Nikola Haaks beschreibt ihre Lieblingsregion, und in jedem der zwanzig Kapitel wird ihre persönliche Verbundenheit deutlich, mal zwischen den Zeilen mal ausdrücklich. Ihr gelingt eine erfreuliche Mischung aus Information, Reiseanregung, Portraits Einheimischer und eigenem Erleben und Empfinden. Sie teilt Geheimnisse und offenbart unbekanntes im bekannten. Das bringt sie auf den Punkt in Kapitel 4 über das Johanniskloster auf dem Holm: Wer den Holm kennt, kennt noch lange nicht das Johanniskloster; wer das Johanniskloster kennt, kennt noch lange nicht den Bibelgarten" (Seite 34). Das ist im Prinzip das Prinzip des Buches, in dem Orte wie eine Zwiebel geschält werden und unsichtbares hervorbringen. Nikola Haaks zeigt, dass es sich lohnt, sich Zeit zu nehmen und genau hinzusehen. Das Licht zu den verschiedenen Tages- und Jahreszeiten oder Wetterlagen spielt eine heimliche Hauptrolle. Man begreift, dass man denselben Ort am besten in unterschiedlichen Stimmungen erleben sollte. Wiederkommen sollte.
Kapitel:
- Der Strand der Fischer am Holm
- Am Burggraben in Schloss Gottorf
- Oberhalb des Barockgartens
- Der Bibelgarten im Johanniskloster
- Schleswiger Dom
- Stadtmuseum Schleswig
- Die Mündung der Füsinger Au
- Der Bauerngarten in Hestoft
- Lindauhof und Badebucht in Gunneby
- Arnis und die Schleiperle
- Fischbrötchen in Kappeln
- Die Kirche in Maasholm und der Strand bei Schleimünde
- Die Bucht bei Bienebek
- Die Seebrücke in Sieseby
- Café Grünlund
- Obsthof Stubbe und ein Spaziergang nach Büstorf
- Der Naschikönig und das Steilufer in Weseby
- Der Park von Louisenlund
- Der Steg in Stexwig
- Die Noorbrücke