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Stille Mitte von Berlin. Eine Recherche rund um den Hackeschen Markt.
 
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Stille Mitte von Berlin. Eine Recherche rund um den Hackeschen Markt. [Gebundene Ausgabe]

Irina Liebmann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 106 Seiten
  • Verlag: Nicolai (Februar 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3875841506
  • ISBN-13: 978-3875841503
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 19,5 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 948.358 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Erfahrung der Stadt ist eines der grossen Themen im Werk Irina Liebmanns. In den achtziger Jahren hat die Autorin für ein grosses Romanprojekt die Vergangenheit eines der spannendsten Bezirke der Hauptstadt recherchiert: des Scheunenviertels rund um die Grosse Hamburger Strasse und den Hackeschen Markt. Dabei hat sie auch fotografiert - und was zunächst als Gedächtnisstütze gedacht war, geriet zu einer ganz eigenwilligen, poetischen Bilderserie. Sie wird hier erstmals publiziert. Es ist die sehr subjektive, aber darum umso wahrhaftigere Bestandsaufnahme eines Quartiers, das heute zu den meistbesuchten Gegenden der Stadt zählt.
Den Fotografien sind höchst aufschlussreiche Tagebuchaufzeichnungen Irina Liebmanns aus jener Zeit an die Seite gestellt, in einem literarischen Essay reflektiert die Autorin ihr heutiges Bild von Berlins Mitte.

Autorenportrait

Irina Liebmann, geboren 1943 in Moskau, studierte Sinologie in Leipzig. Sie ist seit 1975 Schriftstellerin und lebt in Berlin.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Stille Tage in Berlin, 19. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Stille Mitte von Berlin. Eine Recherche rund um den Hackeschen Markt. (Gebundene Ausgabe)
Berlin-Touristen kennen das Viertel um Hackesche Höfe und Oranienburger Straße als bunt, laut und lebendig. Das war es lange nicht. Vor zwanzig Jahren stand hier "eine Rumpelkammer mit Möbelstücken der Weltstadt Berlin", die die Schriftstellerin Irina Liebmann faszinierte: "Ein ganzes, großes Wohnzimmer verwitterte da und verstaubte."

Bruchstückhaft und deutlich wie nirgendwo sonst in der Hauptstadt der DDR trat in dieser Gegend Berlins Vorkriegsvergangenheit zu Tage. Für ein Romanprojekt interviewte Liebmann alte Anwohner, grub in Archiven und machte als Gedächtnisstütze eine Reihe Fotos. Das Material wuchs und wurde zur Last, den Roman hat sie nie begonnen, doch die Aufnahmen dokumentieren heute gleich zwei Vergangenheitsschichten: Das stille, vor sich hin bröckelnde Quartier in den 80er Jahren und die noch erkennbaren Spuren des Lebens vor dem Krieg.

Die Bilder zeigen überwiegend graue Ansichten eines aufgegebenen Stadtteils mit vernagelten Fenstern, abblätternden Fassaden, Verschlägen, Trümmergrundstücken, leeren Flächen. Für Zugezogene und Besucher eine ungewohnte Perspektive: Die vertrauten Ecken ohne Läden und Cafés, dafür fast menschenleer. Diese Schnappschüsse sind allerdings erst durch den historischen Bruch ansehenswert geworden. Architektonisch interessante Details - stillgelegte Fahrstühle, Portiersklingeln, Mosaike, Ornamente, Fliesen, Geschäftsschilder, Namen auf Brandmauern - hat Irina Liebmann nicht fotografiert, sie erwähnt sie nur.

Um eindrücklicher ist ihre essayistische, sprachlich schöne Beschreibung der historischen Spurensuche, die sie fesselte und bald auch bedrückte: 1980 war es noch möglich, das fehlende "Verbindungsstück" zur Vergangenheit durch mündliche Überlieferung zu überbrücken. Die Schriftstellerin leistete auf diesem Gebiet Pionierarbeit. Vor allem alte Frauen erinnerten sich an einen bescheidenen Alltag, an Läden und ihre Besitzer, Kieztratsch über längst Verstorbene oder in den Westen geflüchtete, Streitigkeiten. Es gab unverblümte Kommentare über die sozialistische Gegenwart - "Wir wüßten gar nicht, was es alles Schönes auf der Welt gäbe, wie herrlich sie alle früher sich gekleidet und vergnügt hätten und wie phantastisch es in Berlin einmal zugegangen sei..." - und schreckliche Einzelheiten, Schweigen und beim zweiten Besuch verschlossene Türen, wenn Leute zur Zeit nach 1933 und zu jüdischen Nachbarn befragt worden waren. Diese Verbindung mit der Vergangenheit ist abgerissen, durch den Tod der Zeitzeugen und indem man das Wohnzimmer wieder zur guten Stube gemacht hat.

Fazit: Ein stilles, schönes Buch (allerdings mit einem unsinnig auf aktuell getrimmten Vorwort) für historisch interessierte Berliner und Berlin-Freunde, das uns den Rummel um die Hackeschen Höfe mit anderen Augen sehen läßt.
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5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolle Fotos und Texte, 19. März 2010
Von 
Lyddit (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Stille Mitte von Berlin. Eine Recherche rund um den Hackeschen Markt. (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr schönes Buch mit eindrucksvollen Fotos und Texten zur ehemals stillen Mitte von Berlin. Wie vertraut und wie fremd zugleich alles wirkt. Wer sich erinnern möchte, sollte es einmal in die Hand nehmen! Mir gefällt es sehr und ich kann damit stundenlang in diese Zeit eintauchen.
Übrigens kann man nun auch einige der Fotos als Kunstdrucke erwerben. Einfach mal auf der Seite der Autorin vorbei schauen...
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