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Sterben lassen: Über Entscheidungen am Ende des Lebens Taschenbuch – 21. September 2011

4.5 von 5 Sternen 11 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Die Entscheidungshilfen, die Jox entwickelt, bieten eine echte Orientierung und sind dabei sachlich und behutsam. (Deutschlandfunk)

Dieses Buch sollte man vor einem möglichen Ernstfall lesen, damit es dann nicht zu spät ist. (ntv.de) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ralf J. Jox ist Facharzt für Neurologie und Palliativmediziner, erwarb Doktorgrade der Medizin und der Medizinethik (München und Basel) sowie den Mastergrad in Medical Ethics & Law (London). Seine medizinethische Dissertation wurde 2009 mit dem Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung ausgezeichnet. Zurzeit arbeitet er als Akademischer Rat an der LMU München und habilitiert sich an der dortigen medizinischen Fakultät.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
An guten Büchern über Palliativmedizin herrscht derzeit auf dem deutschen Büchermarkt kein Mangel. Das Buch des in München tätigen Neurologen und Palliativmediziners Ralf J. Jox wendet sich in herausragender Weise den schwierigen, evtl. sogar den schwierigsten Fragen zu: wie entscheiden wir und/oder wie wird entschieden, wenn das Leben zu erlöschen beginnt. Dieser Herausforderung müssen sich alle Beteiligten allein schon deshalb stellen, weil - so der Ausgangspunkt des Buches - die meisten Menschen nicht mehr unerwartet sterben, sondern in für sie und andere absehbarer Zeit.

Das Buch führt sehr unvermittelt in einen Fragenkomplex, dem wir allzu gerne ausweichen: dem eigenen Tod und dem Sterben anderer. Dabei weist der schmerzlich direkte Titel hin auf die Tatsache, dass am Ende des Lebens Entscheidungen zu treffen sind und getroffen werden (müssen). Ratschläge zu einer besseren Symptomkontrolle bei Palliativpatienten lassen sich sicher einfacher vermitteln. Es gelingt Ralf Jox aber in einfühlsamer Weise dem Thema Sterben" die Härte der Unausweichlichkeit zu nehmen.

Beginnend mit der Kunst des Sterbenlassens" führt der Autor im zweiten Kapitel ein in das dominierende Thema Angst": Angst vor dem Tod, Angst vor dem Sterben, Angst vor Abhängigkeit, Angst vor Verlust und Schuld, Angst vor Rechtsfolgen. Die folgenden Kapiteln schließen in ruhiger Sachlichkeit Wissenslücken (z.B. über die Rechtslage) und tragen zur Klärung wichtiger Begriffe (Therapiezieländerung u.v.m.) bei. Auch der umstrittenen Frage nach ärztlicher Beihilfe beim Suizid weicht Jox nicht aus.
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Format: Taschenbuch
Über den Tod zu reden, über die Umstände und den Zeitpunkt des Sterbens in einen offenen und menschenwürdigen Dialog zu treten, dabei tun sich alle an diesem Prozess Beteiligten nach wie vor schwer. In den Intensivstationen deutscher Kliniken, deren Sterbepraxis der Autor des vorliegenden Buches, ausführlich untersucht hat, herrscht nach wie vor eine große, ja immer noch zunehmende Verunsicherung.

Nicht nur die Ärzte, auch das Pflegepersonal und immer mehr auch die Angehörigen quälen sich mit Fragen, die aber nach wie vor kaum einer offen zu stellen wagt:

* Wann dürfen wir Sterben zulassen?
* Wie wahrt man die Würde des Menschen bis zum Schluss?

Der in München arbeitenden Palliativmediziner Ralf J. Jox stellt diese Fragen nicht nur, er diskutiert sie auch und entwickelt Kriterien für ethisch vertretbare Entscheidungen am Sterbebett. Sein Kollege und Lehrer Gian Domenico Borasio formulierte in seinem etwa zeitgleich erschienenen, in die gleiche Richtung zielenden Buch, "Über das Sterben" (C.H. Beck 2011) so:
"Was uns allen zu wünschen ist, ist ein nüchterner und gelassener Blick auf die eigene Endlichkeit. Dies erfordert eine ruhige und wiederholte Reflexion, am besten im Dialog mit den Menschen, die uns am nächsten stehen. Das passiert leider im Leben eher selten, und wenn, dann oft sehr spät. Nehmen wir uns die Zeit dafür."

Sterbebegleitung, wie Borasio sie weiter entwickeln will, kann ohne echte Kommunikation, dem Gespräch zwischen allen Beteiligten, nicht zu der wirksamen medizinischen, psychosozialen und auch spirituellen Betreuung werden, als die sie von ihrer Idee her gedacht ist.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch "Sterben lassen" hat mich sehr beeindruckt. Das komplexe Thema Sterben, Abbruch von Therapiemaßnahmen und ärztlich assistierter Suizid wird gut aufgearbeitet. Es hat mir sehr gefallen, dass der Autor sich dem Thema von verschiedenen Seiten nähert und zunächst eine solide Grundlage an Wissen vermittelt. So werden z.B. viele falsche Annahmen um das Thema mittels aktueller angesehener Studien widerlegt. Diese trotz klarer und einfacher Sprache sehr wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema hat mir sehr gefallen.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Plötzlich lag mein Vater zwischen Leben (Dank oder Fluch? moderner Medizin) und Sterben auf der Intensivstation und ich war die Bevollmächtigte. Eine Situation, die ich so nie erwartet hätte, als ich ein Jahr vorher zu ihm sagte: "Na klar, kannst Du mich in die Patientenverfügung eintragen lassen". Monate nach der schweren Entscheidung auf der Intensivstation habe ich mir dieses Buch gekauft, da ich nicht weiß was mich im Leben noch alles erwartet. Der Gedanke an den Tod wurde auch in meiner Familie immer schön verdrängt. Das Buch gab mir einige hilfreiche Sichtweisen und Denkanstöße. Allerdings finde ich, es ist zu sehr für medizinisches Personal geschrieben worden.
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Format: Taschenbuch
Das Buch von Ralf J. Jox ist bei dem ja nicht sehr leichten Stoff sehr, sehr sachlich, aktuell recherchiert und sprachlich hervorragend und vor allem auch gut verständlich auch in den sachlich schwierigen Zusammenhängen geschrieben, ein wunderbarer Umgang mit Sprache und auch eine sehr gute Übersetzung.
Es eignet sich für all Jene, die sich mit dem Thema Sterben und Sterbebegleitung befassen eine hervorragende Bereicherung und Unterstützung, sowohl auf der Ebene des medizinischen, jurstischen als auch des kulturhistorischen Wissens ein Gewinn.
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