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Stille [Gebundene Ausgabe]

Tim Parks , Ulrike Becker
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

25. August 2006
Harold Cleaver ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Fernsehjournalist. Über sein denkwürdiges Interview mit dem amerikanischen Präsidenten spricht man im ganzen Land, nicht nur in London. Man spricht aber auch über das gerade erschienene Buch seines Sohnes, ein kaum verschlüsselter Roman über seinen Vater:"Im Schatten des Allmächtigen". Und plötzlich ist ihm klar, dass er weg muss. Weg von der medialen Öffentlichkeit, die er so hervorragend bedient und die ihn gleichzeitig beherrscht, weg von seiner langjährigen Lebensgefährtin und den gemeinsamen Kindern. Das Bedürfnis nach Stille ist übermächtig. Wochen später, eingeschneit in einer abgelegenen Hütte, allein und sprachlos, weil er die Sprache der Bauern nicht versteht, die ihn mit Lebensmitteln und Whisky versorgen, muss er feststellen, dass die Stille kein Garant für Ruhe ist und dass nichts so verstörend ist wie die Stimmen im eigenen Kopf.

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Preis für alle drei: EUR 66,85

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
  • Verlag: Kunstmann; Auflage: 6., Aufl. (25. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3888974437
  • ISBN-13: 978-3888974434
  • Originaltitel: Cleaver
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 405.344 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Nach seinem legendären Interview mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten war Schluss. Harold Cleaver, britischer Starjournalist und begnadeter Talkshow-Zampano hatte genug. Genug vom nimmermüden Mediengeplapper, vom Saufen und der edlen Völlerei, die ihn hatte fett werden lassen, genug von den ungezählten Liebschaften, auf die der Bonvivant im Lauf eines ausschweifenden Lebens zurückblickte. Spirituelle Grundreinigung war angesagt. Und vor allem -- Stille. Über Nacht verschwindet Cleaver mit einem Flugzeug Richtung Mailand, lässt Lebensgefährtin, BBC und Kinder zurück, und beginnt sein neues, kontemplatives Leben in einer Südtiroler Berghütte weit über den Wolken. Nicht lange und die ersehnte Stille beginnt gewaltig in ihm zu dröhnen!

Tim Parks wäre nicht Tim Parks, hätte er dem übersättigten Medienmann nicht allerschwerstes Reisegepäck aufgeladen. Mit in die eisigen Höhenregionen zieht -- quasi als Roman im Roman -- ein gerade veröffentlichtes Abrechnungsbuch. Cleavers ältester Sohn hat unter dem maliziösen Titel “Im Schatten des Allmächtigen” den Vater als Meister des schönen Scheins entlarvt, ein medialer Sonnengott, in dessen Nähe sogar die eigenen Kinder verdorrten. Angesichts dieser bitteren Klageschrift ist die Bergesruhe endgültig dahin. Von reflexhafter Verteidigung zum routinierten Gegenangriff -- zur Erkenntnis! In einem ungeheuren inneren Monolog begibt sich Cleaver (hart am Rande des Abgrunds wohnend), auf Forschungsreise in die Abgründe der eigenen Seele.

Im Dauerclinch mit den Widrigkeiten seines Eremitendaseins und den Naturgewalten, kommen Cleavers journalistischer Ehrgeiz (ständig wittert er eine Story, ständig lockt der Griff zum Handy), wie auch seine sexuellen Präferenzen (ständig lockt auch der Griff nach der hocherotischen Pensionswirtin Frau Schleiermacher), langsam zum Erliegen. Als zusätzliches Spannungselement dient, dass Cleavers Berghütte einem kürzlich verstorbenen Altnazi Unterschlupf bot und der merkwürdige Unfalltod einer jungen Frau Rätsel aufgibt (Parallelen zum Tode von Cleavers Tochter, den -- wie ihm sein Sohn vorhält -- Cleaver schamlos medial ausbeutete, sind unverkennbar). Tim Parks hat, trotz des etwas kitschig-versöhnlichen Endes, seinen persönlichen Zauberberg geschaffen. Leider ging die im englischen Original reizvolle Zweisprachigkeit, die Cleavers Sprachlosigkeit unter dem stoischen Tiroler Bergvolk erst richtig deutlich macht, in der Übersetzung etwas verloren. Dennoch, ein Tim Parks, buchstäblich auf ganzer Höhe. --Ravi Unger

Pressestimmen

Er hat keinen Sex mehr, ist übergewichtig und überarbeitet. Als dann auch noch sein Sohn einen Enthüllungsroman über ihn schreibt, sucht Star-TV-Journalist Harold Cleaver nichts mehr als die Stille in einer abgeschiedenen Berghütte. Er löscht jede SMS, die bei ihm ankommt, nur den Lärm in seinem Kopf, den kann er nicht löschen... -- Celebrity, 09/2006

“Selbstmord war eine Form der Kommunikation. Das hatte er mal gelesen. Die Tatsache des Selbstmords, der Zeitpunkt, die Art und Weise, das alles waren Formen der Kommunikation, die mehr verrieten als jeder Abschiedsbrief." Man kann gedanklich an Abgründe geraten, man kann es auch leiblich. Harold Cleaver leistet beides - gleich mehrmals während seiner stillen Zeit. Der Londoner Fernsehmoderator, sonst mindestens einmal täglich auf Sendung, ist einfach abgehauen. Vorher hatte ihn sein Sohn in einem Roman literarisch fertiggemacht und damit einen künstlerischen Vatermord begangen. Cleaver handelt umgehend: In fast 2000 Metern Höhe will er völlig allein in einem alten Bauernhaus ohne Strom und fließend Wasser Bilanz ziehen. Autor Tim Parks verwebt Cleavers innere Monologe mit dessen einfachsten Handlungen - vom zielgerichteten Besaufen über den Versuch, etwas Wärme in die eingeschneite Bude zu kriegen, bis hin zum Gang aufs Plumpsklo. Ständig wechseln die Zeiten, die Stimmen und die Themen in einer Assoziationskette, die süchtig nach Lesen macht. Warum? Weil man einem Charkter bis auf den Grund blicken kann und tief in die Vergangenheit einer mehr als nur verkorksten Familie. Dass dies so virtuos gelingt, ist Tim Parks Leistung. Er bringt das Seelenleben seines Protagonisten glaubwürdig zum Fast-Systemabsturz. Schade, dass er bei der Konstruktion des Romanabschlusses so unglaubwürdig übertreiben musste. (jw) -- kulturnews.de

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tim Parks bester Roman 23. September 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin seit langem ein Fan des Werks dieses britischen Autoren, der leider noch immer nicht die Beachtung und Würdigung gefunden hat, die er schon lange verdient. Er ist einer der ganz Grossen der britischen Literatur.

In seinem neuen Roman zieht Parks den Leser in den Gedankenstrudel eines nicht wirklich sympathischen Helden: Harold Cleaver ist ein übergewichtiger, selbstverliebter, supererfolgreicher Fernsehmoderator mit zahlreichen weiteren ungünstigen Eigenschaften - eine dieser Fernsehnasen, die sich so schrecklich wichtig vorkommen, dass sie jedes Gefühl für die sie umgebende Welt verlieren, auch für die Leute, die ihnen die nächsten sind. Wir begegnen ihm in dem Moment, in dem ihm seine Welt zusammenbricht, weil sein Sohn einen schonungslosen Schlüsselroman mit dem Titel "Im Schatten des Allmächtigen" über ihn verfasst hat - und damit sogar für den Booker Prize nominiert ist. Cleaver zieht sich in die Südtiroler Berge zurück, um nachzudenken.

Wir hören das Brausen in seinem Kopf, und wir hören es mit Spannung, denn Tim Parks gelingt das Kunststück, dem Gedankenstrom seines Helden einen wunderbar hinterhältigen Humor einzuträufeln und zugleich Zärtlichkeit einzuhauchen - und ihn auf schön ironische Weise mit dem Text des Romans des Sohnes zu konfrontieren. Ein vielschichtiges, aufregendes, kluges und unterhaltsames Buch.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen selten, dass ich ein buch weglege... 2. September 2009
Format:Taschenbuch
liebe potentielle käufer,

es ist wahrlich selten, dass ich ein buch nicht zu ende lese, in diesem falle aber passiert. noch nie habe ich so ein negatives und uninspiriertes buch gelesen wie dieses. schade, denn die idee selbst hätte mir gefallen!

ich lebe seit einem jahrzehnt in tirol und möchte doch behaupten, mich recht gut mit land und leuten auszukennen. der autor stellt umgebung und bevölkerung sehr unglücklich dar. das hat nichts zu tun mit der "piefke-saga", über die kann man ja immerhin herzlich lachen! hier wurde einach daneben gegriffen.

die sprache ist wirklich plump, auch nicht als "leichte urlaubsliteratur" zu empfehlen...

leider, das erste mal nur ein stern von mir.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Geschichte vom unbeholfenen Einsiedler 3. Juli 2009
Von Frankypistor VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Aussteigerromane haben Konjunktur. Einer erwandert den Jakobsweg, ein anderer bricht aus seinem versteinerten Alltag nach Lissabon auf, während ein dritter alles hinschmeißt, um sich in ein Bergdorf zu verkriechen. Sein Vorsatz: Dort vollständig mit seinem bisherigen Dasein als gefeierter Interviewer zu brechen. "Das kulturelle Umfeld Südtirols, ... sagte sich Cleaver, muss weder analysiert noch ironisiert, kritisiert oder gepriesen werden." Dort will er einfach nur leben: "Nichts, murmelte Cleaver noch einmal,... das zur öffentlichen Diskussion beitragen könnte, wird von dieser Reise mitgebracht werden." Auslöser dieses Überdrusses am bisherigen Kommentatoren-Dasein ist das kritische Buch seines Sohnes, das den bezeichnenden Titel "Im Schatten des Allmächtigen" trägt. Erschienen ist es kurz vor Cleavers Karrierehöhepunkt, dem sensationellen Interview, in dem er den amerikanischen Präsidenten (in dem man unschwer Bush jr. erkennt) auseinander genommen hat - allerdings ohne dessen Wiederwahl zu verhindern.
Doch die vom Autor Parks genau und liebevoll gezeichnete Umgebung lenkt Cleaver nicht wirklich ab, denn ständig beschäftigt er sich in Gedanken mit den Vorwürfen seines Sohnes, der auch den tragischen Tod von Cleavers Tochter anspricht. So misslingt das Aussteigen, auch weil er sich bald immer stärker mit der Frage nach den Ursachen für ein altes Zerwürfnis befasst, das die Südtiroler Familie gespalten hat, von der er nach dem Tod des Großvaters dessen isoliertes Haus mieten konnte. Die Gegenwart spielt eigentlich nur dann eine Rolle, wenn ihre Bewältigung dem gänzlich unvorbereiteten Cleaver wieder mal auf schmerzhaft peinliche Weise misslingt. Da die am Anfang aufgebaute Erwartung des Lesers nicht wirklich befriedigt wird, verliert das Buch zum Ende hin trotz einer gewissen Zuspitzung der Ereignisse an Spannung. Weder führt der Besuch seines Sohnes zu einer dramatischen Auseinandersetzung, noch wird das düstere Familiengeheimnis wirklich geklärt. Am Ende verbleiben eine nach wie vor rätselhaft unentschlossene Hauptfigur, eine unverständliche Umgebung und ein gefrusteter Leser, der sich fragt: War's das nun?
Das Buch ist zwar gekonnt übersetzt, trotzdem sollte man es vielleicht besser auf Englisch lesen, da dann die für Cleaver weitgehend unverständlichen Südtiroler Sprachbrocken in ihrer Absurdität noch besser zur Geltung kommen.
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2.0 von 5 Sternen Laute Stille
Wer sich spannungsvolle Unterhaltung erwartet wird enttäuscht. Die Geschichte entwickelt sich langsam, sie zieht sich und ohne Struktur. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Gre veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Einsiedler auf Zeit
Diese Geschichte, lehrt uns, noch mehr auf unsere persönliche innere Stimme zu hören. Harry Cleaver, der Protagonist, geht den Weg des Einsiedlers auf Zeit und bewegt... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Ciaxz, Anja veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Lohnt sich nicht
Ich habe das Buch nicht zuende gelesen. Der Autor ist leider kein besonderes Sprachgenie, dazu eine wirklich schlechte Übersetzung mit vielen Fehlern machen das Ganze zu einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Mai 2011 von anne
5.0 von 5 Sternen spannend
Das Buch ist einfach spannend, ohne dabei ein Krimi zu sein.
Es passiert scheinbar gar nichts, aber das ist so gut gechrieben, dass ich nicht aufhören konnte zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. März 2011 von cornelie gronemeyer
4.0 von 5 Sternen Im Nachhinein gut
Insgesamt ein echt gutes Buch. Zwischendurch etwas langatmig und zu viele Passagen, was sein Sohn so geschrieben hat. Gegen Ende wird die Geschichte wieder spannender. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. November 2010 von J. Reutter
5.0 von 5 Sternen Stille
Interessante Message des Buches, dass der Kopf, egal wo man ist, weiterhin arbeitet und einen auf Trab hält. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. September 2010 von Anna Brandt
2.0 von 5 Sternen Kauft dieses Buch
Kauft das Buch, denn dieser Mann braucht Geld!

Anders kann ich mir nicht erklären wie Tim Parks so eine Geschichte aus dem Alphabet schmettern kann. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2010 von Vince
5.0 von 5 Sternen Krise als Chance zur Begegnung mit sich selbst
Eine faszinierende Schilderung einer Flucht vor sich selbst und aus Zorn auf den Sohn, der als Verbündeter dessen Mutter wahrgenommen wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. August 2009 von Dr. Schubert
2.0 von 5 Sternen Hoch gelobt und doch daneben...
Mit Empfehlung von Heidenreich und MRR; das mußte doch wohl die rechte Urlaubslektüre sein. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. Januar 2009 von Denariator
3.0 von 5 Sternen Stille - gehört nicht zu meinen Top 100 Büchern
Ein paar Tage nachdem er das Buch seines Sohnes gelesen hat (Im Schatten des Allmächtigen), in dem dieser schonungslos mit seinem Vater abrechnet, interviewt Harold Cleaver,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2009 von B. Kugler
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