – Max Frischs erster großer Roman beginnt mit einer Verweigerung. Der sie ausspricht, ist ein Künstler auf der Suche nach sich selbst und auf der Flucht vor dem Bild, das man sich von ihm macht. Der tragikomische Konflikt, der sich daraus mit Stillers Bekannten und den Behörden entspinnt, wird von Frisch in einem ebenso humorvollen wie abgründig pessimistischen Buch entfaltet, das prägend für die deutschsprachige Nachkriegsliteratur war.

Ein Amerikaner namens Jim Larkin White wird an der Schweizer Grenze verhaftet, weil er mit dem verschwundenen Bildhauer Anatol Stiller identisch sein soll. Der Festgenommene bestreitet dies energisch. Durch tagebuchartige Aufzeichnungen, die White in der Untersuchungshaft niederschreibt, kommt der Leser der Wahrheit allmählich näher. Als seine Frau, die Tänzerin Julika, lungenkrank in einem Sanatorium lag, zerschlug Stiller alle Gipsfiguren und Tonköpfe in seinem Atelier, floh nach Amerika und unternahm dort einen Selbstmordversuch, um in einer tragischen Eulenspiegelei seine Identität auszulöschen.

Frischs moderner psychologischer Roman gibt den Blick auf den Innenraum eines Menschen frei, in dem auf der Suche nach der eigenen Bestimmung und aus Sehnsucht, «anders zu sein, als man ist», kein Stein auf dem anderen bleibt. Neun Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, in einer Phase des wirtschaftlichen Aufbruchs erschienen, ist dieser Roman – wie der bekannte Schweizer Germanist Peter von Matt in seinem Nachwort erläutert – auch eine Auseinandersetzung mit Vaterstadt und Vaterland des Schriftstellers Max Frisch.




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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 704 Seiten
  • Verlag: Manesse Verlag (11. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3717520202
  • ISBN-13: 978-3717520207
  • Größe und/oder Gewicht: 15 x 10 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 299.337 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Max Frisch (1911-1991), einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, konnte nicht nur mit dem Wort etwas erschaffen: Er arbeitete auch erfolgreich als Architekt. Über journalistische Arbeiten und erste literarische Versuche fand er schließlich seinen eigenen Stil als Autor. In seinen Essays, Erzählungen, Hörspielen, Dramen und Romanen war er nicht nur ein großer Literat, sondern auch ein streitbarer Humanist. Sein kritischer Geist rieb sich an seiner Schweizer Heimat ebenso wie an Demagogen in aller Welt - um doch anlässlich seines 75. Geburtstags ernüchtert festzustellen: "Am Ende der Aufklärung steht das goldene Kalb." Bekannt wurde er u. a. mit den Romanen "Stiller", "Homo Faber" und "Sein Name sei Gantenbein" sowie Theaterstücken wie "Andorra" und "Triptychon".

Foto (c) Suhrkamp Verlag

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Dieser Text »verkündet nicht zufällig das Geheimnis der Zeit, berichtet von Vergessen und Liebe und analysiert das Verhältnis von Aufbruch und Wiederkehr«. (Walter Jens ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Max Frisch (1911-1991), geboren in Zürich, studierte zunächst Germanistik, anschließend Architektur und arbeitete 15 Jahre lang als Architekt, bevor er freier Schriftsteller wurde. Er lebte in Zürich, dann in Rom, im Tessin, in New York und zuletzt wieder in Zürich. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis (1958) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1976) ausgezeichnet.

Peter von Matt, geboren 1937 in Luzern, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Er hat große Studien und zahlreiche Aufsätze zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts verfaßt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sprachlich hochklassiges Rollenspiel 4. September 2006
Von A. Wolf
Format:Taschenbuch
Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie sich, während Sie die ersten Sätze eines Romans gelesen haben, einfach sagen: Das muss ich lesen? Oftmals entpuppt sich so etwas bedauerlicherweise als Mogelpackung, aber hier sei einmal ein Beispiel im positiven Sinne genannt, die ersten Sätze aus Max Frischs "Stiller":

"Ich bin nicht Stiller! - Tag für Tag seit meiner Einlieferung in dieses Gefängnis, das noch zu beschreiben sein wird, sage ich es, schwöre ich es und fordere Whisky, ansonst ich jede weitere Aussage verweigere. Denn ohne Whisky, ich hab's ja erfahren, bin ich nicht ich selbst, sondern neige dazu, allen möglichen guten Einflüssen zu erliegen und eine Rolle zu spielen, die ihnen so passen möchte, aber nichts mit mir zu tun hat..."

Wohl kaum ein Roman verrät so schnell das eigene ihm zugrunde liegende poetologische Konzept - ein Rollensiel, ein Verwirrspiel um das eigene Ich. Ist der Erzählinstanz zu trauen? Wer ist sie tatsächlich? Das wird sich auf den folgenden Seiten entblättern.
Im Kern geht es um die Selbstfindung des Bildhauers Stiller, der vergeblich versucht, ein anderer sein.

Frisch ist ein Vorreiter der literarischen Verarbeitung vom Konzept des modernen Menschen gewesen. Der an nichts glaubende Techniker Walter Faber erlag der Unberechenbarkeit dieser Welt; ähnlich verhandelt auch Frisch in "Stiller" die Identität des Menschen. In besonderer Weise kommt hier die für Frischs Schaffen typische "Bildnisproblematik" zum tragen. Denn der Mensch dürfe sich, so Frisch, kein Bild von anderen Menschen oder von sich selbst machen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der "Stiller" polarisiert. 24. April 2002
Format:Taschenbuch
Zum ersten Mal kam ich mit dem Werk von Max Frisch in der 11. Klasse in Berührung. Mit dem Werk als Schullektüre konnte ich micht nicht anfreunden.
Doch nun habe ich den "Stiller" ein zweites Mal gelesen und muss sagen, dass sich meine Meinung darüber um 180 Grad gewandelt hat.
Kein Zweifel, der "Stiller" ist nicht leicht zu lesen. Man muss sich ernsthaft mit der Person des Stiller/White auseinandersetzen, um ihn und seine Taten zu verstehen.
Anfangs sträubt er sich gegen die unbefriedigende Vergangenheit als Anatol Ludwig Stiller, er beharrt auf seiner Existenz als White.
Doch später beginnt er, sich für die Person des Stiller zu interssieren, bis er zwischen zwei verschiedenen Existenzen gefangen ist. Gerade die Suche nach dem eigenen "Ich" ist zentrales Thema des Werkes.
Hier liegt auch die Wirkung des Werkes begraben:
Der "Stiller" polarisiert und weckt Emotionen.
Die einen werden das Werk hassen und verachten.
Die anderen werden es lieben und als eines der großartigsten deutschsprachigen Bücher des 20. Jahrhunderts erkennen.
In jedem Fall wird man die Figur des Stiller nicht vergessen, seine Individualität macht ihn zum unvergesslichen Charakter.
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mann – doch wie viele Identitäten 28. Januar 2006
Format:Audio CD
Ein Mann – doch wie viele Identitäten
„Ich bin nicht Stiller“ sagt Mr. White nach seiner Verhaftung bei dem Versuch, die Schweizer Grenze zu überqueren. Doch alle Indizien sprechen gegen ihn. Selbst Stillers Frau, dessen Verwandte, Bekannte, Freunde und Kollegen kommen alle zum selben Urteil: Der Mann, der dort in der Zelle sitzt, ist Ludwig Anatol Stiller. Doch Mr. Jim Larkin White beharrt auf seiner Aussage. Bis zweifelsfrei geklärt werden kann, wer den nun in der Zelle einsitzt, weigern sich die Schweizer Behörden, den Gefängnisinsassen zu entlassen.
In Max Frisch Roman „Stiller“, der bereits 1954 erschien, möchte ein Mann nicht der sein, von dem alle glauben, das er es wäre. Objektiv betrachtet ein mäßig erfolgreicher Maler, der mit einer kränkelnden Prima Ballerina verheiratet ist, krankt Stiller daran, an einem entscheidenden Augenblick in seinem Leben versagt zu haben; zumindest in seinen Augen. Als Freiwilliger während des Kampfes der Kommunisten gegen die Franco-Faschisten in Spanien brachte er es nicht über sich, drei feindliche Soldaten zu erschießen. Diese Geschichte, die Stiller förmlich traumatisiert hat, wird im Laufe des Romans in verschiedenen Variationen erzählt, so dass bis fast zum Ende des Romans unklar bleibt, was wirklich damals in Spanien geschah.
Kleiner Feigling
Seit dieser inneren Niederlage versuchte Stiller, auf anderen Wegen seine Unerschrockenheit und Männlichkeit zu beweisen. Doch statt wie ein Hemingwayscher Held den Stier bei den Hörnern zu packen, fand er nie den Mut, den begonnenen Weg konsequent zu Ende zu gehen. So versagt er auch in seiner Ehe mit der Prima Ballerina Julika.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auf der Suche nach der eigenen Indentität 18. März 2002
Format:Taschenbuch
Was bin ich? Welche Rolle spiele ich in der Gesellschaft?
Fragen die sich jeder von uns bereits gestellt hat. Auch Stiller, der Protagonist von Max Frischs Roman STILLER, stellt sich dieser Frage. Er ist unzufrieden mit sich selber und fühlt sich von seiner Umwelt in eine ihn verfremdende Rolle gezwängt. Stiller flüchtet aus der ihm so verhassten Schweiz nach Amerika, verlässt seine an Tuberkulose erkrankte Frau und gibt Freunde und die Arbeit als Bildhauer auf. Nach 6 Jahren kehrt er zurück und behauptet er sei nicht Stiller. Er wird in Untersuchungshaft genommen. Dort beginnt er seine Aufzeichnungen; es folgt ein spannendes Protokoll in dem immer wieder das Motiv der Selbstfindung auftaucht. Stiller ist ein gescheiteter Mann, der akzeptieren muss dass man sich nicht von den gesellschaftlichen Zwängen der auferlegten Rollen trennen kann, und dass man sein Idial des eigenen Selbst niemals errreichen kann. Die Suche nach der eigenen Indentität, ein modernes Problen. STILLER- ein Muss für alle die sich die Frage nach dem Sinn des Daseins stellen. Trotz der komplexen Problematik dieses Romanes- ein gut zu lesender und (F)frisch geschriebener Prosatext
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4.0 von 5 Sternen Tonnerwetter
Mit dem Roman «Stiller» gelang dem Schriftsteller Max Frisch 1954 der literarische Durchbruch. Im Prosawerk des Schweizer Autors ist die Identitätssuche des selbstentfremdeten... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Borux veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Identitätsprobleme
Stiller, die Geschichte um einen Mann auf der Suche nach sich selbst, beinhaltet ein an sich spannendes Thema. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Miri veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Stiller
gekonnt geschrieben, spannende Geschichte, lebendige Charaktere, trockener Humor

++++ ++++++ ++++++ ++++++++ ++ +++++ ++ ++++ + +++ ++++ ++++ ++++++++++++++++++++++
Vor 2 Monaten von Wally veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Einfach gut
Mit Stiller wurde ich auch im Schulunterricht konfrontiert. Ich verdanke diesem Buch noch heute - 40 Jahre später - dass ich mir das Lesen von Roamen angewöhnt habe. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von menelikiii veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Viele Kurzgeschichten mit Längen
Wie mein Titel schon sagt, ich finde es ist eher ein Buch mit ganz vielen Kurzgeschichten, die zu einem Handlungsstrang, nämlich den Reisen des Herrn Stiller, zusammengefasst... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von vanillefreak veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Jahrzehnte später...
Hab dieses Buch als knapp Zwanzigjähriger gelesen und es hat mich Viellesenden geprägt wie kein Buch davor oder danach. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Readoholic veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Wurde als Geschenk so ausgesucht.
Der Beschenkten hat es sehr gut gefallen. Wird sich bestimmt noch mehr Bücher von dem Autor bestellen. Davon gehe ich aus.
Vor 21 Monaten von Wiltraud Hedrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich bin nicht Stiller...
Max Frisch (1911-1991), ausgebildeter Architekt und sicher einer der wichtigsten schweizerischen Schriftsteller veröffentlichte diesen für seine weitere Entwicklung sehr... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Shaun veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Fast bibliophile Ausgabe
Als Freund gebundener Bücher komme ich mit dieser Ausgabe voll auf meine Kosten, zumal das kleinformatige Büchlein problemlos im Reisegepäck untergebracht werden... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Archivarius veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Lesenswert
Es ist oft recht verworren geschrieben, aber wer sich damit nicht allzu schwer tut verschiedene Perspektiven in ein Gesamtbild zu bringen, wird hier seine Freude damit haben. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von smile-franzi veröffentlicht
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