Der Schriftsteller Robert Louis Stevenson arbeitet auf einer Insel der Südsee an seinem neuen Werk, einem Ritterroman. Dabei trifft er seinen Landsmann Baker, einen Missionar, und wird selbst plötzlich mit dem Mord an einem Eingeborenenmädchen in Verbindung gebracht.
Alberto Manguels Stevenson unter Palmen ist eine sehr stimmungsvolle, atmosphärische dichte Erzählung, welche gekonnt die letzten Tage R. L. Stevensons behandelt. Still und leise führt sie in die Welt des Schriftstellers vor der Kulisse der Südsee ein. Mord findet dabei ebenfalls Einzug wie die Sehnsucht nach Schottland, seine Krankheit, seine Ehe, sein Schaffen und sein Leben auf der Insel Samoa.
In wie weit dies alles den historischen Tatsachen entspricht, weiß ich nicht, doch ist dies für die Erzählung auch nicht von großer Bedeutung. Sie würde auch als reine Fiktion nicht an ihrer Kraft und Eindringlichkeit verlieren.