"Sternbilder" ist von den Herausgebern Hans-Peter Neumann und Sara Schade mit einem Vorwort und Einleitungen versehen und von Erik Simon um detaillierte Anmerkungen zu den einzelnen Texten ergänzt worden.
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Einzelne Geschichten aus dem Band herauszugreifen und explizit zu rezensieren, wäre sicher möglich und doch Beckmesserei. Erik Simon schildert teilweise skurrile Geschehnisse mit dem ihm eigenen hintergründigen Humor, sendet Botschaften, ist ernsthaft und zugleich satirisch. "Schubladen" sind ihm zu sperrig, und egal, ob man einer Lesung Simons beiwohnt oder sich in seine Geschichten vertieft, man wird immer zu neuen Einsichten gelangen und scheinbar Gewöhnliches mit neuen Augen sehen. Hatte ich erwähnt, dass seine Texte -- ernste wie ironische -- immer ein teuflisches Vergnügen bereiten? Das sei hiermit nachgeholt.
Bislang war es nicht leicht, sich einen Überblick über das derzeitige Gesamtwerk Erik Simons zu verschaffen. Die Streubreite der einzelnen Texte ist beachtlich: Die zu DDR-Zeiten publizierten Storys finden sich zwangsläufig in wenigen Anthologien, aber wer hat schon all die nach der Wende erschienenen Heyne-Anthologien, kennt seine Zeitschriftenbeiträge und auch seine Pseudonyme, unter denen er allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Autoren veröffentlicht hat? Die Herausgeber und der Autor haben sich eine Sisyphusarbeit vorgenommen, um die sie nicht zu beneiden sind.
Dieser erste Bandes kann sich -- auch dank eines großartigen Titelbildes von Franz Miklis -- nicht nur sehen lassen, er überzeugt durch Vielseitigkeit und die Zusammenstellung der Geschichten ebenso wie durch die ausführlichen und kompetenten Einleitungen zu den einzelnen Abschnitten. Sternbilder ist ein Glanzlicht innerhalb der deutschsprachigen Science Fiction, ohne Wenn und Aber. --Helge Basler
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