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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genialer Tyrann, 23. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens (Gebundene Ausgabe)
Irgendwie nachvollziehbar, dass Apple dieses Buch nicht promotet - und irgendwie auch nicht. Denn die Autoren zollen Steve Jobs gebührenden Respekt als jemanden, der drei Branchen (Computer, Musik, Film) revolutioniert hat, sie zeichnen detailliert nach, was Jobs entweder selber geleistet oder in die Wege geleitet hat. Sie zeigen allerdings auch, dass der junge Jobs ein genialer Tyrann bzw. ein ziemliches Ekelpaket war, der Menschen hart rannahm, nicht immer fair behandelte und sich mit allen Tricks durchzusetzen wusste. Dennoch handelt sich um kein unfaires Buch. (Jobs soll sich inzwischen auch besser im Griff haben ;-) Es führt einem nochmal vor Augen, wie Apple mit (und zeitweise auch ohne) Jobs erfolgreich wurde. Gleichzeitig wird deutlich, was Steve Jobs mit seiner Zweitfirma Pixar in der Computeranimation vollbracht hat, und warum nur einer wie er mit dem Doppelpack iTunes/iPod die Musikindustrie verändern konnte. Für Apple ist dieses Buch sicherlich ein zweischneidiges Schwert, für den Leser aber ein eindrucksvolles Porträt eines Menschen und einer Ära. Am meisten hat mich erstaunt, wieviele Einzelerfolge Jobs inzwischen auf seiner Liste hat, und vor allem, wieviele erfolgreiche Pixar-Blockbuster-Filme darunter sind.
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34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine außergewöhnliche schlechte Übersetzung, 15. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens (Gebundene Ausgabe)
Inhaltlich ist das alles - nicht nur für Apple-Fans - äußerst interessant bis hochspannend. Was mich aber extrem genervt hat, ist die schlampige und lieblose Übersetzung, die teilweise vermuten lässt, dass dort nicht ein kompetenter Mensch, sondern eine Software am Werk war. Da finden sich hölzerne, offensichtlich wörtliche Übersetzungen des Originals ohne Rücksicht auf deutsche Satzkonstruktionen, fehlende Satzteile usw. Absoluter Hammer ist aber, dass in einem Buch, dass sich mit einem Computerhersteller auseinandersetzt, das amerikanische "silicon" mit "Silikon" übersetzt wird und diesen Werkstoff so zu einem wesentlichen Bestandteil von Halbleitern macht. Früher gab es in Verlagen Lektoren, die sich mit den Inhalten von Büchern auseinandergesetzt haben, aber vielleicht ist das mittlerweile zuviel verlangt. Wer sich an solchen "Feinheiten" nicht stört und keinen Wert auf sprachliche Qualitäten legt, findet ein spannendes Stück Wirtschaftsgeschichte und zum Teil tiefe Einblicke in menschliche Abgründe.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Für Liebhaber von Heldengeschichten, 10. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmens (Gebundene Ausgabe)
Von einem Fan eine neutrale Kritik zu erwarten, ist etwa so unsinnig wie das Ansinnen, Bush die Hauptrolle in Pretty Woman II zu geben. Damit also alles klar ist: Ich mag Heldengeschichten, mag Steve Jobs und mag Apple. Obwohl ich als hartnäckiger Obstverweigerer gelte. Da ich die Applegemeinde ohnehin nicht zum Kauf dieses Buch überreden muss, will meine Besprechung nichts anderes als die Vergrösserung der Glaubensgemeinschaft. Liebhaber und Liebhaberinnen von Heldengeschichten müssen das Gemeinschaftswerk von Jeffrey Young und William L. Simon kaufen, weil es alles enthält, was eine gute Story ausmacht. So wie Marilyn Monroe ist auch Steve Jobs ein Waisenkind, das bei Adoptiveltern aufwuchs. Doch der kleine Steve löste sich viel früher von der Opferrolle. Und die Geschichten, wie er seinen Willen durchsetzte, sind die Lektüre dieser Biografie schon wert. Aber Jobs wäre kein richtiger Held, wenn er sein Leben geplant hätte, immer nur der Glückspilz gewesen wäre, kein Gespür für die richtigen Helfer gehabt und sich artig wie Heinz Rühmann benommen hätte. Die Biografen von Steve Jobs haben bewundernswerte Recherchierarbeit geleistet, ein kleines Heer von Helfern auf den Weg geschickt und die Materialfülle schliesslich bändigen können. Das war sicher auch möglich, weil sie bereits mit anderen Büchern Erfolg hatten. Was die bisherige Lebensgeschichte des Apple-Gründers so schön und unterhaltsam aufzeigt, ist die Unplanbarkeit des Lebens. Während wir in den letzten Jahren mit Ratgebern überhäuft werden, was wir auf dem Weg zum Glück wann und wie tun sollten, liegt mit diesem Buch erneut ein lebendiger Beweis vor, dass sich die Realität nicht um solch wirre Theorien des Machbaren kümmert. Was das dicke Werk ebenfalls erahnen lässt, sind mögliche Veränderungen einer Person, wenn das Schicksal etwas anderes mit ihr vorhat. Denn wenn Niederlagen starke Erschütterungen auslösen, werden verschüttete Kanäle freigelegt, die auch das Verhalten eines Menschen beeinflussen. Die Wandlungen des Steve Jobs mögen im Rückblick gesehen zwingend wirken, prognostiziert hatte sie niemand. Und letztlich blieb der Kern seiner Persönlichkeit trotz aller Niederlagen und Siege der in frühen Jahren vorgeformte. Obwohl es um Computer geht und die Autoren zu den Insidern des Silicon Valley gehören, ist es keine fachchinesische Biografie. Im Gegenteil, IT-Laien werden durch Geschichten vom Leben in eine Welt eingeführt, die ihnen vorher bestimmt mehr Rätsel aufgab als nach der Lektüre. Jetzt, wo Steve Jobs wieder der Herr über Apple ist, geht die Story weiter. Wie die Geschichte ausgeht, steht ebenso in den Sternen wie ihr Anfang im Dunkeln lag. Sicher ist nur, dass es keine gewöhnliche Erzählung mit einem langweiligen Ende werden wird. Mein Fazit: Für die Applegemeinde ein Muss, für Aussenstehende ein toller Einstieg, mehr über Helden, Unternehmen und ein Stück amerikanischer Geschichte zu erfahren.
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