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Als der junge Tristran von seiner angebeteten Victoria aufgefordert wird, ihr einen gefallenen Stern von jenseits der Mauer zu holen, stürzt er sich guten Mutes in das Abenteuer. Er verschwendet kaum einen Gedanken darauf, wie seltsam es ist, dass sein Vater ihn ohne Widerspruch ziehen lässt, darf doch sonst niemand jenes geheimnisvolle Land betreten.
Nach ersten Schwierigkeiten gelingt es ihm tatsächlich, den Stern zu finden. Doch die Gestalt des gefallenen Himmelskörpers entspricht so gar nicht seinen Erwartungen, und zu allem Überfluss haben es noch andere auf diesen Schatz abgesehen. In seiner Naivität weiß Tristran kaum zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, und wenn er unterwegs nicht auf einen ihm wohlgesonnen Weggefährten gestoßen wäre, würde seine Reise längst ein vorzeitiges Ende gefunden haben. Stattdessen lernt er viel über das magische Potenzial, das in ihm ruht, und macht sich auf den Weg zurück nach Wall, um zu guter Letzt das Herz seiner Liebsten zu erobern -- oder kommt alles anders?
Die Geschichte ist nicht ganz neu und erinnert streckenweise an Lud-in-the-Mist von Hope Mirrlees, einem heimlichen Fantasy-Klassiker aus dem Jahre 1926, der mit einem Vorwort von Neil Gaiman neu aufgelegt wurde. Doch Sternwanderer zaubert aus bekanntem Stoff eine eigenständige Geschichte, die dem Märchenhaften jeden Kitsch nimmt und ihm seine düsteren Wurzeln zurückgibt.
Gaimans poetische Sprache verleiht der Erzählung ihren letzten Schliff und es ist der besondere Verdienst der Übersetzerin Christine Strüh, dass auch die deutsche Ausgabe mit diesem Vorzug ausgestattet ist. Schade nur, dass die kongenialen Farbillustrationen von Charles Vess den englischsprachigen Ausgaben von (Stardust) vorbehalten geblieben sind. Vom kitschigen Titelbild der deutschen Ausgabe sollte sich niemand abschrecken lassen: Sternwanderer ist ein wundervolles Buch! --Felix Darwin -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wenn das Glück strahlend blond vom Himmel fällt...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Sternwanderer: Der Roman zum Film (Taschenbuch)
Wussten Sie, dass man Sterne abschießen kann? Dass Sterne sich von Licht und Dunkelheit ernähren? Dass Sterne sich ein Bein brechen können? Dass Sterne nicht wissen, was ein Vollbad ist? Dass Hexen hinter Sternenherzen her sind?Wenn nein, dann vertiefen Sie doch Ihre astronomischen Kenntnisse durch einen Streifzug in Neil Gaimans "Sternwanderer". Wenn ja, dann sind Sie wohl ohnehin nahe dem kleinen englischen Ort Wall zu Hause. Dort, wo die Geschichte 1837 ihren Lauf nahm. Dort, wo seit Menschengedenken alle neun Jahre Markttag mit der märchenhaften Welt hinter der Mauer abgehalten wird. Dort, wo Realität und Fantasie eins sind. Worum es in "Stardust" (Originaltitel) genau geht? Um Geister und Gift, Hexen und Halsabschneider, um Piraten, die durch die Wolken segeln, um den Durst nach ewiger Jugend und natürlich um die Liebe, die eingebildete und die wahre! Die Charaktere sind kunterbunt, mit Ecken und Kanten. Im Zentrum der Geschichte steht der junge Tristran Thorne. Als er eines Nachts sieht, wie im Land hinter der Mauer ein Stern niedergeht, macht er sich auf, um ihn seiner angeschmachteten Victoria als Liebesbeweis zu bringen. Wie so oft kommt es anders als geplant. Denn der gefallene Himmelskörper verfügt über einen himmlischem Körper. Er ist weiblich, wunderschön, etwas unterkühlt und trägt den Namen Yvaine. Auch Lamia, oberste der drei Lilim-Hexen, sehnt sich nach Yvaines Herz, allerdings aus weit weniger romantischen Gründen. Währenddessen übt sich Septimus, Prinz von Stormhold, - von all dem ungerührt - als Thronräuber. Kühl befördert einen Bruder nach dem anderen ins Reich der Geister. Am Ende kreuzen sich alle Wege und vieles, was verborgen war, erscheint in neuem Licht. Eine märchenhafte, kindlich schöne, aber nicht kindische Geschichte, gewürzt mit viel Ironie. Neil Gaiman at his best! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Märchenhafte Fantasy,
Rezension bezieht sich auf: Sternwanderer: Der Roman zum Film (Taschenbuch)
"Sternenwanderer" erzählt die Geschichte des jungen Tristran, der für seine Angebetete einen gefallenen Stern finden will. Dafür muss er in das magische Königreich Stormhold reisen, das hinter der großen Mauer seines Heimatdorfes beginnt.Tatsächlich findet Tristran den Stern in Gestalt des Mädchens Ivaine, doch schon bald sind die beiden auf der Flucht: Vor der Hexe Lamia, die Ivaine sucht, um ihr Herz zu stehlen und vor den Prinzen des Königreichs, die um das Erbe ihres Vaters streiten. Gottseidank gibt es noch die Luftpiraten mit ihrem grimmigen Käpt''n (der auch ein kleines Geheimnis verbirgt), die Tristran und Ivaine helfen, ihren Weg zurück zu finden... Die Erzählung ist ein wirklich schönes Märchen mit allem, was es dazu braucht: Prinzessinnen und Wunder, Magie, Tapferkeit, einen jugendlichen Helden, der sich zuerst selbst finden muss, und wirklich böse Hexen. Und garniert ist das alles mit dem wunderbar skurrilen Humor Neil Gaimans, was den "Sternenwanderer" auch für erwachsene Leser zu einem echten Genuss macht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
begeistert!,
Von Carlo Menzinger (Dettingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Sternwanderer: Der Roman zum Film (Taschenbuch)
wow! So ein Lesevergnügen hatte ich schon lange nicht mehr. Gerne auch mehr als 5 Sterne für dieses Märchen für Erwachsene, das ich nicht mehr weglegen konnte - glücklicherweise hat es nur 200 Seiten...Die Geschichte aus dem Feenland erinnerte mich etwas an Anekdoten über ebenjenes Reich, die mir vor Jahren in Irland erzählt wurden. Sehr schön, wie die Charaktere herausgearbeitet werden, wodurch deren Denk- und Handlungsweise stimmig wird. Intelligent und spannend, wie die einzelnen Handlungsstränge aufgebaut werden, dann aufeinander zulaufen, sich wieder entfernen, um schliesslich zu verschmelzen - einfach mitreissend. Geradezu genial ist die Gestaltung des Endes; die Erzählung ist so verwoben, dass mehrere Szenarien möglich sind. Für Leser, die ihre Kindheit und Träume noch nicht ganz vergessen haben eigentlich ein Muß. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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