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Sterntagebücher. Aus dem Polnischen von Caesar Rymarowicz. [Unbekannter Einband]

Stanislaw: Lem
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Berlin. Verlag Volk und Welt. 1980. (1980)
  • ASIN: B002QC7GMK
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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4.7 von 5 Sternen
4.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Stanislaw Lem gehört für mich, neben Isaac Asimov, zu den ganz großen ScienceFiction-Autoren. Beide haben einen ähnlichen Hintergrund als Wissenschaftler und das merkt man ihren Büchern positiv an.
Die Sterntagebücher enthalten eine Sammlung von Episoden aus dem Leben des Weltraumfahrers Ijon Tichy. Dahinter steht das humorvoll-konsequente Weiterdenken diverser wissenschaftlicher Forschungen, wie sie bereits vor Jahrzehnten begannen. Am meisten verblüfft dabei, wie treffend ihm der Blick in die Zukunft gelingt. Manches, was er beim ersten Erscheinen seiner Sterntagebücher noch als mögliche Entwicklung prognostizierte, ist mittlerweile tatsächlich eingetroffen. Jedes Mal, wenn beispielsweise neue Errungenschaften der Gentechnik oder Nachrichten über die 'Vermüllung des Weltalls mit Elektronikschrott' veröffentlicht werden, stelle ich fest, das kennst du doch schon aus den Sterntagebüchern - und das läßt künftig noch manch Bizarres erwarten...
Mehr von den einzelnen Geschichten zu verraten, hieße ihnen die Pointen stehlen. Lem bereitet uns mit den skurilen Erlebnissen seiner Hauptfigur, ein irre komisches und zugleich intelligentes Lesevergnügen.
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Mit den Sterntagebüchern hat Stanislaw Lem eine Sammlung von Geschichten geschrieben, die es wirklich verdient hat, auf die berühmte einsame Insel mitgenommen zu werden. Schon deas Vorwort, eine gelungene Parodie auf wissenschaftlichen Schreibstil, in dem die Absurdität der Vermutung, Ijon Tichy (der Held des Romanes) habe sich beim Verfassen seiner Werke eines LEMs bedient, wo doch jeder wisse, das dies die erste Mondlandefähre, ein äusserst primitives Gerät also sei, dargelegt wird, ist äusserst lesenswert. Neben amüsanten Geschichten wie der Zeitschleife, wo sich die verschiedenen Inkarnationen des Piloten im Raumschiff treffen und streiten, gibt es auch sehr politische Geschichten. Da ist zum Beispiel die Geschichte von Tichys Landung auf einem Planeten, deren Bewohner, obwohl normale Landlebewesen, immer im Wasser leben müssen, weil der grosse Vorsitzende die Fischwerdung für ein grosse Projekt und eine erstrebenswerte Utopie hält: Eine kaum verhohlene Anspielung auf den real existierenden Sozialismus, die aber erstaunlicherweise durch die Zensur gekommen ist. Da gibt es eine Geschichte von einem im und durch seinen Erfolg gescheiterten Solipsisten, der Maschinen konstruiert hat, die Bewusstsein haben und die glauben, in einer ganz normalen Welt zu leben, die ihnen über ein Programm vorgespielt wird (die 'Matrix' lässt grüßen); von der Landung auf einem Planeten, bei dem ein biotechnologische Evolution alles möglich und nichts besser gemacht hat, ...

Man kann auf so kurzem Raum gar nicht andeuten, was es in diesem Buch an nachdenkenswerten und spannenden Geschichten dargeboten wird. Meine Empfehlung: Selber Lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der moderne Münchhausen 11. April 2006
Von Wanderer
Format:Taschenbuch
Als grosser Lem-Fan ging ich an dieses recht umfangreiche Werk heran, wobei mir der Protagonist Ijon Tichy der Weltraumfahrer bereits aus 'Der futurologische Kongreß' bekannt war.

Gleich die erste Geschichte stiess mich ab, obwohl die Geschichte von den Zeitenstrudeln die zu Zeitparadoxa führen erzählerisch nicht schlecht gewesen war. Da aber hatte ich (noch) nicht die tiefere Absicht des Werkes erkannt, die sich mir dann im weiterlesenden Forschen kundtat: Das Werk sollte die typisch Lem'sche Ideenvielfalt vereinen mit einer Parodie auf die SF unserer Tage. Doch das ist nicht die einzige Absicht des Buches. Lem erkannte die Möglichkeit einen 'modernen' Baron Münchhausen zu schaffen, was ihm meiner Ansicht nach ausgezeichnet gelungen ist. Abgesehen davon sind auch tiefsinnigere Ansätze - gut verborgen - in dem Buch enthalten.
Man denke an die Darstellung einer Parallel-Zivilisation aus der Sicht eines Außenstehenden (12.Reise). Oder an das Scheitern eines hohen Werkes an zwischenmenschlicher Ignoranz und Egozentrismus (18.,20.Reise). Wie in der gängigen SF werden auch kosmische Rätsel auf eine bestimmte Weise erklärt, wobei diese Erklärungen (absichtlich) haarsträubend sind, weil sie - pseudowissenschaftlich - erklärt werden. Doch manche Geschichten wissen auch zu erschrecken weil sie trotz der Absonderlichkeit ihrer Einfälle (eßbare Möbel) einen wahren Kern enthalten, was der aufmerksame Leser dann auch erkennt: Denn die Schrecken der gentechnischen Veränderung sind ohne allzugrossen ironischen Abstand geschildert. Zwar macht sich Lem dort lustig über die Körperformen, doch hält er diese Entartung scheinbar durchaus für möglich (21.Reise). Auch die Traumreise über das galaktische Gericht enthält einen Schreckenskern: Die verurteilenswerte menschliche Neigung zur Vernichtung des oder der Anderen, seine Neigung zur Gewalt(8.Reise, man beachte wie oft sich Tichy 'schämt'!). Die Zusatzgeschichten (Aus den Erinnerungen Tichys) sind in grösserem Maße kritisch als satirisch. Sie denken offen über Menschheitsträume nach (Gott zu werden in der Geschichte über Prof. Corcoran,Unsterblichkeit, Homunkulus- Prof. Sasul, Zeitmaschine - Dr. Molteris). Und er läßt durch diese Geschichten diese Menschheitsträume der modernen SF zu ALPträumen werden. Besonders gruselig ist die Geschichte über Dr. Diagoras, der Androiden erschaffen will und diesen schließlich - folgerichtig - zum Opfer fällt. Darin steckt auch die Warnung, daß sich solche Dinge nicht kontrollieren lassen, weil man das Wissen erst im Experiment erwirbt. Man merkt nämlich eben bei dieser Geschichte keine ironische Distanz, was bezeichnend ist...
So sind die Sterntagebücher zwar teilweise ein Spaß, sogar ein sehr erheiternder. Aber sie enthalten auch ernstgemeinte Aussagen und Befürchtungen ...und auch Angriffe auf die Religion sind enthalten (Wörtlichnehmung der Verkündigung, Folgerichtige Zersetzung des Glaubens bis zum störrischen 'Dennoch-Glauben' an Gott, etc.)

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5.0 von 5 Sternen Zeitlos
Auch wenn der technische Fortschritt die geschilderten fiktiven Ereignisse längst hinter sich gelassen hat ist das eigentliche Thema völlig zeitlos und von daher... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Wenn ich ein Buch gelesen habe werfe ich es weg veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ijon Tichy ist einfach schräg!
Die Sterntagebücher sind die Beschreibung der Reisen des Weltraumpiloten Ijon Tichy, der mit seiner ganz persönlichen kleinen Rakete gewissen Aufträgen folgend kreuz... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Ulrike Georgi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Münchhausiaden welcher Wirklichkeit?
Wieder mal hilft einem der Verlag. Die Suhrkamp-Taschenausgabe von 2003 enthält auf der nichtnummerierten Seite 2 eine im Prinzip ausgezeichnete Skizzierung des Inhalts der... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Werner Lange-Altos veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Nicht einfach zu lesen, aber voll abgefahrener Ideen
Wer kennt nicht die Verfilmungen von Raumpilot Ion Tichy von und mit Oliver Jahn? Aus diesem Buch bezieht Jahn seine Ideen und setzt sie in perfekter Weise um. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von JPT veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Grandios
Lem schafft mit seinen Sterntagebüchern das, was selten einem Autor gelingt. Unter einem Mantel von viel Witz verblüfft er den Leser in jeder Geschichte mit der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Juli 2010 von S. Baum
4.0 von 5 Sternen Höchst amüsant!
Professor Tarantoga versucht wieder einmal, den Sternenreisenden Ijon Tichy dazu zu überreden, ihm von seinen Reisen zu erzählen. Der aber weigert sich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Juni 2010 von Stefan Erlemann
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker
Stanislaw Lem ist mit seinen Sterntagebüchern ein absoluter Literaturklassiker gelungen, der auch nicht Science-Fictions Fans, wie mich, begeistert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von clixer
5.0 von 5 Sternen Ein großartiger Klassiker!
Es hat bei mir ziemlich lange gedauert, bis ich mich von Freunden überzeugen ließ, mal mit Stanislav Lem zu beginnen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Februar 2009 von Stefan Paischer
5.0 von 5 Sternen Grandios
Das Buch strotzt einfach vor witzigen und hintersinnigen Ideen. Lem schildert in seinen Kurzgeschichten vieles, was andere Autoren sonst viel breiter auswalzen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2008 von Babywal
5.0 von 5 Sternen Die Seele der Science-Fiction!
Was ist gute Science-Fiction? Riesige Weltraumflotten die sich zwischen Explodierenden Sternen gigantische Schlachten liefern? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2008 von Oliver Retz
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