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Sterntagebücher (Taschenbuch)

von Stanislaw Lem (Autor), Caesar Rymarowicz (Übersetzer)
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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung


Mit dem Erzählzyklus über die Erlebnisse des Weltraumfahrers Ijon Tichy, eines kosmischen Münchhausens der künftigen Jahrhunderte, ist Stanislaw Lem ein literarisch großer Wurf geglückt.
Paradox, einfallsreich, sprühend vor Ideen, hat Lem konventionelle Methoden von Satire und Allegorie übernommen und sie parodistisch gegen die Science-Fiction gekehrt. Lem schickt den Leser tief in die Zukunft, treibt dort ein höhnisch-launisches, scharfsinnig erfinderisches Spiel und holt ihn dann wieder belehrt auf die Erde zurück.
Tichy, nie verlegen, besucht die kuriosesten Staatswesen der Galaxis, geht auf Kulupenjagd, korrigiert die Vergangenheit, besteht den Kampf mit räuberischen Riesenkartoffeln und den noch schwereren mit sich selbst, erschafft zeitreisend durch verrückte Experimente Marskanäle und erzählt herzerfrischend wahnwitziges Zeug über die eigene Abkunft. Ins Spiel der freien Phantasie mischen sich jedoch ernste philosophische Spekulation und politische Anspielung.


Autorenporträt

Stanislaw Lem, 1921 in Lwow (Lemberg, Ukraine) geboren, lebt in Krakau. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das man auf die berühmte Insel mitnehmen sollte, 24. August 1999
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Sterntagebücher (Taschenbuch)
Mit den Sterntagebüchern hat Stanislaw Lem eine Sammlung von Geschichten geschrieben, die es wirklich verdient hat, auf die berühmte einsame Insel mitgenommen zu werden. Schon deas Vorwort, eine gelungene Parodie auf wissenschaftlichen Schreibstil, in dem die Absurdität der Vermutung, Ijon Tichy (der Held des Romanes) habe sich beim Verfassen seiner Werke eines LEMs bedient, wo doch jeder wisse, das dies die erste Mondlandefähre, ein äusserst primitives Gerät also sei, dargelegt wird, ist äusserst lesenswert. Neben amüsanten Geschichten wie der Zeitschleife, wo sich die verschiedenen Inkarnationen des Piloten im Raumschiff treffen und streiten, gibt es auch sehr politische Geschichten. Da ist zum Beispiel die Geschichte von Tichys Landung auf einem Planeten, deren Bewohner, obwohl normale Landlebewesen, immer im Wasser leben müssen, weil der grosse Vorsitzende die Fischwerdung für ein grosse Projekt und eine erstrebenswerte Utopie hält: Eine kaum verhohlene Anspielung auf den real existierenden Sozialismus, die aber erstaunlicherweise durch die Zensur gekommen ist. Da gibt es eine Geschichte von einem im und durch seinen Erfolg gescheiterten Solipsisten, der Maschinen konstruiert hat, die Bewusstsein haben und die glauben, in einer ganz normalen Welt zu leben, die ihnen über ein Programm vorgespielt wird (die 'Matrix' lässt grüßen); von der Landung auf einem Planeten, bei dem ein biotechnologische Evolution alles möglich und nichts besser gemacht hat, ...

Man kann auf so kurzem Raum gar nicht andeuten, was es in diesem Buch an nachdenkenswerten und spannenden Geschichten dargeboten wird. Meine Empfehlung: Selber Lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen amüsante Kurzgeschichten, 9. Januar 2000
Von Ein Kunde
Diese Rezension stammt von: Sterntagebücher (Taschenbuch)
Stanislaw Lem schreibt meist Science Fiction für hintersinnige Menschen mit einem großen Fremdwortschatz. Die Sterntagebücher sind nicht ganz so hintersinnig, dafür aber witziger. Es sind Kurzgeschichten des Raumfahrers Ijon Tichy, der auf seinen Reisen abstruse Begebenheiten durchlebt (z.B. Die Reise durch die Zeitschleife, in der er sich selbst vom Vortag begegnet und so sehr mit ihm/sich streitet, daß sie sich gegenseitig bei der Rettung behindern). Über die Erlebnisse des Helden läßt sich herzlich schmunzeln. In den meisten Geschichten ist außerdem eine deutliche Gesellschaftskritik zu hören, die die Geschichten nicht ins Niveaulose abgleiten lassen. Aber leider sind die Geschichten nur zum schmunzeln und nicht zum herzlichen lachen. In manchen Gesellschaftskritiken hätte mir persönlich ein wenig mehr Subtilität besser gefallen. Das Buch gehört dennoch zu den intellligentesten Science Fiction Büchern (Lem spielt einfach in einer höheren Liga) und ist sehr lesenswert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der moderne Münchhausen, 11. April 2006
Diese Rezension stammt von: Sterntagebücher (Taschenbuch)
Als grosser Lem-Fan ging ich an dieses recht umfangreiche Werk heran, wobei mir der Protagonist Ijon Tichy der Weltraumfahrer bereits aus 'Der futurologische Kongreß' bekannt war.

Gleich die erste Geschichte stiess mich ab, obwohl die Geschichte von den Zeitenstrudeln die zu Zeitparadoxa führen erzählerisch nicht schlecht gewesen war. Da aber hatte ich (noch) nicht die tiefere Absicht des Werkes erkannt, die sich mir dann im weiterlesenden Forschen kundtat: Das Werk sollte die typisch Lem'sche Ideenvielfalt vereinen mit einer Parodie auf die SF unserer Tage. Doch das ist nicht die einzige Absicht des Buches. Lem erkannte die Möglichkeit einen 'modernen' Baron Münchhausen zu schaffen, was ihm meiner Ansicht nach ausgezeichnet gelungen ist. Abgesehen davon sind auch tiefsinnigere Ansätze - gut verborgen - in dem Buch enthalten.
Man denke an die Darstellung einer Parallel-Zivilisation aus der Sicht eines Außenstehenden (12.Reise). Oder an das Scheitern eines hohen Werkes an zwischenmenschlicher Ignoranz und Egozentrismus (18.,20.Reise). Wie in der gängigen SF werden auch kosmische Rätsel auf eine bestimmte Weise erklärt, wobei diese Erklärungen (absichtlich) haarsträubend sind, weil sie - pseudowissenschaftlich - erklärt werden. Doch manche Geschichten wissen auch zu erschrecken weil sie trotz der Absonderlichkeit ihrer Einfälle (eßbare Möbel) einen wahren Kern enthalten, was der aufmerksame Leser dann auch erkennt: Denn die Schrecken der gentechnischen Veränderung sind ohne allzugrossen ironischen Abstand geschildert. Zwar macht sich Lem dort lustig über die Körperformen, doch hält er diese Entartung scheinbar durchaus für möglich (21.Reise). Auch die Traumreise über das galaktische Gericht enthält einen Schreckenskern: Die verurteilenswerte menschliche Neigung zur Vernichtung des oder der Anderen, seine Neigung zur Gewalt(8.Reise, man beachte wie oft sich Tichy 'schämt'!). Die Zusatzgeschichten (Aus den Erinnerungen Tichys) sind in grösserem Maße kritisch als satirisch. Sie denken offen über Menschheitsträume nach (Gott zu werden in der Geschichte über Prof. Corcoran,Unsterblichkeit, Homunkulus- Prof. Sasul, Zeitmaschine - Dr. Molteris). Und er läßt durch diese Geschichten diese Menschheitsträume der modernen SF zu ALPträumen werden. Besonders gruselig ist die Geschichte über Dr. Diagoras, der Androiden erschaffen will und diesen schließlich - folgerichtig - zum Opfer fällt. Darin steckt auch die Warnung, daß sich solche Dinge nicht kontrollieren lassen, weil man das Wissen erst im Experiment erwirbt. Man merkt nämlich eben bei dieser Geschichte keine ironische Distanz, was bezeichnend ist...
So sind die Sterntagebücher zwar teilweise ein Spaß, sogar ein sehr erheiternder. Aber sie enthalten auch ernstgemeinte Aussagen und Befürchtungen ...und auch Angriffe auf die Religion sind enthalten (Wörtlichnehmung der Verkündigung, Folgerichtige Zersetzung des Glaubens bis zum störrischen 'Dennoch-Glauben' an Gott, etc.)

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5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker
Stanislaw Lem ist mit seinen Sterntagebüchern ein absoluter Literaturklassiker gelungen, der auch nicht Science-Fictions Fans, wie mich, begeistert. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Torben Last veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Klassiker!
Es hat bei mir ziemlich lange gedauert, bis ich mich von Freunden überzeugen ließ, mal mit Stanislav Lem zu beginnen...
ich kann nur sagen: es hat sich sehr gelohnt! Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Stefan Paischer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Grandios
Das Buch strotzt einfach vor witzigen und hintersinnigen Ideen. Lem schildert in seinen Kurzgeschichten vieles, was andere Autoren sonst viel breiter auswalzen. Lesen Sie weiter...
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Was ist gute Science-Fiction? Riesige Weltraumflotten die sich zwischen Explodierenden Sternen gigantische Schlachten liefern? Lesen Sie weiter...
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Die 1971 erschienenen Sterntagebücher von Stanislaw Lem sind nicht zu Unrecht zu einem Meilenstein der philosophischen Science-Fiction geworden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. November 2007 von Media-Mania.de

5.0 von 5 Sternen Eine willkommene Farbe im vielseitigen Schaffen eines großen Geistes.
SF auf höchstem intellektuellem Niveau.
Im Gegensatz zu seinen überigen Werken hat S.LEM in den Sterntagebüchern den Humor 'entdeckt'. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Mai 2007 von Galdor

4.0 von 5 Sternen Nicht Lem's bestes Werk, aber trotzdem absolut lesenswert
Die Sterntagebücher gehören -trotz ein paar kleinerer Schwächen- zum Pflichtprogramm für jeden Sci-Fi-Aficionado. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. März 2006 von Monsterhummer

5.0 von 5 Sternen Schrill komisch, extrem geistreich und ein wenig prophetisch
Stanislaw Lem gehört für mich, neben Isaac Asimov, zu den ganz großen ScienceFiction-Autoren. Beide haben einen ähnlichen Hintergrund als Wissenschaftler und das merkt man ihren... Lesen Sie weiter...
Am 28. Februar 2005 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Skuril Phantastisch
Stanislaw Lems Sterntagebücher schäumen nur so vor Erfindungsspass über. Mit den bizarrsten Einfällen, ausserordentlichsten Skurilitäten, vergnüglichsten Spielen und groteskesten... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Februar 2004 von Torsten Olt

5.0 von 5 Sternen Wortwitz, "irre" Ideen und Schreiblaune
Eine bzw. viele Geschichten über den Weltraumfahrer Ijon Tichy, eines Hans-Dampf-in-allen-Gassen, die herrerreißend und gedankenvoll erzählt werden von einem etwas anderen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. September 2003 von cobold0815

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