Produktinformation
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Zum DVD-Inhalt: Beide Konzerte sind gut übersichtlich, getrennt voneinander und jeweils komplett(!) auf 2 DVDs gepresst worden,so dass man sich jederzeit beide Konzerte unabhängig voneinander ansehen kann. Bild und Ton (DD 2.0, DD 5.1) sind hervorragend remastert worden, darüber hinaus läßt sich jeder Track einzeln über die Menüführung anwählen.
DVD 1 enthält als Bonus Feature die ca. 22minütige Dokumentation "Success in Disguise", welche aktuelle Interviews mit "Double Trouble" Chris Layton und Tommy Shannon, sowie Jackson Browne und John Mayer enthält, die nochmals die glücklichen und unglücklichen Erfahrungen des ersten Montreux-Auftritts kommentieren und diesen Auftritt vortrefflich in eine musik-historische Perspektive rücken: Die Tatsache, dass Stevie Ray Vaughan & Double Trouble die erste Band gewesen ist, die nach Montreux eingeladen wurde ohne jemals einen Platttenvertrag besessen zu haben. Das historische Zusammentreffen mit Jackson Browne, welcher, begeistert von der Performance der Band, ihr nach dem Festival Zeit in seinem eigenem Aufnahmestudio einräumte und somit das Grammy-prämierte Debüt "Texas Flood" ermöglichte. Des weiteren die anhaltenden Buh-Rufe vereinzelter Zuschauer, die irrtümlicherweise entweder eine "ruhige" Jazzatmosphäre erwartet hatten, oder, wie John Mayer trefflich kommentiert, wohl noch nicht bereit waren für eine derartig energiegeladene Performance. Schön ist diesbzgl. auch der rückblickende Kommentar von Bassspieler Tommy Shannon: "You know, we came out there highly amplified!":o).
DVD 2 ist nicht nur wegen der Performance der Band, sondern vor allem wegen der bisher unveröffentlichten Johnny Copeland Mitschnitte sehenswert. Es ist wahr, dass Mr. Copeland harmoniemäßig nicht immer auf der Höhe ist, dennoch finde ich, dass besonders im Zusammenspiel mit Bluesveteranen wie Copeland immer wieder deutlich wird, wieviel Respekt und Bewunderung Stevie als Bluesmusiker für die "alten Meister" empfand. Einen kleinen Makel hat die zweite DVD dennoch: Man weiß nicht, ob der Regisseur beim 2. Auftritt nicht damit gerechnet hat, dass eine Zugabe vom Publikum verlangt werden würde, Fakt ist, dass die Zugaben "Life without you", "Gone home" und "Couldn't stand the weather" leider nur noch aus der Perspektive einer statischen Kamera gefilmt worden sind, die über den hinteren Zuschauerreihen positioniert worden war. So sieht man in dieser Einstellung zwar die gesamte Bühne, dies jedoch aus einiger Entfernung. Entsprechend abwesend sind Close-ups von den Musiker und ihren Fingerfertigkeiten.
Fazit: Ein produkttechnisch und musikalisch gesehen vorbildliches, und vor allem sehr liebevoll zusammengestelltes Paket von band- und bluesgeschichtlicher Relevanz.
5 fette Sterne!
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