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Still

Die! Audio CD
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Produktinformation

  • Audio CD (23. Oktober 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Neo Bob-Media (Sony Music)
  • ASIN: B002QEIRV2
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 89.336 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Schöner Schein
2. Daumenlutscher
3. Lüg mich An
4. Herzlos
5. Durch den Wind
6. Prügelknabe
7. Dam Dam (Marmor, Stein und Eisen)
8. Jeder mit Jedem
9. Tiefer Schmerz
10. Still!
11. Teufelswerk
12. Kadavergehorsam
13. Alles in einen Topf
14. Mein letzter Wille

Produktbeschreibungen

Rezension

Die Neue Deutsche Härte bewegt sich auf dünnem Eis. Wer außer markigen Gesten und gerolltem R nichts zu bieten hat, landet schnell auf dem Müllhaufen der Geschichte; Wer hingegen wie Knorkator und Stendal Blast schon wieder zu klug für das Genre ist, wird ewig als Alleinunterhalter vor Gymnasiasten wursteln. (die!) mit dem ehemaligen Megaherz-Sänger Mathias Eisholz gehören eigentlich zur zweiten Gruppe, gerieren sich auf STILL so hinterfotzig, dass selbst NDH-Hasse den Hut ziehen: Das hier ist vielschichtig, ironisch, grob in der Pflicht und subtil in der Kür. Daumenlutscher greift eine der monströsen Kindererziehungs-Fabeln von Heinrich Hoffmann (1809-1894) auf, und schon denkt man an die Taliban die nehmen ja auch schon mal ´nen Finger ab, wenn der Nagel ab, Das folgende Dam Dam (Marmor, Stein und Eisen) stampft dann wie die 13. Legion durch Drafi Deutschers Schlagerruine, bis lispelnde Einspieler und ein geblöktes Turn up the volume! es ad absurdum führen. Anspieltipps: Still! und das orientalisch angehauchte Teufelswerk . Auf den Punkt bringt die Platte jedoch das namenlose Spoken Word am Schluss: Darin verpasst Eisholz den Leitkulturen ziemlich schlechte Noten. (Metal Hammer Magazin Januar 2010)

Wenn auf einem Promoflyer eine Band mit Megaherz oder Rammstein verglichen wird, dann kräuseln sich nicht nur meine Nackenhaare, sondern mein Haupthaar verliert fast völlig die Kontur. Doch erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Denn schon nach den ersten Takten des Openers Schöner Schein merkt man, dass man die deutschen Industrial-Metaller von(DIE!) nicht unbedingt in die Schublade Plumper Rammstein-Klon stecken muss. Zwar verweisen manche Stellen auf die großen deutschen Vorbilder ( Herzlos , Prügelknabe ), doch schafft es die Vierer-Band mit jeder Menge Abwechslung, auch innerhalb der Songs den Klauen des Klonseins zu entkommen. Gerade ein Stück wie Daumenlutscher erinnert eher an die Industrial-Urgesteine von Ministery. Auch ist die Gitarrenarbeit vielfältiger und eher untypisch für das Genre, was dem Album wiederum einen weiteren Extrapunkt verschafft. Leider bekam ich einen mittelschweren Herzinfarkt, als ich auf dem Promozettel den Song Dam Dam (Marmor, Stein und Eisen) las. Und auch wenn ich von den vorherigen Songs positiv überrascht war, fällt einem bei dieser, mit einem Keyboard-Orchester aufgemotzten Industrial-Version des Drafi Deutscher-Titels das Atmen schwer. Die Luft kommt allerdings schneller als gedacht zurück, denn das punkige Jeder mit jedem zeigt einmal mehr, dass sich die vier Jungs nicht in ihrem musikalischem Spektrum limitieren möchten und beweist die Varianz in der Stimme von Mathias Jablonski Elsholz (ehemals Megaherz). Das ist auch gut so und deshalb kann ich hier eine uneingeschränkte Kaufempfehlung für alle Fans von Rammstein, Megaherz, Eisbrecher, und Oomph! Aussprechen. (Legacy Magazin November 2009)

Zugegeben: Ein wenig Skepsis schwingt beim Griff zum neuen (die!)-Output mit. In der Vergangenheit hatte sich die Band mit durchwachsenen Releases nicht gerade ins beste Licht gerückt. Die Auszeit nach Stigmata und der Wechsel am Mikrofon boten jedoch Gelegenheit zum Neustart und die hat man genutzt: Stil vereint Vielfalt und Geschlossenheit. Entschlossenheit, Alles in einen Topf zu werfen und ein eigenes Süppchen zu kochen, dass nicht zuletzt dank Neuzugang Mathias Jablonski Elsholz mundet. Der wechselt nahtlos zwischen samtigem Bass, derben Röhren und hysterischen Stimmen, die klingen, als kämen sie direkt aus einem durchgeknallten Hinterkopf. Der Sound ist amtlich und fängt die Live-Energie der Band adäquat ein und die Texte weisen eine Menge Eigenheiten auf, die den Vergleichen mit Megaherz oder Rammstein ein Ende bereiten sollten. Ja. Songs wie Herzlos weisen Parallelen zum Sound der Kollegen auf. Durch den Wind erinnert aber auch an die Sisters der Vision Thing -Ära. (die!) können ihre Einflüsse nicht verhehlen, verrühren sie aber zu einem eigenen musikalischen Menü, abgeschmeckt mit einer Extraportion Punk-Pfeffer und Wut-Wurz. Vergesst, was Ihr über diese Band zu wissen glaubt. Es ist Zeit für die (Neu)entdeckung! (Zillo Magazin November 2009)

Kurzbeschreibung

Drei Jahre haben [die!] mit Ex-Megaherz Sänger Matze ''Jablonski'' Elsholz am neuen Album gearbeitet, und herausgekommen ist ein extrem erdiges, ehrliches, kompromissloses und wahrlich ''nach vorne prügelndes'' Stück deutscher Rockmusik. Seit 1995 haben [die!] vier Alben veröffentlicht, diverse Tourneen (u.a. mit Megaherz) gespielt, eine Nominierung für den Bundesrockpreis erhalten und den einen oder anderen Besetzungswechsel überstanden. [die!] haben immer wieder unter Beweis gestellt, dass sie einen eisernen Willen und den notwendigen langen Atem besitzen. Das neue Album ''Still'' zeigt jedoch erst, welches Potenzial tatsächlich in der Band steckt. Die Verpflichtung von Matze Elsholz hat die Band sowohl musikalisch als auch textlich und inhaltlich in eine andere Liga katapultiert. So thematisieren die Texte den alltäglichen Irrsinn unserer Gesellschaft (''Jeder mit Jedem'', ''Schöner Schein''), wie auch die allgegenwärtige Widersprüchlichkeit der menschlichen Existenz (''Lüg mich an'', ''Herzlos''). Dabei zeigt die Band, dass deutschsprachiger Industrial-Metal bei aller, teilweise brachialen, Intensität auch mit einem guten Schuss Ironie (''Daumenlutscher'', ''Alles in einen Topf'') und Eingängigkeit (''Durch den Wind'') präsentiert werden kann. Spätestens mit diesem Album gelingt es der Band endgültig, sich respektvoll von artverwandten Bands wie Knorkator, Rammstein, Eisbrecher und Oomph! abzusetzen.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von antipain
Format:Audio CD
Nachdem Matze Elsholz seine Arbeit bei Megaherz quittiert hat fand er mit [DIE!] eine neue Band.
Und die kurze Zeit die Matze bei Megaherz verbracht hat, hat ihm offensichtlich mehr als gut getan.

Er hat viel gelernt. Und wie man dem Album anmerkt hat er ebenso das Herzstück von Megaherz mitten ins Herz getroffen.
So, genug von den Herzen - auch wenn man die Einflüsse nicht wegdiskutieren kann so muss auch gesagt werden, dass [DIE!] trotz allem eine eigenständige Note in Ihre Musik einbringen. Vergleichen kann man das Ganze, im Ansatz, wie MegaHerz zu Zeiten in der Alexx W. noch die stimmliche Keule bei MH geschwungen hat.

Bodenständiger deutscher Hardrock. Dabei erfinden [DIE!] das Rat nicht neu. Dennoch führen sie gekonnt uns selbstsicher die Linie weiter mit der andere bereits Erfolge feierten. Und auch wenn es jetzt vielleicht nicht so klingen mag. Das machen sie verdammt gut. Besonders Matthias trägt durch sein tief-rauhes Growling ordentlich dazu bei. Endlich mal wieder ein Album das von Vorne bis Hinten durchweg gelungen ist.

Auch wenn es der dritte, offizielle Longplayer der Gruppe ist, so klingt kein Album wie das andere. Sowohl "Manche bluten ewig" wie auch "Stigmata" können durchaus gefallen, dennoch ist die Linie, welche die Band nun eingeschlagen hat, meines Erachtens nach genau der Richtige.
Lieder wie "Daumenlutscher" oder "Dam Dam" sind schon nahezu Partyknüller und brauchen sich vor Alexxs Märchensaga ala Rapunzel und Rumpelstielzchen nicht zu verstecken.

"Still" ist ein Album das mitten auf die 12 geht und endlich mal wieder ein richtig gutes NDH Album ist. Für mich sogar das Beste direkt nach "Kopschuss" von Megaherz oder "Willkommen im Club" von Schweisser.

Von meiner Seite aus klare Kaufempfehlung.
Großen Dank geht aber vor allem an Matthias Elsholz.
Bleibt euch treu!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Es gibt Alben [die!] sind gut und es gibt Alben die sind spitze.

Ich dachte schon "5" wäre das letzte Album gewesen, was ich von Mathias Jablonski Elsholz hören würde. Der hatte nämlich die Band Megaherz 2005 verlassen. Allerdings nicht ohne vorher auf einer Tour die Jungs von [die!] kennenzulernen. 2007 verließ Sänger Oliver Jung die Band und Mathias Elsholz wurde in die Band geholt.

2 Jahre vergingen seit dem und im Oktober 2009 erschien "Still" das erste Album mit Mathias Elsholz als Sänger. Wer die CD in den Player schiebt und erst danach einen Blick aufs Albumcover wirft, wird schnell feststellen, dass hier die Ironie Ihre Finger mit im Spiel hatte. Denn während eine Hütte als Plattencover wohlige Ruhe und Geborgenheit verbreitet, donnern Elsholz und seine Kollegen eine Supernummer nach der nächsten raus. Harte Gitarren stampfende Drums und ein Sänger in Bestform. Besonders gelungen ist das Stück "Lüg mich an" genauso wie die beiden Coversongs "Daumenltscher" und "Dam Dam" - Marmor Stein und Eisen bricht

Wer "5" von Megaherz mochte, wird "Still" von [die!] lieben, kaufpflicht!!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wirrnis
Format:Audio CD
Man hätte dieses Album eigentlich auch "Prügelknabe" nennen können, denn Prügel haben die Band und auch der neue Sänger Matze Elsholz in ihrere Vergangenheit schon einiges einstecken müssen. Wahrscheinlich wäre aber dieser Titel wieder viel zu plakativ gewesen, ob der grundsätzlichen Problematik von DIE! in einen Topf mit anderen Protagonisten ala Rammstein/Oomph!/Eisbrecher geworfen zu werden. Auch dieses neue Album wird mit Sicherheit zwiespältig aufgenommen, was aber wohl in der Natur der Sache liegt.

Fakt ist aber auch, dass das neue Album "Still" für die Band wahrlich ein Quantensprung darstellt, sowohl musikalisch als auch textlich. Den letzten Biss bekommt die Platte aber nicht zuletzt durch Matze's unwahrscheinlich variablem Gesang, welcher vor allem auch Live zu überzeugen weiss. Man fragt sich wie der Mann das über ein gesamtes Konzert durchhält ständig zwischen zarten, auf den Punkt getroffenen Melodien "Lüg mich an" und brutalem Gegrunze "Prügelknabe" hin und her zu pendeln. Die Produktion ist mehr als amtlich, und kann locker mit der Konkurrenz mithalten, und ist auch an einigen Stellen einen Tick näher am Puls als so manche plattgewalzte Überproduktion.

Über 14 Songs schafft es die Band die Spannung aufrecht zu erhalten, und streut bei aller Aggression immer wieder amüsante Momente ein wie "Alles in einen Topf" oder "Dam Dam" beweisen. Da stört auch der versteckte - etwas überflüssige - Monolog/Sprachtitel "Teufelskreis", der definitiv ans Ende eines solchen Albums passt, wenig.

Wird einfach Zeit, dass die Band den Respekt bekommt, den sie verdient!
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