Die Mathematik steht nicht so im Blickfeld der Medien wie andere populäre Wissenschaften, z.B. Physik und Biologie. Manch einer könnte auf den Gedanken kommen, hier gäbe es nichts mehr zu entdecken.
Das dem nicht so ist, zeigt dieses Buch. In elf Kapiteln werden teilweise recht alte Rätsel, die Generationen von Mathematikern beschäftigten, erklärt und deren Lösungen nachgezeichnet. Im ersten Kapitel werden die Primzahlen, deren Faktorzerlegung und ihre Bedeutung für die Kryptographie erläutert. Der Autor geht dabei sehr sorgfältig und detailliert vor. Auch dem Laien gelingt es leicht zu folgen, denn neben dem verständlichen Text findet der interessierte Leser Schaubilder, Tabelle und Abbildungen, die wiederum hilfreich untertitelt sind.
In den nächsten Kapiteln geht es um Mengenlehre, Zahlensysteme, das zehnte Hilbertsche Problem und das berühmte Vierfarbenproblem. Im Jahre 1976 wurde das Vierfarbenproblem mittels Rechenkraft von Computern gelöst. Diese hatten Daten ermitteln können, die kein Mathematiker hoffen konnte, alle Schritte per Hand zu überprüfen. Doch damit einher ging die Veränderung eines mathematischen Beweises wie ihn die Mathematiker bis dahin kannten und der nun durch Computerkraft eine Veränderung erfuhr. Der Autor nimmt sich genügend Raum um auf diese wichtige Entwicklung einzugehen.
In den beiden letzten Kapiteln wird es dann für den Laien schon etwas schwieriger. Es geht um Knoten und Topologie, sowie um Algorithmen. Doch die Vortragsweise bleibt auch hier verständlich und da die Probleme interessant und realitätsnah sind, wird es sogar zwischendurch richtig spannend.
Dem Autor ist es gelungen den Leser in einen aktuellem Streifzug durch die moderne Mathematik führen. Ihn auf Probleme und deren Lösungen aufmerksam zu machen und Interesse nach mehr zu wecken. Das Buch ist allgemeinverständlich geschrieben und ist für den lernenden Jugendlichen genauso gut geeignet wie für den interessierten Laien. Neben einem übersichtlichem Inhaltsverzeichnis, enthält das Buch am Ende zu jeden Kapitel gezielte Literaturhinweise und einen Index. Durch den Index ist es auch als späteres Nachschlagewerk dienlich.