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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
64 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Existenzialismus light,
Von
Rezension bezieht sich auf: Sternstunden der Bedeutungslosigkeit (Broschiert)
Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, mir ein Buch von Rocko Schamoni zu kaufen. Genauso wenig wie von Udo Lindenberg oder Campino. Das war für mich bisher die gleiche Liga. Aber wenn es dir von einem lieben Menschen unter den Weihnachtsbaum gelegt wird, dann sollte man so offen sein und wenigstens mal reinschauen. Erst recht wenn der Titel des Buches literarisch schon sehr gelungen ist. Ach, was sage ich: der Titel ist mehr als gelungen - er ist genial. Und noch besser - er beschreibt genau das, was den Leser in diesem Buch erwartet. Das ganz normal bedeutungslose Leben eines abgebrochenen Kunststudenten, der alles sein will, nur nicht normal. Dann lieber gar nichts sein, ganz bewusst bedeutungslos. Das ist laut dem Protagonisten allemal besser, als in einer Scheinwelt zu leben. Das zu tun, was alle anderen tun. Dem Leben eine Bedeutung zu geben. Denn nichts hat Bedeutung, erst recht nicht das Leben.Es hätte ein richtig existenzialistischer Roman werden können. Doch Schamoni steigt nicht tiefer ein in die Thematik, bleibt auf dieser spätpubertären "Weltschmerz-alles- ist-Scheiße-und-verlogen-Ebene" hängen und nimmt den Leser stattdessen lieber mit auf seine Kneipentouren und Streifzüge durch den Hamburger Kiez. Und so bleibt diese Geschichte wie die seines ebenfalls singenden Kollegen Sven Regener nur die eines liebenswürdigen Verlierers. Trotzdem mag ich Schamonis Romanhelden Sonntag, genauso wie auch Regeners Herrn Lehmann oder Tommy Jauds Vollidioten. Denn sie zeigen wie hoffnungslos es ist, sich dem gesellschaftlichen Bedeutungszwang zu entziehen. Und diese Erkenntnis hat keiner der ernsthaften Existenzialisten jemals so unterhaltsam und lesenwert zwischen zwei Buchdeckel gepackt, wie Schamoni es getan hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
vom König der Überflüssigen,
Von RockBrasiliano (Costa Banana) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER)
Rezension bezieht sich auf: Sternstunden der Bedeutungslosigkeit (Broschiert)
Michael Sonntag, der traurig-komische Held des Romans lebt in Hamburg und studiert Kunst. Ja, das Studium ist eigentlich nicht so wichtig.. Was ihm dort alles so wiederfährt, auf der Jagd nach Sinn, einem Auskommen und nicht zuletzt nach Liebe, erfahrt ihr in diesem Buch. Es ist ein teilweise unglaublich witziges Buch, durch treffende Situationsbeschreibungen und die bekannten Phrasen der Suffphilosophie, bei dem einem das Lachen aber auch manchmal im Halse stecken bleiben kann, denn hier äußert sich auch Kritik am täglichen Stumpfsinn, Eitelkeit und einer Gesellschaft, die das Unverbindliche auf ein sehr hohes Podest gestellt hat..Man kann das Buch auch so lesen..(unverbindlicher Hinweis ;) ) Ich finde, ein Buch dass sehr in den Bereich der Norddeutschen Großstädte (Hamburg, Berlin) passt. Wer mit "Fleisch ist mein Gemüse" und ähnlichen Büchern was anfangen konnte, der ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Vorsicht, wenn man den Tag vielleicht noch was vorhat, man ist geneigt das Buch in einem Zug durchzulesen..
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29 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Dorfpunk im Roggen,
Rezension bezieht sich auf: Sternstunden der Bedeutungslosigkeit (Broschiert)
Ich fing an zu lesen und musste nach etwa vier bis fünf Minuten das erste Mal laut lachen, der halbe Zug guckte mich an. Jemand legte sein Glennkill zur Seite um neugierig nach meinem Buchtitel zu spicken. Das tat er noch öfter, als er merkte mit welch leuchtenden Augen ich weiterlas.Dieses Buch ist das, was mich als vierundzwanzigjährigen Studenten mit leicht desillusionierter und zugleich verträumter Grundstimmung neben Selim Özdogans "Trinkgeld vom Schicksal" bislang am stärksten persönlich angesprochen hat. Die Sprache ist leichtfüßig und trotzdem liegt immer eine gewisse schöne Melancholie in den Worten. Man fühlt mit, treibt mit der Hauptfigur durch eine mal blinzelnde, mal hoffnungslose Weltansicht. Die Hauptfigur ist ein Kunststudent in Hamburg, der seinen Sinn im Sinnlosen sieht und versucht das Glück des Lebens zu erhaschen. Es werden in eine fortlaufende Erzählung einzelne Episoden eingebettet, die einem manchmal warm, manchmal schmerzlich genau an den eigenen Alltag erinnern. Immer wieder gibt es den Spagat zwischen unglaublichen und schmerzhaft bekannten Momenten, Gedanken, Träumen und Gefühlen. Am Ende ist man dann traurig, dass es vorbei ist. Oder gerade erst beginnt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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