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Still Walking
 
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Still Walking

Hiroshi Abe , Yoshio Harada , Hirokazu Kore-eda    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Hiroshi Abe, Yoshio Harada, Kirin Kiki
  • Regisseur(e): Hirokazu Kore-eda
  • Komponist: Gontiti
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Japanisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: Indigo
  • Erscheinungstermin: 25. März 2011
  • Produktionsjahr: 2008
  • Spieldauer: 109 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004G95RQI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.514 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Ein einladendes Haus an der japanischen Küste. Hier wohnen der pensionierte Arzt Shohei Yokoyama und seine Frau Toshiko. Die Familie versammelt sich wie jedes Jahr, um dem Tod Junpeis, des erstgeborenen Sohnes und Bruders zu gedenken. Der zweite Sohn, Ryoto, ist immer im Schatten des Älteren gestanden und fühlt sich von seinem Vater unverstanden. So will er bei dem Treffen auch nicht verraten, dass er gerade arbeitslos ist. Erschwerend kommt hinzu, dass er eine Witwe mit einem zehnjährigen Sohn geheiratet hat.

Video.de

Ein weiteres ruhiges, diesmal persönlich gefärbtes Werk des Japaners Hirokazu Kore-eda ("Nobody Knows"). Er beobachtet eine Familie 24 Stunden lang. Ruhig ist das Tempo, schlicht gehalten die Bilder. Es geht um das Vorher und das Nachher eines dramatischen Moments, um Ankündigung und Nachhall, um Vorahnung und Nachklang - um die Essenz des Lebens. Ein Film im Geiste des großen Yasujiro Ozu, eine Fiktion und zugleich ein Blick ins "Familienalbum" des Regisseurs.

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Kundenrezensionen

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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin Ostermann TOP 500 REZENSENT
Wie jedes Jahr versammelt sich im Hochsommer die Familie Yokojama im Haus der mittlerweile ergrauten Eltern: Sowohl die Tochter ist mit Mann und zwei Kindern gekommen als auch der jüngere Sohn, Ryota, seine neue Frau (eine Witwe) und deren Sohn mitbringt. Anlass ist seit 15 Jahren das Gedenken an den ältesten Sohn Junpei, der auf tragische Weise ums Leben kam, als er versuchte einem Jungen das Leben zu retten. Auch diesen Jungen lernt der Zuschauer später als alljährlichen Gast - allerdings nur kurz - kennen. Die Geschichte setzt zur Mittagszeit ein und endet ebenfalls mittags am nächsten Tag, wenn Ryota und seine Familie die Eltern wieder allein zurücklassen. Dazwischen wird gekocht, viel gegessen, gesprochen, das Grab besucht oder einfach zusammen Zeit verbracht.
Dies klingt unspektakulär und das ist es äußerlich auch, aber unter der Oberfläche des ruhigen und sonnendurchfluteten Familientreffens gären Konflikte, offenbaren sich Verletzungen und treten Lebensversäumnisse, aber auch Träume, Wünsche und Hoffnungen zu Tage: Der Vater hat seinem zweiten Sohn nie verziehen, dass dieser nicht in seine Fußstapfen als Arzt getreten ist. Die Mutter gibt bei aller Fürsorge und Freundlichkeit in kleinen Gesten zu erkennen, dass die neue Frau kein vollwertiges Familienmitglied ist. Der Sohn Ryota sieht sich im Schatten seines toten Bruders und fühlt sich missverstanden, während die Tochter mit schlichtem Gemüt Harmonie verbreitet, letztlich aber darauf sinnt, mit Familie ins elterliche Haus einzuziehen, um einige Alltags- und Geldsorgen weniger zu haben. Gleichzeitig zeichnet alle Beteiligten eine große Nähe, ein aufeinander Angewiesensein aus, so dass es bei einem steten Gefühl von Geborgenheit nie zu offenem Streit kommt.
Der Regisseur Hirokazu Kore-eda (Nobody Knows (2 DVD-Set) [Collector's Edition]) stellt erneut seine Meisterschaft unter Beweis, wie er durch einen poetischen Bilderfluss mit hervorragenden Darstellern faszinierend vom ganz normalen Alltag erzählen kann. So entwickelt der sehr ruhige Film von Beginn an einen eigentümlichen Sog, der den Zuschauer an dieser Familiegeschichte teilhaben lässt. Sicher ist durch den Unfalltod des Ältesten eine besondere Konstellation entstanden, alles in allem könnte aber diese (Mittelstands-)Familie überall auf der Welt zu finden sein. Japanisch ist an ihr wohl das Verschweigen und das Unausgesprochene stehen zu lassen. So gibt es keine hollywoodgemäße Auflösung der Konflikte, vielmehr kann der Betrachter die Geschichte selbständig weiterführen. Dazu verhelfen ihm Metaphern wie die des Schmetterlings, der sowohl abends im Haus als auch tagsüber auf dem Spaziergang die Mutter über Werden und Vergehen und über das Bleiben der Toten sprechen lässt. Denn auch die Verstorbenen sind solange gegenwärtig, wie sie die Lebenden in ihren Gefühlen und Erinnerungen bei sich tragen. Sehr sehenswert!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Japanisches Kino bietet durchaus nicht nur Monster, Samurais und extremen Sex.

In "Still Walking - Aruitemo, aruitemo" beschrieb und verfilmte Hirokazu Kore-eda 2008 "einfach nur" die Geschichte des Besuchs einer jungen Familie im elterlichen Haus in Yokosuka.

Ryoto (Hiroshi Abe, 44) und seine Frau Yokari (Yui Natsukawa, 40) besuchen mit dem kleinen Sohn der Frau Ryotos Eltern und Ryotos Schwester Chinami (You). Anlass ist der 15. Jahrestag des Todes von Ryokos älterem Bruder Junpei, der bei einem Rettungsversuch umgekommen war.

Wie wohl in vielen Familien lauern Konflikte unter der Oberfläche. Ryokos 72-jähriger Vater Kyohei (Yoshio Harada, 68) trauert seiner Arzttätigkeit nach, die er wegen eines grünen Stars nicht mehr ausüben kann. Die Mutter Toshiko (Kirin Kiki, 65) wird von einem Seitensprung belastet, den ihr Mann vor vielen Jahren begangen hatte. Dem Sohn wird vorgeworfen, dass er eine Witwe mit Kind geheiratet hat - ein "gebrauchtes Exemplar". Der Schwiegertochter hingegen unterstellen die Eltern, sie wolle mit Ryoko kein Kind haben.

Fast schmerzhaft empfindet man als verwöhnter Europäer die bedrückenden Enge der Räume und das Fehlen jeglicher Privatheit - durch die dünnen Wände hört man natürlich jedes Wort und jedes Geräusch.

Über allem aber schwelt der ungeheure, unausgesprochene Verdacht, die Eltern hätten es lieber gesehen, wenn der jüngere Sohn statt des Erstgeborenen gestorben wäre. Denn Junpei hatte, anders als Ryo, vor, in die Fußstapfen des Vaters zu treten und Arzt zu werden. Ryoko hingegen verschweigt seine Probleme, als Kunstrestaurator an Aufträge zu gelangen.

Natürlich ist ein japanischer Film keine "Katze auf dem heißen Blechdach" - hier werden die Probleme und Konflikte mit leiser Stimme und unterschwellig oder nur angedeutet ausgetragen.

Gerade darin liegt aber der besondere Reiz des Films: seine Ruhe, seine Intimität, aber auch die bedrückende Enge und die ungeheure Spannung, unter der alle Personen unter der freundlich-gelassenen Hülle zu stehen scheinen.

Eine wunderbare Begleitung liefert die ruhige Gitarre von Gonchichi.

Selbst am Ende des Lebens stehend, klammert sich die Mutter immer noch an die Hoffnung, der verstorbene Sohn könne wiederkommen:
"Es heißt, ein weißer Schmetterling, der den Winter überlebt, kommt im nächsten Jahr wieder als gelber Schmetterling."

Im Original 115 Minuten, Format 1,85:1 auf 35 mm Film, DD (IMDB)

film-jury 3* A0745 5.10.2011eg
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
... um zu begreifen, dass die Japaner auch nur Menschen sind. Mit allem, was dazu gehört. Der obligatorische Generationen-Konflikt in japanischer Version, die nicht anders wie irgendwo auf der ganzen Welt zu beobachten ist .

Der Zweitgeborene, der eine schwere Bürde nach dem Tod des älteren Bruder zu tragen hat. Der ewig Zweite, der zudem nicht mal standesgemäß geheiratet hat ('eine Geschiedene ist besser, die trauert ihrem Ersten nicht nach. Eine Witwe wird immer vergleichen' , sagt die Mutter) .

Der Film lässt offen, ob die Tochter doch noch ins elternliche Haus eingezogen ist - eher nicht - und Ryota hat doch noch eine Tochter mit seiner Frau und er ist es, der nach Jahren das Grab seiner Eltern pflegt, was den Japanern so wichtig ist.

Man erfährt so Vieles über die Art von Japanern! Die Töchter, die zwar studieren dürfen, die aber aus dem Berufsleben ausscheiden, sobald sie 'nur' Ehefrau und Mutter sein wollen/müssen.

Der Familienvater, der zu stolz ist, selbst kleine Einkäufe zu erledigen. Die Mutter, jahrelang nicht in einem beruflichen Leben aktiv, die aber mit dem Kind auf dem Rücken (typisch Japanisch), dem untreuen Ehemann nachfolgt und erst Jahrzente danach diese Aktion beichtet ...

Erst hier fängt man den Titel zu begreifen - ein ganzes Leben in Bewegung, nie aufgeben, immer laufen, laufen, das Leben meistern !

Ein Film über den Schmerz, den verwaiste Eltern nie wirklich überwinden, egal wie lange der Tod ihres Kindes zurückliegt. Und wie schön, wenn man daran glauben kann, dass dieses Kind als gelber Schmetterling ins Leben der Familie für kurze Zeit für Aufregung sorgt.

Der Film ist so detailgenau gemacht wie es nur ein Japaner versteht - fast könnte man seine Schuhe ausziehen, um hineinzutreten ! Und man wird gewiss auch Tempura aus Mais zubereiten und vielleicht noch mehr über die Japaner und ihre Lebenseinstellung wissen wollen.

Die deutsche Synchronisation ist ziemlich genau, auf Japanisch mit deutschen Untertitel eingestellt hat man allerdings die Möglichkeit, sich noch näher der Familie zu fühlen ...

Sicher wird man auch Ishida Ayumi ( 'Blue Light Yokohama' - Der Lieblingssong von Ryotas Mutter) nach diesem Film lieben...

Ja, ein Film, den man immer wieder anschauen kann, ohne eine Spur von Langeweile zu fühlen ! aruite mo, aruite mo, das ist das Leben!
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