Dieses Soloalbum von Genesis-Tastenmann Tony Banks ist in vielerlei Hinsicht beachtlich. Zunächst wäre da die Erfolglosigkeit. Banks reiht hier 10 astreine Rock- und Popsongs aneinander, gleich mehrere Ohrwürmer tummeln sich darunter. Dazu hat er eine große Gästeliste: Fish, Nik Kershaw, Daryl Stuermer, Graham Broad, Andy Taylor, Vinnie Colaiuta, Martin Robertson, Pino Palladino, um nur einige zu nennen. Produziert wurde das Werk von Nick Davis, der später auch Genesis' "We can't dance" und "Calling all Stations" mitproduzierte. Tony Banks jedenfalls ist ein genialer Songwriter - der Ohrwurm "Angel Face" wird brillant von Fisdh gesungen. Fish darf nocheinmal seingen auf dem Genesis-typischen längeren Song "Another Murder of a Day" - das Stück schtrieb er zusammen mit Banks. Die etwas poppigere Variante wuird von Nik Kershaw vertreten. Er sind das ergreifende Finale "The Final Curtain" und außerdem die erste Single "I wanna change the score", die seinerzeit im Radio rauf und runter gedudelt wurde. Andy Taylor singt den vielleicht besten Song des Albums "Still it takes me by surprise", das einen schönen Piano-Mittelteil hat und als Ballade überzeugen kann. "The Gift" schließlich ist wieder ein fetziger Pop-Rock Song, genau wie das von Jayney Klimek gesungene "Back to back". Diese Frau verleiht dem getragene "Water out of wine" dann noch das letzte etwas. Am Ende hat man ein unglaublich gutes Album gehört und fragt sich, warum es anno 1991 in der Versenkung verschwand. Dieses Album ist bei weitem nicht nur für Genesis Fans interessant!