Ich brauchte einige Zeit, bis ich so richtig in die Geschichte reingekommen bin, da es anfangs etwas verwirrend ist.
Es beginnt mit der Ernennung eines Magiers zum Kommandanten einer Schwarzen Festung. Was dieser durch irgendwelche Intrigen geschafft hat. Dann lernt man Laisa kennen, ein Katzenmensch, die aber nicht vom gleichen Volk ist, sondern nur als Findling zum Gromsvolk gekommen ist. Sie ist ein Wildfang und merkt immer mehr dass sie nicht in dieses Volk gehört. Als sie zum ersten Mal eine Wagenkolone begleiten darf erscheint ihr als großes Abenteuer, aber auch als endgültiger Abschied. Und dann ist da noch diese geheimnisvolle Frau, die irgendwie vertraut riecht.
Als sie dieser unterwegs in einen Wald folgt, landet sie irgendwie in einer anderen Welt. Dort sind seltsame stinkende Leute und so viele Farben, die Menschen und Tiere wie eine Aura umgeben. Sie findet einen Artgenossen, der ist allerdings gefangen und bei der versuchten Rettung wird sie selbst gefangen und lernt dann von ihren Mitgefangenen mehr über diese Welt. Dort sind Magier, viele Völker und die Leute werden in Farben eingeteilt, die sie zwar sieht, ihr aber nichts ausmachen. Es gibt Götter, die von den dortigen aber teilweise auch als Dämonen bezeichnet werden usw. alles erst mal sehr kompliziert.
Dann begleitet man noch Khaton, er arbeitet unter anderem Namen als Lehrer, doch eigentlich ist er Evari und soll über den Frieden wachen, doch in den Dämmerlanden kommen immer wieder Unruhen auf. Er bekommt die Aufgabe, Laisa bei ihrer Bestimmung zu helfen.
So mehr verrate ich mal nicht. Wie es Laisa und ihren Gefährten ergeht und mit welchen Problemen sich Khaton rumschlagen muss, müsst ihr selber lesen.
Es ist, wie schon gesagt, anfangs verwirrend...ist sie wirklich in einer anderen Welt...vom Himmel gekommen, wie kurz mal von Menschen angedeutet wird? Was hat es mit den Farben auf sich? Warum werden die Leute krank wenn sie bestimmten Farben zu nahe kommen? Oder können nur Essen in ihrer Farbe zu sich nehmen? Fand ich etwas seltsam, aber da muss man als Leser mit Laisa in die verwirrende Welt reinwachsen. Die anfangs störenden bzw verwirrenden Sachen gehören schnell zu der Geschichte dazu, auch wenn man vergeblich auf Aufklärung wartet. Es ist schon nach wenigen Seiten sehr interessant...die Erkundung der Welt, ihre Gefangennahme, ihre weiteren Abenteuer...man kann es wirklich schwer aus der Hand legen, da man doch wissen möchte, wie es weiter geht. Laisa und ihre Gefährten sind recht gut beschrieben und es wird mit ihnen wirklich nicht langweilig. Auch Khaton, der erst mal wie einverschrobener Alter wirkt, brachte mich dann doch zum schmunzeln, als er wieder zu seiner eigentlichen Aufgabe zurückkehrt.
Obwohl ich im 3. und 4. Kapitel wirklich nicht so recht wusste, was ich von dem Farbendurcheinander, dem Götter oder Dämonenhickhack und dem mysteriösen Weltenwechsel halten sollte, hat sich das Buch zu einer guten und fesselnden Geschichte entwickelt. Es hat mir sehr gut gefallen und ich warte schon auf die Fortsetzung.