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Stille Nacht
 
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Stille Nacht

Maria Schrader , Jürgen Vogel , Dani Levy    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

1995 auf dem Höhepunkt des Booms deutscher Beziehungskomödien entstanden, ist Dani Levys Stille Nacht eine bemerkenswerte und ziemlich mutige Flucht nach vorne. Levy war von Anfang an ein Außenseiter unter den jungen Regisseuren des neueren deutschen Films. Sein Kino wirkte immer urbaner und internationaler als das seiner Konkurrenten und Weggefährten. Ob seine Filme nun in New York oder wie hier in Berlin und Paris spielen, eines ist ihnen gemeinsam: Sie durchbrechen die Enge und Provinzialität, die selbst noch die meisten heimischen Großstadtproduktionen kennzeichnet. Aber Stille Nacht präsentiert nicht nur seine Schauplätze aus einem anderen, viel faszinierenderen Blickwinkel, auch die Liebe hat hier eine ganz andere, viel radikalere Bedeutung als in den wohltemperierten und unglaublich harmlosen Erfolgskomödien dieser Zeit.

Dani Levy hat bei Stille Nacht keinerlei Kompromisse gemacht; er hat vielmehr die Extreme gesucht -- auf formaler Ebene wie in der Arbeit mit seinen Darstellern. Maria Schrader, Mark Schlichter und Jürgen Vogel spielen Julia, Christian und Frank, drei haltlose Charaktere um die 30, die sich in einer zerstörerischen Dreiecksbeziehung verfangen haben. Dabei gehen die drei jungen Stars bis zum Äußersten. Sie rennen und schreien, lieben und leiden, flirten und toben mit einer Inbrunst, wie man sie aus dem deutschen Kino kaum kennt. Manchmal muss man fast an die Filme Andrzej Zulawskis denken, in denen Liebe immer auch Exzess bedeutet. Die Rückhaltlosigkeit, mit der sich Maria Schrader, Mark Schlichter und Jürgen Vogel in ihre Rollen stürzen, ist nicht frei von Manierismen und Übertreibungen, aber gerade in ihnen liegt eine Lebendigkeit, die den Zuschauer mit ungeheurer Wucht packt.

Zu sehen, wie sich Julia, Christian und Frank gegenseitig attackieren und manipulieren, wie sie sich beschimpfen und zugleich um Liebe betteln, grenzt an eine beinahe körperliche Erfahrung. Die Energie, die Rastlosigkeit, die sie treibt, fängt Dani Levy auch filmisch ein. Obwohl Stille Nacht letztlich ein Kammerspiel ist, das sich weitgehend auf zwei Orte, eine Wohnung in Berlin und ein Hotelzimmer in Paris, beschränkt, besitzt es eine beispiellose Dynamik. Mit den Mitteln des Thrillers und des Film Noir verwandelt Levy sein Liebes- und Eifersuchtsdrama in einen Trip in die Abgründe des menschlichen Verlangens. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

Ein Mann in Paris, eine Frau in Berlin und ihr tätowierter Liebhaber sind die Protagonisten dieser erotischen Abenteuerreise dreier ganz normaler Großstädter. Christian, der ohne Julia nicht mehr leben kann, es wegen ihrer ständigen Seitensprünge aber mit ihr nicht mehr aushält, flieht aus Berlin und setzt sich eine Achtstundenfrist, um Julias Herz wiederzugewinnen. Während Christian mit Julia seine makaberen Späßchen treibt, treibt es Frank, der draufgängerische Liebhaber, mit Julia. Die wiederum sehnt sich im Geiste nach der Romantik mit Chriastian zurück. Eifersucht, Schwärmerei und wilde Verzweiflung aller Beteiligten wechseln sich unter dem ständigen Klingeln des Telefons miteinander ab, bis die Achtstundenfrist fast verstrichen ist.

DVD & Video Report

Christian ist über Weihnachten nach Paris gefahren, um aus der Ferne seine Freundin Julia endgültig für sich zu gewinnen. Julia, allein in Berlin, lädt ihren Lover Frank ein, eigentlich um ihm eine deutliche Absage zu erteilen. Oder doch nicht? Interessant inszenierter Beziehungsfilm mit Maria Schrader und Jürgen Vogel.

Blickpunkt: Film

Christian ist über Weihnachten nach Paris gefahren, um aus der Ferne seine Freundin Julia endgültig für sich zu gewinnen. Julia, allein in Berlin, lädt ihren Lover Frank ein, eigentlich um ihm eine deutliche Absage zu erteilen. Oder doch nicht? Interessant inszenierter Beziehungsfilm mit Maria Schrader und Jürgen Vogel.

Blickpunkt: Film

An Beziehungskisten wird im deutschen Kino mit handwerklicher Gründlichkeit komödiantisch viel und gern gezimmert, bis auch der letzte Deckel auf den letzten Topf paßgenau und publikumsfreundlich festgeheftet ist. Daß auch Dany Levi als Berliner Filmemacher dieses Genre zu bedienen weiß, hat er zuletzt 1988 mit der von Kritik und Publikum eher hin- als angenommenen Beziehungskomödie 'RobbyKallePaul' gezeigt. In 'Stille Nacht' verlädt Levy nun wieder eine Dreier-Beziehungskiste; ein auf den ersten Blick recht sperriges Ding, das vom Format her zunächst dadurch auffällt, daß es die einzige reine Nicht-Komödie ist, die dieses Frühjahr unter immerhin fünf deutschen Mitbewerbern startet.

'Stille Nacht' erzählt wortreich die Ménage-à-trois von Julia (Maria Schrader), ihrem Freund Christian (Mark Schlichter) und ihrem Liebhaber Frank (Jürgen Vogel), die an einem Weihnachtsabend dramatisch einer Klärung der wahren Liebesverhältnisse entgegendrängt. Julia, Frank vor allem des körperlichen Plaisiers wegen zugetan, wird von Christian angerufen, der heimlich nach Paris gefahren ist, um von dort fernmündlich innerhalb einer selbst gesetzten Achtstundenfrist von Julia den endgültigen Treueschwur zu bekommen. Während Christian mit Julia seine Spielchen treibt, treibt Frank es mit Julia, die sich wiederum im Geiste nach der Romanze mit Christian zurücksehnt. Eifersucht, Schwärmerei und wilde Verzweiflung aller Beteiligten wechseln sich unter dem ständigen Klingeln des Telefons miteinander ab, bis Julia schließlich Christian quasi in letzter Sekunde doch noch ihre Liebe und ihre Schwangerschaft erklärt - um dann wieder neben Frank einzuschlafen.
So intensiv die emotionalen Ringkämpfe der drei Figuren schauspielerisch dargestellt sind, so leer bleibt letztlich der Film. Ganz ausgezeichnet sind Maria Schrader, deren Julia die schöne Normalität so gern möchte und doch vom ungehemmenten Ausleben ihrer Sexualität nicht lassen kann, und Jürgen Vogel, der sich als charmanter Hormonprotz Frank gerne zum männlichen Sexobjekt machen läßt und dabei von der eigenen Liebesfähigkeit überrascht und verwirrt wird. Etwas unzugänglich bleibt Mark Schlichter als Christian, dem freilich am Telefon die physische Resonanz eines Dialogpartners fehlt. Drei Menschen in den Dreißigern, die wissen, daß ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt, sich für ihr weiteres (Zusammen)Leben zu entscheiden. Aber daß Levy gegen Ende achselzuckend hinnimmt, daß nach all den zauberlehrlingshaft entfesselten Gefühlsstürmen nicht eine der Figuren eine echte Wandlung erfährt, hinterläßt ein Gefühl der Distanz. Levy mag sich beim Erörtern des menschlichen Dilemmas zwischen Trieb und Liebe am cinema française eines Michel Deville orientiert haben, seine bis tief in den Intimbereich reichenden Einblicke bleiben jedoch, statt kathartisch zu wirken, narzißtisch und selbstfinderisch. evo.

Kurzbeschreibung

Ein Mann in Paris, eine Frau in Berlin und ihr tätowierter Liebhaber sind die Protagonisten dieser erotischen Abenteuerreise dreier ganz normaler Großstädter.
Christian, der ohne Julia nicht mehr leben kann, es wegen ihrer ständigen Seitensprünge aber mit ihr nicht mehr aushält, flieht aus Berlin und setzt sich eine Achtstundenfrist, um Julias Herz wiederzugewinnen. Während Christian mit Julia seine makaberen Späßchen treibt, treibt es Frank, der draufgängerische Liebhaber, mit Julia. Die wiederum sehnt sich im Geiste nach der Romantik mit Chriastian zurück. Eifersucht, Schwärmerei und wilde Verzweiflung aller Beteiligten wechseln sich unter dem ständigen Klingeln des Telefons miteinander ab, bis die Achtstundenfrist fast verstrichen ist.
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