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Sternstunden statt dunkles Mittelalter [Broschiert]

Thomas E. Woods
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

22. August 2006
Keine Institution hat die abendländische Zivilisation mehr geformt als die 2000 Jahre alte katholische Kirche - und das durch Leistungen, von denen wir vielleicht nie etwas gewusst oder die wir vergessen haben. "Sternstunden statt dunkles Mittelalter" ist ein durch und durch positives Buch, ohne Irrungen und Irrtümer zu beschönigen. Es ist Pflichtlektüre für alle, die verlorene oder verdrängte Wahrheiten wiederentdecken möchten. Sie werden u.a. erfahren: Wie die moderne Wissenschaft in der Kirche entstanden ist. Wie katholische Priester die Idee der Marktwirtschaft entwickelt haben und wie die westliche Gesetzgebung aus dem kanonischen Recht entstanden ist.

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Produktinformation

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Mm Verlag, Aachen; Auflage: 1., Aufl. (22. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3928272721
  • ISBN-13: 978-3928272728
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 15,2 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 970.842 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Professor Thomas E. Woods jr. ist der Verfasser des New York Times Bestsellers "The Politically Incorrect Guide to American History", außerdem von "The Church Confronts Modernity: Catholic Intellectuals and the Progressive Era" und "The Church and the Market: A Catholic Defense of the Free Economy". Er besitzt vier Abschlüsse an amerikanischen Eliteuniversitäten der Ivy League, darunter den Bachelor of Arts der Universität Harvard und den Doktortitel der Universität Columbia. Professor Woods lehrt "westliche Zivilisation", gilt als profilierter Essayist für historische Themen und lebt mit seiner Familie in Coram, New York.

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Kundenrezensionen

3.2 von 5 Sternen
3.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Treb Melsa TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Ein wirklich lesenswertes Buch des libertären Professors Thomas E. Woods; ein Buch, welches mit vielen Vorurteilen über das Mittelalter und die katholische Kirche aufräumt.
Jedem Leser zu empfehlen, der auch bereit ist sich mit seinen eigenen - eventuell auch lieb gewonnenen - Vorurteilen kritisch auseinanderzusetzen.

Auch und gerade für Ökonomen, die die Geschichte und Wurzeln ihrer Wissenschaft nachfragen, interessant.
Im Kapitel über Kirche und Wirtschaft geht Woods der Geschichte der Wirtschaftstheorie nach. Er zeigt überzeugend, dass die Lehre vom freien Markt nicht ihren Ursprung mit Adam Smith in der Epoche der Aufklärung hat, sondern längst weitgehend von scholastischen Gelehrten theoretisch erfasst worden war:
Der Franziskaner Pierre de Jean Olivi (1248-1298), der eine Wertlehre, die auf subjektivem Nutzen basiert, formulierte.
Bernhardin von Siena (1380-1444), der diese Wertlehre in sein Werk einbaute.
Jean Buridan (1300-1358), der wichtige Beiträge zur Geldtheorie leistete und zeigte, dass das Entstehen von Geld als Tauschmittel spontan auf freien Märkten begründet wurde.
Bischof Nikolaus von Oresme (1325-1382), ein Schüler Buridans, der in seinen monetären Arbeiten die negativen Folgen des staatlichen Geldmonopols nachwies.
Thomas de Vio Cajetan (1468-1534), Kardinal Cajetan kann als der Begründer der Erwartungstheorie in der Wirtschaft betrachtet werden.
Die spanische Spätscholastik, auch Schule von Salamanca:
Die Krönung sind die Arbeiten einer Gruppe von Theologen-Juristen des spanischen goldenen Zeitalters, wie jene Epoche vom Ökonomie-Professor Jesús Huerta de Soto genannt wird. Nicht nur, dass die Arbeiten dieser Gruppe zum Entstehen der modernen Rechtswissenschaften (z. B. für das Strafrecht und für das Internationale Recht) entscheidendes geleistet haben, sondern Gelehrte wie
- Martin de Azpilcueta, Ehrenname: Doctor navarrus (1492-1586)
- Kardinal Juan de Lugo (1583-1660)
- Luis de Molina (1535-1600)
lieferten wesentliche Beiträge zur Wirtschaftstheorie, z. B. zur subjektiven Wertlehre, zur Preistheorie und zur Währungstheorie (z. B. erste Formulierungen der Quantitätstheorie des Geldes).

Woods zeigt, unter Hinzuziehung des Werkes von Murray Newton Rothbard, dass die Vorarbeiten der Scholastiker, also die Arbeiten innerhalb der thomistisch-aristotelischen Tradition, im späten 19. Jahrhundert in den Arbeiten der 'österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre' kulminierten. Einer Schule, die auch heute noch als 'Austrian School of Economics' existiert und an etlichen Universitäten in den USA, in Spanien, in Frankreich, in den Niederlanden oder der Tschechischen Republik ihre Vertreter hat.
Carl Menger, dessen 'Grundsätze der Volkswirtschaftslehre' von 1871 als Geburtsstunde der 'österreichischen Wirtschaftsschule' gelten, führte z. B. in seinen Anmerkungen Werke der Schule von Salamanca als Quelle an.
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von wegen dunkles Mittelalter 24. September 2006
Format:Broschiert
Dieses Buch räumt mit vielen Vorurteilen gegenüber der katholischen Kirche und dem angeblich so "dunklen Mittelalter" auf. Wer wirklich an der Wahrheit interessiert ist, sollte es unbedingt lesen. Dabei werden dunkle Punkte der Kirchengeschichte keineswegs verschwiegen. Aber es zeigt auf, dass das allermeiste, worauf der Westen heute so stolz ist - Menschenrechte, Freiheit, Wissenschaft, Gesetzesordnung, Gebrauch der Vernunft - im Schoß der katholischen Kirche entstanden oder durch die Kirche gefördert und veredelt worden ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein weiteres lesenswertes Buch von Woods 17. August 2007
Von Mädchen
Format:Broschiert
Der amerikanische Historiker und Autor Thomas Woods hat dem "Conservative Bookclub" ein Interview über sein neues Buch, "How the Catholic Church Built Western Civilization" gegeben.

Hier ein paar Auszüge, von mir übersetzt:

Menschen tendieren dazu zu denken, Religion und Wissenschaft seien Gegensätze, aber Sie behaupten, die westliche Wissenschaft sei ein Geschenk der Kirche. Wie kann das sein?

Gewisse christliche Ideen eignen sich für den wissenschaftlichen Ansatz - Gott ist rational, Gottes Ordnung ist Ausdruck Seiner Güte. Es wird möglich, die natürliche Welt als autonom zu sehen, reguliert von Naturgesetzen - das würde man von einem ordnungsliebenden Gott erwarten. Im Islam dagegen ist es viel schwieriger eine solche Behauptung aufzustellen. Wann immer man auf Naturgesetze hinweist, betrachten Muslime sie als Verstoß gegen die absolute Souveränität Allahs, der so willkürlich handeln kann wie er nur wünscht.

Sie lehren an Hochschulen. Was wissen Ihre Studenten über die Geschichte der westlichen Zivilisation -und der katholischen Kirche?

Im Grunde nichts. Das sage ich nicht ironisch oder als Witz - wirklich nichts, sogar jene, die auf katholischen Schulen waren. Es kommen Leute zu mir die mir sagen, daß sie in einem Semester in meiner Klasse mehr gelernt haben als in 12 Jahren an einer katholischen Schule.

[Anmerkung RG: Und Woods' Land hat eine Regierung, die beansprucht, für die westliche Zivilisation zu kämpfen - gewählt von Menschen, die vermutlich zu 95 % oder mehr in die von Woods beschriebene Kategorie fallen ... na das kann ja noch heiter werden!]

Einige Menschen sagen, daß der neue Papst sich für den Namen Benedikt entschied nach St. Benedikt (dem Vater des westlichen Mönchtums, dessen Benediktiner-Mönche nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches die europäische Kultur retteten), weil der Papst glaubt, daß Europa - und vielleicht die gesamte westliche Zivilisation - in Gefahr ist, in ein neues finsteres Zeitalter zu kollabieren. Was glauben Sie? Wenn das der Fall ist, kann die katholische Kirche irgendetwas dagegen tun?

Ich glaube, die Gefahr existiert und es ist interessant, daß in den frühen Jahrhunderten des Christentums die Kirche den Wert menschlichen Lebens gegen gewisse heidnische Praktiken aufrechterhielt. Jetzt stellt sie fest, daß sie wieder von vorne anfangen muß. Und wenn die Kirche den Kollaps jemals aufhalten wird, wird sie es nicht tun, indem sie die säkulare Welt nachahmt, sondern indem sie den Mut hat, sich gegen sie zu stellen. Und man darf hoffen, daß Menschen guten Willens, wenn sie den Kontrast sehen zwischen der Kirche und der modernen westlichen Welt - ihre ästhetische Verarmung, ihre hochmütige Behandlung menschlichen Lebens, ihr Versagen, auch nur sich selbst zu reproduzieren - sich ihr anschließen werden in ihrer Bemühung um einen Wiederaufbau.

Daneben empfehle ich zur Vertiefung und Ergänzung auch Gustav Ruhlands Werke auf vergessene-buecher.de aus historischer und volkswirtschaftlicher Perspektive.
Ferner "Goethes Faust und das Neue Testament" vom Theologen Hans Hübner.
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