Stille Zeile Sechs: Roman und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr

Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Stille Zeile Sechs. SZ-Bibliothek Band 90
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Stille Zeile Sechs: Roman auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Stille Zeile Sechs. SZ-Bibliothek Band 90 [Gebundene Ausgabe]

Monika Maron
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Kindle Edition EUR 8,49  
Gebundene Ausgabe EUR 16,00  
Gebundene Ausgabe, 5. Januar 2008 --  
Taschenbuch EUR 8,95  
Unbekannter Einband --  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1., Aufl. (5. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866155409
  • ISBN-13: 978-3866155404
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 12,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 351.101 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Monika Maron
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Monika Maron auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die DDR Mitte der achtziger Jahre: Rosalind Polkowski, zweiundvierzigjährige Historikerin, beschließt, ihren Kopf von der Erwerbstätigkeit zu befreien und ihre intellektuellen Fähigkeiten nur noch für die eigenen Interessen zu nutzen. Herbert Beerenbaum, ehemals ein mächtiger Funktionär, bietet ihr eine Gelegenheitsarbeit: Rosalind soll, da seine rechte Hand gelähmt ist, seine Memoiren aufschreiben. "Er war mir wegen seines kurzen, aus den Kniegelenken geworfenen und auf der ganzen Sohle landenden Schritts aufgefallen, eine Art der Fortbewegung, die ich häufig an alten Männern beobachtet habe,von denen ich annahm, daß sie es aus ihren jüngeren Jahren gewohnt waren, sicher und, wie meine Mutter sagen würde, forsch aufzutreten." Trotz Rosalinds Vorsatz, nur ihre Hand, nicht aber ihren Kopf in den Dienst dieses Mannes zu stellen, kommt es zu einem Kampf um das Stück Geschichte, das beider Leben ausmachte, in dem der eine erst Opfer dann Täter war, und als dessen Opfer sich Rosalind fühlt. Die Auseinandersetzung mit Beerenbaum lässt sie etwas ahnen von den eigenen Abgründen und den eigenen Fähigkeiten zur Täterschaft. Stille Zeile Sechs ist die Adresse Beerenbaums, eine ruhige, gepflegte Gegend für Privilegierte, weit entfernt von dem, was in den Straßen der DDR vor sich geht ...

Über den Autor

Monika Maron wurde 1941 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete sie ein Jahr als Fräserin in einem Industriebetrieb, studierte dann Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte und war nach dem Studienabschluß Regieassistentin beim Fernsehen, später schrieb sie als Reporterin für die »Wochenpost«. Seit 1976 freie Schriftstellerin, siedelte sie 1988 von Ost-Berlin in die Bundesrepublik über, wohnte zunächst in Hamburg und lebt heute wieder in Berlin. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt wenige Bücher zeitgenössischer ostdeutscher Autoren, die sich der eigenen Vergangenheit derart ehrlich stellen wie die Monika Marons.

Denn, was der eine oder andere Rezensent übersehen haben mag, Monika Maron rechnet in diesem Roman kurz nach der "Wende" nicht etwa nur mit ihrem ehemaligen Staat, der DDR, ab, sondern auch mit sich selber, ihrer Arbeit, ihrem Elternhaus.

Wie Siegfried Lenz kürzlich in einem Interview der "ZEIT" schrieb, gibt es als Schriftsteller keine Möglichkeit, von sich selber abzusehen: "Was immer du schreibst, du gibst etwas von dir selbst preis. Man kann nicht über andere schreiben, ohne zugleich über sich selbst zu schreiben. Und also durchblicken zu lassen, was einen selbst zutiefst bedrückt."

Und genau das tut Maron in teilweise selbstquälerischer aber enorm ehrlicher Auseinandersetzung. Monika Maron beschönigt, rechtfertigt nichts. Sie versucht stattdessen Zusammenhänge herzustellen, zu verstehen.

In diesem Sinne dürfen wir Monika Marons "Stille Zeile Sechs" als "Aufarbeitung" eigener individueller Geschichte begreifen - und genau deshalb ist dieses Buch überaus lesenswert. Dass ihr dieses eigene Anliegen handwerklich und intellektuell als Roman auf hohem Niveau gelingt, spricht einmal mehr für Ihr Können.

Die Frage, ob Maron in den 70er Jahren "IM" war, spielt für die Beurteilung ihres Werks m. E. keine Rolle. Entscheidender als unsere Handlungen in der Vergangenheit ist doch unsere Fähigkeit, diese zu reflektieren. Und genau das tut Maron in diesem Buch. Wir Westdeutschen tun in Abrechnung mit den "realsozialistischen Staaten" gerne so, als ob hier jeder, ob Schriftsteller, Politiker oder Wirtschaftsführer, moralisch integer eine weiße Weste hätte. Das Gegenteil ist meist der Fall. Deshalb hat auch Günter Grass meinen Respekt verdient. Nur wer selber frei ist von Schuld, möge Steine werfen.

Fazit: Eine bedrückende, quälende aber notwendige und daher lesenswerte Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit in der DDR. Um das Leben in der DDR wirklich zu verstehen, dazu kann dieses Buch einen großen Beitrag leisten. Ein Kompliment der SZ für die Aufnahme in die zweite Staffel ihrer "Bibliothek der 100 großen Romane des 20. Jahrhunderts", denn genau da gehört es hin.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Opfer und Täter zugleich 20. Januar 2008
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Im von den Arbeitern und Bauern gut abgeschirmten Niederschönhausen, "wo die Hohen schön hausen", dämmert die DDR-Gerontokratie, ohne es zu ahnen, ihrem Ende entgegen. So mancher Funktionär blickt verklärt auf seinen antifaschistischen Kampf zurück und versucht, sich seine eigene Biographie zurecht zu lügen.

So eine Figur verkörpert in Monika Marons Roman, der Mitte der Achtziger Jahre spielt, der 78jährige Herbert Beerenbaum, ehemaliger Beauftragter für ideologische Angelegenheiten an der Universität Berlin mit Volksschulbildung, aber Klassenbewußtsein. Er trifft auf die zweiundvierzigjährige Historikerin Rosalind Polkowski, die aufhörte "für Geld zu denken" und deshalb ihre sichere Stellung in einem Forschungsinstitut, in dem sie dem Sachgebiet über "die Entwicklung der proletarischen Bewegung in Sachsen und Thüringen" zugeteilt war, aufgab.

Beerenbaum, dessen rechte Hand durch einen Schlaganfall gelähmt war, engagiert Rosalind Polkowski, um ihr seine Memoiren zu diktieren. Zunächst verläuft die Zusammenarbeit harmonisch, da die Historikerin nicht sonderlich an den proletarischen Ursprüngen Beerenbaums interessiert ist. Doch mit dem ihm "in die Wiege gelegten Klasseninstinkt" kommen Assoziationen zu ihrem Vater hoch, der als überzeugter Kommunist mit diesem Wort seine Unfehlbarkeit begründete.

Mehr und mehr entspinnt sich die Geschichte mit Beerenbaum als Nazi-Opfer, das nach Moskau emigrierte, um nach dem Ende des Dritten Reiches als Täter wieder zurückzukehren und der frustrierten Historikerin, die sich als Opfer des DDR-Regimes begreift. Sie gibt ihre passive Schreibrolle auf und beginnt den gesundheitlich angeschlagenen, alten Mann zu attackieren. Auf ihre bohrenden Fragen, was im Moskauer Hotel Lux, einem Emigrantenhotel, aus dem nicht linientreue Kommunisten in den Gulag verschwanden oder umgebracht wurden (man erinnere sich an die unrühmliche Rolle des Genossen Wehner) erleidet der alte Funktionär einen Schwächeanfall. Der Höhepunkt der Auseinandersetzung wird erreicht, als Rosa Polkowski von einem ihrer Bekannten, einem Sinologen von Rang, erfährt, dass dieser vor etwa zwanzig Jahren aufgrund einer Denunziation und Beerenbaums Anweisungen drei Jahre im Gefängnis einsaß.

Der unsympathische Täter, der einer Elite angehört, die erst wegsterben muss, damit mit dem System abgerechnet werden kann, erregt schließlich doch Mitleid und Erbarmen bei der jungen Historikerin und vielleicht auch beim Leser. Ein kranker, alter Mann in Strickjacke und Pantoffeln, der vor den Scherben seines Lebens sitzt und sich in Lebenslügen flüchtet.

Monika Maron lässt Rosalind als Ich-Erzählerin in Rückblenden Stück für Stück ihre Begegnungen mit dem durch Beerenbaum verkörperten Unrechtsregime aufarbeiten, ein Anfang der Neunziger Jahre glänzend geschriebener Abgesang auf die gerade vergangene DDR.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zum Diktat bitte 6. März 2008
Von Polar
Format:Taschenbuch
Dass dieser Roman nicht linear erzählt wird, hat sicher auch damit zu tun, dass der Aufbau einer Annäherung gleichkommt. Monika Maron macht es sich nicht leicht, indem sie ein Urteil über die DDR fällt. Sie spürt den Verwerfungen in einer Gesellschaft nach, die mit hohen Idealen gegründet wurde und in eine bleierne Existenz mündete. Geschickt erschafft sie eine Heldin, die sich andient, die Memoiren eines Funktionärs aufzuschreiben, so wie die Autorin selbst sich als Chronisten ihres Landes versteht. Sprachlich auf hohem Niveau führt sie westdeutsche Leser, für die die DDR abseits dessen, was sie darüber zu wissen glauben, wie in ein fremdes Land wie Island ein. Von Schnee bedeckt, weit draußen auf dem Meer geht jeder doch davon aus, dass man es kennt, dass ein schnelles Urteil durchaus angemessen ist. Wie schwer es selbst für Bürger der ehemaligen DDR ist, sich der Vergangenheit zu stellen, ohne sie zu verdammen oder zu verklären, davon erzählt Stille Zeile Sechs. Und es ist zwischen den Zeilen eine Menge Liebe und Wut zu verspüren.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Flucht ins Private als Regimewiderstand
Mit dem Buch "Stille Zeile sechs" versetzt Monika Maron den Leser in die Achtzigerjahre der ehemaligen DDR, indem der ganz persönliche Widerstand des Einzelnen gegenüber... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Bibliofilo veröffentlicht
Opfer wird zum Täter und umgekehrt.
DDR ' achtziger Jahre. Die Historikerin Rosa gibt ihre Stellung in einem Universitätsinstitut auf, weil sie nicht mehr 'für Geld denken' will und arbeitet seitdem... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Kiepura veröffentlicht
Schwere Literatur
Sollte Hintergrund wissen besitzten und sich für dieses Thema interessieren!
Es ist keine Abendlektüre, die man ließt, bevor man ins Bett geht. Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Nicolas Heisig veröffentlicht
Zu kleine Seele
Maron, Monika, Stille Zeile Sechs, 1991 (SZ-Bibliothek 2007)

Ein Buch, das ich mit sehr zwiespältigen Gefühlen aus der Hand lege. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Januar 2008 von Diethelm Thom
Eine Qual für den Leser!
Dieses Buch musste ich im BKFH als Pflichtprogramm lesen. *Absolut schauderhaft.*
Es handelt um eine Abrechnung mit dem SED-Regime in der damaligen DDR. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. August 2007 von Ulrike Ergenzinger
Schauderhaft!
Wie auch so viele andere, wurde ich "gezwungen" diesen Roman für den Deutschunterricht zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Mai 2007 von Leseratte 19
Stille Zeile Sechs
Ich musste dieses Buch ebenfalls für den Deutsch-Unterricht lesen und fand es anfangs ziemlich verwirrend. Lesen Sie weiter...
Am 29. März 2006 veröffentlicht
Abwechslungsreiches Buch
Ich musste das Buch für den Deutschunterricht lesen.
Mich hat es unheimlich fasziniert, wie sie das DDR-System und die Kommunisten durchschaut hat und sich abkapseln... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. April 2005 von Stefano Di Martino
Eine große Enttäuschung
Die Handlung des Buches spielt in den achtziger Jahren in Ost-Berlin. Rosalind Polkowski, die Ich-Erzählerin ist eine verbitterte und elitäre Frau, die in allen Menschen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. März 2005 von Tobias Amend
Interessante Sichtweise
Monika Maron rechnet in ihrem Roman "Stille Zeile Sechs" mit dem SED Regime ab, das sie seit ihrer Kindheit verachtet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. September 2004 von Dennis Linkenheil
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar