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Stern der Ungeborenen [Unbekannter Einband]

Franz Werfel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband: 714 Seiten
  • Verlag: Dt. Bücherbund (1970)
  • ASIN: B0000BU4I9
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.679.744 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Autorenportrait

Franz Werfel (1890 - 1945) wurde als Kaufmannssohn in Prag geboren. Während seines Studiums befreundete er sich mit Franz Kafka und Max Brod. 1917 lernte er Alma Mahler-Gropius kennen, die er später in Wien heiratete. Die Werfels emigrierten 1938 nach Frankreich, von wo sie zusammen mit Golo Mann zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien flohen. Über Lissabon gelangten sie schließlich in die USA. Franz Werfel starb an einem Herzleiden in Los Angeles. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sein letztes Meisterwerk 18. Juli 2004
Format:Taschenbuch
Der Roman handelt von einer futuristischen
Gesellschaft mehrere hunterttausend Jahre
nach unserer Zeit. Die Menschheit hat alle
ihre Schwächen überwunden und lebt in nahezu
völlger Vergeistigung.

Stinkende und lärmende Motoren zur Fortbewegung
sind abgeschafft. Man bewegt stattdessen mittels
eines Reisegeduldsspieles, dem sogenannten Mentelebol,
das Ziel im Geiste auf sich zu. Nur die allerträgsten
Menschen dürfen politischer Führer werden, weil die
agilen Macher ohnehin nur Schaden anrichten und es
sich in der Vergangenheit gezeigt hat, daß es besser
gewesen wäre, wenn ein Politiker überhaupt nichts
unternommen hätte.

Unglaublich phantasievoll werden Alltag,
Wissenschaft und Religion (Judentum und Katholizismus
haben die jahrhunderttausende überlebt) dieser Kultur
in einem vielschichtigen Roman ausgebreitet.
Kaum ein Buch hat mich so fasziniert wie dieses.

Geschrieben hat Werfel es in Erwartung seines Todes
durch ein Herzleiden. Es ist das Vermächtnis
des großen jüdischen Romanciers und Humanisten
Franz Werfel für die Menschheit.

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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolutes Meisterwerk 12. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Ich muss sagen, dass mich kaum ein Buch bisher so fasziniert hat wie dieses. Werfels "Opus ultimum", er vollendete es zwei Tage vor seinem Tode, ist eigentlich die Quintessenz seines Schaffens. Werfels Genie fÃr Sprache und Ausdruck, seine HumanitÃt, sein Einfallsreichtum und seine mystischen Neigungen vereinigen sich hier zu einem Meisterwerk sui generis. Insbesondere die Episode des "Wintergartens" ist von solcher Sprachgewalt und IngeniösitÃt, dass man den Vergleich mit den allerbesten Werken der Menschheitsgeschichte kaum zu scheuen braucht (wie Ãbrigens auch Thomas Mann feststellte).
Als EinschrÃnkung möchte ich allerdings anmerken, dass das Buch verstÃndlicher und daher lesbarer wird, wenn man schon andere Romane Werfels gelesen und mit sich mit seiner Gedankenwelt vertraut gemacht hat. Ähnlich wie Thomas Manns "Doktor Faustus" strotzt "der Stern der Ungeborenen" vor mehr oder minder offenen Verweisen auf die Literatur und die Menschheitsgeschichte, sodass es ungemein viel zu entdecken gibt.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Sprache Werfels und ihre unglaubliche Tiefe fesseln den Leser, der mit dem Autor in eine fremde Welt der Zukunft geworfen wird und das unerträgliche Glück des irdischen Paradieses ertragen muß - Krieg, Arbeit und Leid existieren nicht mehr. Doch stets scheint diese "menschliche Konstante des Leids" erhalten, denn auch hunderttausend Jahre nach den Anfängen der Menschheit kann ein einziges Blutvergießen das Ende Edens bringen.
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