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Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens [Gebundene Ausgabe]

Jeffrey S. Young , William L. Simon , Charlotte Lyne
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

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Im Silicon Valley schlug die Geburtsstunde der digitalen Revolution. Hier wurden die ersten Computer zusammengelötet, hier entstanden die ersten Firmen, die auf die neue Technologie setzten, als ihre elektronischen Maschinen nur lange Zahlenreihen addieren und Lämpchen blinken lassen konnten. Das Silicon Valley und diese Gründerzeit der Computertechnologie sind auch die Geburtsstunde eines Unternehmens-Mythos: der Garagenfirma. In Vaters Garage, so will es die Legende, löteten und schraubten nickelbebrillte Highschool-Studenten nach Vorlesungsende an ihren Heimcomputern, nicht ahnend, dass sie damit den Grundstein für einen kometengleichen Aufstieg legten.

Diese Version mag für den Rechtsanwaltssohn und Privatschüler Bill Gates zutreffen, nicht aber für seinen ewigen Konkurrenten, den Apple-Gründer Steve Jobs. Dessen Geschichte ist ungleich wilder, unangepasster. Sie verbindet den Mythos des Outlaws mit dem des Computerrevolutionärs, denn Steve Jobs’ Karriere begann nicht in der väterlichen Garage, sondern bei Drogenexperimenten in den Hippie-Hochburgen Kaliforniens, bei New-Age- und Zen-Begeisterung und mit einem ausgedehnten Indientrip im Bettelgewand. Jobs kokettierte nicht mit dem Image eines Hippies, er war einer. Langhaarig, zottelbärtig, barfuss und in zerschlissenen Jeans nahm er seine ersten Geschäftstermine wahr, von seiner Idee besessen bis zur Renitenz. Nicht nur einmal hatte Jobs allein deswegen Erfolg, weil er sich weigerte, das Büro seines Gesprächspartners zu verlassen, bevor der nicht seinem Anliegen zugestimmt hatte. Zusammen mit seinem kaum weniger verschrobenen Kumpel Steve Wozniak gründete Jobs das Unternehmen Apple, das nicht zuletzt deshalb so hieß, weil man im Telefonbuch vor Atari stehen wollte. Wozniak war der besessene Bastler, Jobs aber der eigentliche Kopf des Unternehmens, nicht zuletzt seiner Begabung wegen, situativ, aus der Kraft des Augenblicks heraus, weitreichende Entscheidungen zu treffen.

Das Buch von Jeffrey Young und William L. Simon erzählt die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens, vor allem aber die eines außergewöhnlichen Menschen, der charismatisch und willensstark, hyperaktiv und egomanisch seinen Weg ging. Ein Sturschädel, der die boomende Firma Apple verließ, um sein neues Unternehmen NeXT zu gründen, der damit grandios scheiterte, um mit einer weiteren Hippie-Firma namens Pixar das Filmgeschäft neu zu definieren: digital. Und der, als Interims-CEO wieder zurück bei Apple, dann selbiges mit dem Musikbusiness tat: Mit sicherem Gespür dafür, was der Kunde wollte – nämlich die größtmögliche Freiheit beim Musikhören -- entstand unter Jobs ein Produkt, das Kult wurde, aber eigentlich das materielle Back-end einer Vertriebskette ist, die bei iTunes beginnt: der ipod.

„What’s next?“, das ist die große Frage, die das Buch aufwirft -- für welche Revolution wird der Name Steve Jobs als Nächstes stehen? Young und Simon erzählen die Lebensgeschichte dieses außergewöhnlichen Mannes mit Gespür für seinen Nonkonformismus und seine rastlose Getriebenheit. Trotzdem erscheint es dem Leser, als bliebe der Macher Steve Jobs ein Geheimnis, als würde ihn niemand so richtig kennen, auch die beiden Autoren nicht. Das Buch erzählt ein Märchen von begnadeten Technikern, glücklichen Zufällen und wahrer Überzeugungskraft. Vor allem aber von dem Feuer, das in Menschen brennen kann. -- Winfried Kretschmer

Pressestimmen

Wer im beruflichen oder privaten Leben gerne seine Mitmenschen nervt, beleidigt und terrorisiert, der wird die knapp 400 Seiten über den Gründer und Wieder-Boss von Apple begeistert weglesen. Plakativ und mit Freude an der Anekdote schildern Jeffrey Young und William L. Simon in ihrer boulevardesken Quasi-Biografie Steve Jobs' Marsch durch die technologischen Epochen von den 60ern bis heute. Mit besonderer Hingabe widmen sie sich seinen Zusammenstößen mit allen - von den Adoptiveltern bis zu Ex-Disneychef Michael Eisner. Nur: Wer nicht erst seit dem iPod weiß, was Apple ist, und auch schon von Steves zweiter Unternehmung Pixar gehört hat, der erfährt wenig Neues. Flach und trivial werden die Klischees vom „genialen, egomanischen Außenseiter" abgehandelt, der in den letzten Jahren menschlich gereift sei und zu dessen Stärken - wer hätte es geahnt - „seit jeher sein Managementgeschick" gehörte. (srü) -- kulturnews.de

Über den Autor

Jeffrey S. Young und William L. Simon gehören zu den Insidern des Silicon Valley und sind mit zahlreichen Veröffentlichungen auf dem amerikanischen Buchmarkt vertreten. Von Jeffrey S. Young liegt auf Deutsch vor: »Steve Jobs. Der Henry Ford der Computerindustrie« und »Cisco - Streng vertraulich«; von William L. Simon »Die Kunst der Täuschung« (zusammen mit Kevin D. Mitnick). -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Vor Jahren hatten Skeptiker getönt, der damals noch junge und unreifere Jobs habe außer seinem Talent für bravouröse Auftritte wohl nichts zu bieten. Während seines ersten Aufstiegs bei Apple umgab den jugendlichen Technologie-Fürsten eine Arroganz, die ihn kalt und hohl erscheinen ließ auch wenn er die Grenzen dessen, was sich mit einem Personal Computer alles machen ließ, beständig erweiterte. Er fand zwar Anhänger, aber für die ging es eher um den Kult.Die 15 Jahre, die er nach dem Rausschmiss aus seiner eigenen Firma in der Wüste verbrachte, haben ihn von Grund auf verändert: Sie haben ihn menschlich gemacht.Nie wurde das so deutlich wie im Januar 2000 auf der MacWorld-Expo im Moscone Convention Center in San Francisco. Auf dieser Veranstaltung stand Steve Jobs an einem frostkalten Morgen an einer emotionalen Schwelle, von der viele Menschen geglaubt hatten, dass er sie nie erreichen würde. Und wie üblich in der mehr als ein Leben umspannenden Welt dieses Mannes vollzog sich auch dieser Schritt unter den Augen von Tausenden von Zuschauern.Denen, die aufmerksam genug waren und genau hörten, was er sagte, gab Steve Jobs zu verstehen, wie sehr er sich verändert hatte. Der Applaus übertönte beinahe seine Stimme, als Steve in einem im Ablauf nicht vorgesehenen und nicht zu PR-Zwecken gedachten Moment gegen Ende der Präsentation sein Bekenntnis herausschrie.Die Durchführung der Präsentation auf der kultgleichen alljährlichen Macintosh-Messe in San Francisco ist ein entscheidender Bestandteil im Leben eines Apple-Geschäftsführers. Steve hatte dies Jahre zuvor initiiert. Nachdem er aus dem Unternehmen geworfen wurde, setzten seine Nachfolger diese Tradition fort. Keiner konnte aber Steve in dieser Hinsicht das Wasser reichen, und als er zu Apple zurückkam, erhob er diese Präsentationen zu einer Kunstform.Steve, der inzwischen eine Brille trägt und allmählich kahl wird, hatte auf das Finale hingearbeitet. Ein schwarzer Rollkragenpullover und ein Paar abgetragene Jeans zeugten von seiner unerschütterlichen Verachtung für die übliche Business-Uniform. Mit einem zurückhaltenden, bescheidenen Lächeln warf er das letzte Bild auf die gigantische Leinwand hinter ihm. Zu lesen war nun der Titel, den er zu der Zeit innehatte: Interimsgeschäftsführer.Allein auf der Bühne, lief er in der Hitze des Rampenlichtes auf und ab. Er sprach anerkennend darüber, wie hart ein jeder bei Apple seit seiner Rückkehr gearbeitet hatte, und berichtete auch von seiner zweifachen Verantwortung als Leiter von Apple und Pixar. Nach zweieinhalb Jahren , sagte er, haben wir hoffentlich unseren Aktionären bei Pixar und auch unseren Aktionären bei Apple zur Genüge bewiesen, dass wir diese Sache mit der Doppel-Geschäftsführerschaft wohl wirklich ganz gut im Griff haben. Also werde ich weder an meinen Pflichten bei Pixar noch an denen bei Apple etwas ändern.Aber ich freue mich, Ihnen heute mitzuteilen, dass ich das WortInterim -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
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