Nach Harry Potter und Der Herr der Ringe stieß ich auf Narnia und war davon enttäuscht. Also taperte ich ins Videoland und blieb vor Der Sternwanderer stehen. Ich erinnerte mich an folgenden Ausschnitt aus dem Trailer:
Ein Junge hält um die Hand seiner Traumfrau an. In dem Moment stürzt ein Stern vom Himmel, und zwar auf die andere Seite der Mauer, die an den Ort angrenzt. Niemand darf die Mauer überqueren und deshalb wird diese Mauer von einem alten Wächter bewacht. Der Junge verspricht dem Mädchen den Stern für sie zu suchen und ihn herzubringen. Wenn er es schafft, dann darf er sie heiraten. Also bricht er auf und wie es sich herausstellt ist der Stern eine junge Frau.
Das klang irgendwie schön ' aber es bildetet längst noch nicht die Rahmenhandlung.
Ich war durchweg erfreut und von dieser 'ja eigentlich soooo einfachen Story, die man schon 1000 Mal gesehen hat, aber die hier so wunderschön erzählt wird, dass der Film momentan zu meinen Lieblingsfilmen gehört!
Dieser Film beginnt mit einer kleinen irgendwie traurigen Liebesgeschichte, die nicht von Dauer ist. Dann erwächst daraus eine neue Liebesgeschichte, die dann in ein romantisches Märchen übergeht. Dann kommen Ritter und Hexen hinzu und das Fantasymärchen ist perfekt.
Die Ritter jagen einer Kette hinterher; denn der Prinz, der die Kette zurückbringt, der wird König. Allerdings ist durch die Kette aus Versehen ein Stern vom Himmel gefallen. Der Held der Geschichte will seiner Angebeteten den Stern bringen, damit sie ihn heiratet. Die 3 Hexenschwestern brauchen das Herz eines Sterns (eines strahlenden Sterns!!!), da sie dadurch einige Hundertjahre länger leben können (mittlerweile sind die alt und zerfallen und 300 Jahre alt). Von den 3 Hexen darf eine den Rest des letzten Herzens essen, um wieder jünger und kräftiger zu werden, und den Stern zu suchen...allerdings altert sie mit jedem Zauber wieder (sehr lustig anzusehen). So sind alle auf der Suche nach dem Stern, da 'sie auch die Kette' um den Hals hängen hat. Es ist schön, wie der junge Tristan und der Stern sich annähern.. Durch den gemeingefährlichen Piraten, der in Wirklichkeit eine Tunte ist, aber das geheim halten muss, lernt der junge Hauptdarsteller ein echter Mann zu werden, um später gegen die Hexen und seinen Konkurrenten anzutreten. Dann ist da noch die Straßengraben Hexe, die die Mutter des jungen Helden seit über 20 Jahren als Vogel verzaubert gefangen hält'..ohne das es beabsichtigt wird, löst sich am Ende alles in Wohlgefallen auf'.
Hier gibt es Familienzusammenführungen, die wahre Liebe, Hass, Mord, Intrigen, Zauber, Ekel, Humor, Action', verzauberte Ziegen, ;0) einen tuntigen Kapitän, der einfach wundervoll von Robert De Niro gespielt wird'eine Hexe, die so lieblich und gleichzeitig böse perfekt ist, dass auch die älteren Zuschauer sich fürchten- von Michelle Pfeiffer verkörpert...es gibt die guten Ritter und die bösen und hinterhältigen Hexen' und das beste: Jeder einzelne Handlungsstrang wird am Ende mit einem Paukenschlag in einer wunderschönen Weise aufgelöst und man bekommt ein richtig gutes und schönes Gefühl!!!
Ich schäme mich nicht zu sagen, dass dies das momentan schönste Fantasymärchen für Erwachsen ist, das man innerhalb eines Filmes (110 Min.) erzählen kann, ohne eine Trilogie daraus machen zu müssen
Hier stimmt wirklich alles!!
Die Idee mit dem Reisen bei Kerzenschein; die Erkennung der wahren Liebe des Hauptdarstellers; das süße Spiel von Claire Danes als Stern; das Schicksal der Mutter, das durch den Sohn eine Wendung nimmt; der tuntige Pirat (?) der den Helden zum Helden macht; die genialen Hexendarstellungen, die so sind, wie man sich Hexen immer vorgestellt hat; die guten Ritter (sehr lustig mit anzusehen, wie sie sich erst gegenseitig umbringen durch Intrigen ;0); das Schicksal der 'Straßengraben-Hexe', die soooo wichtig für die ganze Handlung ist; der Konkurrent des Hauptdarstellers'.
Keine Charaktere ist hier sinnlos, da es nur Hauptdarsteller und wichtige Nebendarsteller gibt. Bei diesem Film spürt man die Magie und auch, dass hier viel Liebe und Zeit investiert wurde!
Ich bin noch immer berauscht von diesem Film und deshalb lesen sich meine Sätze wohl ein wenig abgehackt oder verworren'
Das ist ein Märchen, dass man gerne weitererzählen möchte'ein Märchen, an dem man festhält'