Victoria McPherson, ihres Zeichens Profiler des FBI von Chicago, wird mit einem Serienkillerfall betraut, der sie gleichsam mit der Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert. Im Jahr 1929 untersuchte ihr Großvater Gus in Prag einen Fall, der bemerkenswerte Ähnlichkeit mit der aktuellen Mordserie aufweist. Schnell stellt sich die Frage, ob es sich um einen Nachahmungstäter oder gar den selben Killer handelt...
Technisch entspricht "Still Life" nach wie vor dem Standard des Genres und orientiert sich deutlich am Stil der legendären "Syberia"-Adventures. Die Synchronsprecher wurden auch gleich importiert (Victoria wird von der gleichen Stimme vertont, die bereits Kate Walker in "Syberia" verkörperte), was auch kein Fehler ist, denn bis auf einige sich wiederholende Stimmen findet man nicht wirklich etwas zu mäkeln. Die Rätsel sind allesamt fair und schaffen es immer die Motivationskurve recht hoch zu halten.
Für den Preis von mittlerweile nur noch einem glatten Zehner erhält man somit ein atmosphärisches und spannendes Adventure, welches endlich einmal wieder ein ähnliches Feeling wie die "Gabriel Knight"-Teile oder "Black Mirror" aufkommen lässt. Wenn man es jetzt noch schafft vielleicht die Schieberätsel noch etwas zu Gunsten richtiger Kombinationspuzzles zu verringern, wird "Still Life" eine ernstzunehmende Konkurrenz für die bisherigen Referenzprodukte werden. In diesem Sinne heisst die Devise für Adventure-Hungrige dennoch schlicht und einfach: Zugreifen!