Hans Bemmann erzählt in seinem dystopisch anmutenden Roman die Geschichte zweier Brüder, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Fred, der sich in seine eigene Welt der Wissenschaft flüchtet und, ohne es selbst zu bemerken, auf die Seite eines totalitären Info-Regimes überwechselt. Und Bert, der flatterhafte Musiker, der bald zum Opfer eben jenes Regimes wird. Dann ist das noch Freds Frau Stella, in die Bert sich unsterblich verliebt zu haben glaubt '
Nachdem dieses Buch jahrelang ungelesen im Regal ausharren musste, habe ich es nun beim Lesen nicht eine Sekunde bereut, es doch endlich zur Hand genommen zu haben. Obwohl Bemmanns ausschweifender Stil zunächst gewöhnungsbedürftig ist, reißt dieser Roman den Leser schnell mit. Spannend und so glaubwürdig, dass man die Seiten beider Brüder gut nachvollziehen und mit den ungleichen Hauptpersonen mitfühlen kann, entwickelt sich eine wirklich lesenswerte Geschichte.