... um zu begreifen, dass die Japaner auch nur Menschen sind. Mit allem, was dazu gehört. Der obligatorische Generationen-Konflikt in japanischer Version, die nicht anders wie irgendwo auf der ganzen Welt zu beobachten ist .
Der Zweitgeborene, der eine schwere Bürde nach dem Tod des älteren Bruder zu tragen hat. Der ewig Zweite, der zudem nicht mal standesgemäß geheiratet hat ('eine Geschiedene ist besser, die trauert ihrem Ersten nicht nach. Eine Witwe wird immer vergleichen' , sagt die Mutter) .
Der Film lässt offen, ob die Tochter doch noch ins elternliche Haus eingezogen ist - eher nicht - und Ryota hat doch noch eine Tochter mit seiner Frau und er ist es, der nach Jahren das Grab seiner Eltern pflegt, was den Japanern so wichtig ist.
Man erfährt so Vieles über die Art von Japanern! Die Töchter, die zwar studieren dürfen, die aber aus dem Berufsleben ausscheiden, sobald sie 'nur' Ehefrau und Mutter sein wollen/müssen.
Der Familienvater, der zu stolz ist, selbst kleine Einkäufe zu erledigen. Die Mutter, jahrelang nicht in einem beruflichen Leben aktiv, die aber mit dem Kind auf dem Rücken (typisch Japanisch), dem untreuen Ehemann nachfolgt und erst Jahrzente danach diese Aktion beichtet ...
Erst hier fängt man den Titel zu begreifen - ein ganzes Leben in Bewegung, nie aufgeben, immer laufen, laufen, das Leben meistern !
Ein Film über den Schmerz, den verwaiste Eltern nie wirklich überwinden, egal wie lange der Tod ihres Kindes zurückliegt. Und wie schön, wenn man daran glauben kann, dass dieses Kind als gelber Schmetterling ins Leben der Familie für kurze Zeit für Aufregung sorgt.
Der Film ist so detailgenau gemacht wie es nur ein Japaner versteht - fast könnte man seine Schuhe ausziehen, um hineinzutreten ! Und man wird gewiss auch Tempura aus Mais zubereiten und vielleicht noch mehr über die Japaner und ihre Lebenseinstellung wissen wollen.
Die deutsche Synchronisation ist ziemlich genau, auf Japanisch mit deutschen Untertitel eingestellt hat man allerdings die Möglichkeit, sich noch näher der Familie zu fühlen ...
Sicher wird man auch Ishida Ayumi ( 'Blue Light Yokohama' - Der Lieblingssong von Ryotas Mutter) nach diesem Film lieben...
Ja, ein Film, den man immer wieder anschauen kann, ohne eine Spur von Langeweile zu fühlen ! aruite mo, aruite mo, das ist das Leben!