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Sterntaucher
 
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Sterntaucher [Broschiert]

Astrid Paprotta
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 406 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596157714
  • ISBN-13: 978-3596157716
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 333.777 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Astrid Paprotta
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein junger Mann wird tot auf einem Friedhof aufgefunden. Der Streifenpolizist Dorian Kammer, der an den Tatort gerufen wird, erkennt in dem Toten seinen eigenen, jüngeren Bruder. Den ermittelnden Kollegen eröffnet sich ein seltsames Bild: Die Leiche ist zwar durch eine Unzahl von Messerstichen verunstaltet, wurde andererseits jedoch fast liebevoll aufgebahrt.

Kommissarin Ina Henkel beginnt ihre Spurensuche bei der Familie des Streifenpolizisten, der mit seinem Bruder bei Pflegeeltern aufgewachsen ist. Die eigentlichen Eltern sind vor Jahren spurlos verschwunden. Besonders die leibliche Mutter scheint in diesen Familienverhältnissen immer noch eine äußerst zwielichte Rolle zu spielen. Verschiedene Spuren führen die Kommissarin zuerst ins Strichermilieu und dann in das Umfeld eines Snuff-Video-Rings. Im Laufe ihrer Ermittlungen setzt sie nach und nach ein Puzzle zusammen, das ihr am Ende eine abgrundtiefe Familientragödie offenbart.

Der aus Frankfurt stammenden Autorin Astrid Paprotta gelingt in ihrem zweiten Psycho-Thriller um die junge Kommissarin Ina Henkel eine bedrohliche Schilderung des Zerfalls einer Familie. Paprotta erzählt geradlinig, sehr detailgenau und immer spannend. Dank ihrer lebensnahen Schilderung wird Sterntaucher zu einem aufschlussreichen Psychogramm, das die Abgründe unseres Alltags auslotet. Dabei fällt angenehm auf, dass die Autorin weder anklagt, noch ihre Figuren als Symbole einer verwahrlosten -- deutschen -- Gesellschaft missbraucht.

Sterntaucher hat noch nicht ganz das Niveau in der internationalen Thriller-Oberliga mitzuspielen, ragt jedoch weit über das Mittelmaß gängiger Spannungsliteratur hinaus. --Christian Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Die Zeit, 25.04.2002
Tobias Gohlis weiß von Kollegen, die über dieses Buch nicht schreiben mochten, weil sie es so "verstörend" fanden. Bei ihm dagegen hat es sofort gefunkt: von der ersten Seite an fühlte er sich von der Autorin "sicher durch alle Katastrophen geleitet". Starke Worte für einen Krimi! Worum geht es? Die Geschichte beginnt auf dem Friedhof, erzählt Gohlis, zwei Männer und eine Fotografie, der eine Mann ist tot, der andere sein Bruder, der Streifenpolizist Dorian Kammer. Das Foto zeigt die beiden Brüder als Kinder und ihre Mutter, es liefert auch die Motive für den Mord. Beim Versuch, den Fall aufzuklären, verstrickt sich Kommissarin Ina Henkel, eine "horoskopsüchtige Bildzeitungsleserin", die Gewalt hasst, tief in die Familiengeschichte der Kammers. Gohlis bewundert ungemein das psychologische Einfühlungsvermögen der Autorin, die es auch noch vermag, den "Wahn" mit raffinierten sprachlichen Mitteln abzubilden, so dass sich das Geschehen "wie eine Selbstbohrschraube" in die Katastrophe dreht. Astrid Paprotta ist eine "deutsche Nachfolgerin der großen Patricia Highsmith", stellt Gohlis fest.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte geht einem bedrohlich nahe, da der Stil, in dem sie erzählt wird, recht nüchtern ist und dadurch ein um einiges realerer Eindruck der Szenerie entsteht, als bei anderen Geschichten dieser Art.
Das Buch wechselt ab zwischen Dorians Flashbacks (wenn er mit Robin „spricht“) und Inas Ermittlungen, sowie deren Privatleben.
Die Stimmung des Buches und auch die, welche beim Leser entsteht, ist eine sehr düstere, die aber auch den Hoffnungsschimmer in sich birgt, daß sich alles irgendwie in Wohlgefallen auflösen könne, was es aber letztendlich nicht tut.
Die Charaktere werden dem Leser sehr bewußt und man kann sich v.a. in Ina, aber auch in Dorian, hineinversetzen, was einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen läßt.
Die Figur der Katja Kammer wird hauptsächlich durch Inas Mutmaßungen über diese beschrieben, so daß sie einen mysteriösen Glanz bekommt.
Das Buch geht einem so nahe, daß man es - obwohl es sehr gut und mitreißend geschrieben ist - ab und an aus der Hand legen muß, obwohl man eigentlich weiterlesen möchte...

So...und nun lest dieses Buch: ES LOHNT SICH WIRKLICH! Ich bestell mir jetzt auch gleich das erste Buch mit der Kommissarin Ina Henkel: Mimikry.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe lange keinen so guten "Krimi" mehr gelesen, wobei ich dieses Buch - obwohl von atemloser Spannung - nicht eigentlich als Krimi bezeichnen würde. Eher als Psychogramm und Blick in absolute seelische Abgründe. Die Gestalten (Katja, Dorian, Robin, Ina etc.) sind facettiert gezeichnet, man kriecht förmlich beim Lesen in deren Seele - und vergißt alles um sich herum. Kurz gesagt: das ist mehr als nur ein Buch, ein Krimi, eine Geschichte. Es könnte einfach alles so geschehen sein, was mich stark vermuten läßt, daß hier autobiographische Züge dahinterstecken. So scherzhaft präzise kann doch sonst niemand von menschlichen Abgründen schreiben!
Meine Empfehlung: dieses Buch nur dann lesen, wenn man es nicht vordergründig auf Entspannung und eine nette Geschichte abgesehen hat. Es ist ein Buch, das es einem nicht leicht macht - das aber gerade deshalb so gigantisch gut ist.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Astrid Paprotta neuer Roman „Sterntaucher" erschien im Eichborn Verlag. „Das ist mein Bruder", flüstert der Streifenpolizist Dorian Kammer beim Anblick der Leiche am Tatort. Der Bruder wird auf einem Friedhof gefunden und die Kommissarin befragt Dorian nach seiner Familie. Dabei kommt ein düstere Kindheit ans Licht - Katja Kammer, die Mutter der beiden Brüder, war einst eine hoffnungsvolle Sängerin, deren Karriere nur von kurzer Dauer war. Es folgten Drogen und Prostitution. Als die Kinder zu Pflegeeltern gegeben wurden, verschwand Katja Kammer. Die Lebensgeschichte von Dorian und seinem Bruder sind gegensätzlich, der eine wählte die Laufbahn eines bürgerlichen Polizisten und der andere geriet auf die schiefe Bahn. Ina Henkel erfährt von dem Leben der faszinierenden und charismatischen Frau und läßt sich auf diese ein. Die Geschichte der Katja Kammer fesselt Ina Henkel dermaßen, daß sie fast zu befangen ist, den Fall sauber zum Anschluß zu bringen..

Astrid Paprotta zeigt mit diesem ein Psychgramm, ein reeles, schockierendes Leben einer zerrüttenden Familie. Astrid Paprotta entführt auch durch ihre besondere und zeitenverwobene Ausdrucksweise in eine Welt, in der Gewalt, Drogen und Prostitution existieren und Opfer den Tod und deren Täter menschenverachtenden Voyeurismus erfahren. Es ist ein hervorragend unverhohlen analysierter Roman zum Nachdenken.

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