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Das Sterntalerexperiment. Mein Leben ohne Geld [Gebundene Ausgabe]

Heidemarie Schwermer
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Kurzbeschreibung

2001
Schritt für Schritt ist Heidemarie Schwermer aus den bestehenden Strukturen ausgestiegen und in eine neue Freiheit hineingewachsen. Seit vier Jahren lebt die ehemalige Lehrerin, Motopädin und Psychotherapeutin ohne Geld. Ihr Buch ist nicht nur die Beschreibung eines intensiv und engagiert gelebten Lebens, sondern zugleich eine Ermutigung, unser Wertesystem zu überdenken und alternative Formen des Miteinanders zu wagen."Es war einmal ein Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte." Seit vier Jahren lebt Heidemarie Schwermer ohne Geld. Was zunächst als Sterntalerexperiment für ein Jahr geplant war, entwickelte sich für sie zu einem neuen, geglückten Lebensmodell. Nach der Flucht ihrer Familie aus Ostpreußen machte Heidemarie Schwermer bereits in frühester Kindheit die bedrückende Erfahrung von materieller Armut und verlorenem Selbstwertgefühl. Damals reifte in ihr der Entschluss, an der Überwindung der Kluft zwischen Arm und Reich mitzuwirken, um ein lebenswertes Miteinander auf der Erde zu schaffen.
Doch bedurfte es zahlreicher Anläufe, ehe ihr Traum Wirklichkeit werden konnte. Heidemarie Schwermer ließ sich von diesen Fehlschlägen nicht en tmutigen. Sie wuchs an ihrem Scheitern und ging geläutert aus ihren Misserfolgen hervor. Im Mai 1996 war es dann soweit. Sie verschenkte ihre Möbel, gab ihre Wohnung und ihre Praxis als Psychotherapeutin auf und kündigte ihre Krankenversicherung. Seither wohnt sie in Häusern und Wohnungen von Menschen, die auf Reisen sind. Was sie zum Leben braucht, ertauscht sie sich über den von ihr gegründeten Tauschring der Gib-und-Nimm-Zentrale in Dortmund. Als sie nach einem Jahr Bilanz zog, stellte sie fest, dass ihr Leben durch die vielen und intensiven Kontakte zu anderen Menschen an Reichtum gewonnen hatte. Auch Begriffe wie Arbeit, Freizeit und Urlaub kamen in ihrem Denken nicht mehr vor. Ihr Leben war zu einer Einheit geworden.
In unserer Zeit beobachten wir zwei gegenläufige, polarisiernde Entwicklungen. Einerseits wächst die Zahl der Menschen, die aus dem Arbeitsprozess herausfallen und sich zu einem Leben am Rande der Gesellschaft verurteilt sehen. Es wächst aber auch die Zahl derer, d ie immer mehr arbeiten und durch die geforderte Wachstumsdynamik ihre Fähigkeit für wahre Kommunikation verlieren. Das Sterntalerexperiment ist ein Modell der Hoffnung. Heidemarie Schwermer lebt vor, dass die Wege von Haben und Sein nicht deckungsgleich verlaufen müssen. Nichts haben, viel sein - mit dieser Lebensdevise stellt sie die gängigen Wertvorstellungen auf den Prüfstand.
"Seit vier Jahren lebe ich nun ohne Geld. Ich werde immer wieder gefragt, warum ich das mache ... Mir geht es keineswegs darum, dass alle es so machen wie ich ... Mir geht es eher um Impulse, um Anregung zum Nachdenken über die Strukturen. Warum glaubt die Masse der Leute, dass der breite Weg der richtige ist, ein großes Haus, ein schnelles Auto, mehrere Urlaube im Jahr .... ?"


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Riemann Verlag (2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570500160
  • ISBN-13: 978-3570500163
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 498.171 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Warum ich das mache? ... Mir ist klar, dass Geld ziemlich praktisch ist, und dass wir nicht mit dem Hirsch auf dem Rücken losgehen können, um ein Pfund Kaffee einzutauschen ... doch unkonventionelle Handlungen bringen Bewegung ins Leben." (SPIEGEL-Interview mit Ralf Hoppe ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Klappentext

"Warum ich das mache? ... Mir ist klar, dass Geld ziemlich praktisch ist, und dass wir nicht mit dem Hirsch auf dem Rücken losgehen können, um ein Pfund Kaffee einzutauschen ... doch unkonventionelle Handlungen bringen Bewegung ins Leben."
SPIEGEL-Interview mit Ralf Hoppe -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum nicht einmal "anders" denken? 1. Mai 2001
Von evistie VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Wohl den meisten wird, was die Verfasserin in ihrem Selbsterfahrungsbuch beschreibt, fremd bleiben. Glücklich durch Nichtbesitz und nicht vorhandene Sicherheit (z. B. Krankenversicherung)? Fängt man, wie ich, aus Neugier in der Mitte an zu lesen, wo sie das bereits praktizierte beschreibt, neigt man zum Kopfschütteln. Oft nicht wissen, wo man morgen schläft? Hunger schieben, weil gerade niemand mit der Autorin "Leistung" tauschen will? Frieren, weil keiner warme Klamotten zum Tausch gegen Leistung anbietet? Gewiß nicht einfach, da ihr Glücksgefühl nachzuempfinden, wenn wieder mal ein "Wunder" passiert. Doch wenn man, wie es sich gehört, ihre Geschichte von Anfang an liest, versteht man zumindest, was die Autorin dazu bewegt hat, so zu leben, wie sie lebt, und man möchte ihr alle Daumen drücken, daß sie ihr Sterntaler-Projekt doch noch in die Köpfe vieler Menschen installiert bekommt. Aber die Zeiten sind nicht so, und die Menschen schon mal gar nicht, und so wird das Buch ein liebenswerter Erfahrungsbericht einer "Spinnerin" bleiben, die eine ihr adäquate Lebensform voller Gottvertrauen und Glauben an Wunder und Engel gefunden hat. Und dem Leser bleibt, über die von ihr propagierte Lebensform "gib und nimm" zumindest einmal nachzudenken.
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5.0 von 5 Sternen Sterntalterexperiment 3. Januar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Habe das Buch zum Verschenken gekauft, und nicht selber gelesen. Aber der Kurzinhalt ist sehr vielversprechend.
Der Geschenkte hat sich nicht beschwert:)
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