Der Film ist wohl ein Versuch das Lebensgefühl der 68er auszudrücken, (1969 gedreht!) speziell hier das der sexuellen Freizügigkeit. Henry Miller konnte mit der Verfilmung seines Romans allerdings vollauf zufrieden sein. Heute erscheint uns das alles ein Relikt aus dem Filmarchiv. Die Frauen werden als etwas einfach gestrickt und immer willig gezeigt, bei den Männern sind die Hoden am Hirn angewachsen. Zwischen den heute immer noch als recht freizügig geltenden Rammelszenen, die oftmals auch als albernes Herumtollen kaschiert werden, überdeckt man die entstehende Leere mit pseudointellektuellen Gesülze. Lediglich das sprechblasenähnliche Einblenden von gedachten oder gesprochenen Texten ist originell. Heute schaut man sich das an und denkt 'so war das wohl damals? Na ja!' Der Film befreit eigentlich immer noch nur sich selbst und wer liest heute schon noch Henry Miller?