Nach "Entführung auf italienisch" (Goldmann 51937 - "Ratking", 1988), "Vendetta" (Goldmann 5806 - "Vendetta", 1990), "Himmelfahrt" (Goldmann 5820 - "Cabal", 1992), "Tödliche Lagune" (Goldmann 42853 - "Dead Lagoon", 1994), "Cosi fan tutti" (Goldmann 43769 - "Cosi fan tutti", 1996), "Schwarzer Trüffel" (Goldmann 44404 - "A Long Finish", 1998), "Sizilianisches Finale" (Goldmann 45088 - "Blood Rain", 1999), "Roter Marmor" (Goldmann 45333 - "And Then You Die", 2002), "Im Zeichen der Medusa" (Goldmann 45643 - "Medusa", 2003) und "Tod auf der Piazza" (Goldmann 46090 - "Back to Bologna", 2005) ist "Sterben auf Italienisch" (Goldmann 46548 - "End Games", 2007)der elfte und letzte Kriminalroman von Michael Dibdin mit Vice Questore Aurelio Zen, da der Autor Frühjahr 2007 verstarb. Seine ersten zehn Bücher zeichnen sich dadurch aus, daß ihre Qualität sukzessive - von zuerst exquisiten bis zu extrem schwachen Büchern. "Sterben auf Italienisch", das elfte Buch, ist wieder etwas besser. Vice Questore Zen wird in Vertretung eines verletzten Kollegen bis zu dessen Genesung nach Cosenza in Kalabrien versetzt. Eine Sage besagt, daß dort im Flußbett des Busento Alarich, der König der Westgoten, 410 n.Chr. mit vielen wertvollen Grabbeigaben begraben wurde. Bekannt wurde dies vor allem durch die Ballade "Das Grab im Busento" von August Graf von Platen. Dort in Cosenza wird Aurelio Zen mit dem Mord an Peter Newman, einem emigrierter Kalabresen, der damals noch Pietro Calopezzati hieß, konfrontiert. Dieser - im Dienst einer US-Filmfirma stehend - war zurückgekehrt, um Vorarbeiten für das Drehen eines Films (?) zu leisten. Er wurde in einem Büßergewand in einem verlassenen Gebirgsdorf mit vergesprengtem Kopf aufgefunden. Da niemand etwas gesehen oder etwas gehört hat und schon gar niemand etwas weiß, kommen Zen und sein Team nur langsam mit den Ermittlungen voran: Hängt der Mord mit den (angeblichen) Filmdreharbeiten zusammen oder wurde an ihm Rache genommen für ein Verbrechen, das vor Jahren von seinen Vorfahren begangen wurde? Anstatt einen Täter zu finden, verliert sich Zen in dem Fall/den Fällen und provoziert mit seiner Ermittlung weitere Gewaltverbrechen. Und so zieht sich der letzte Fall mit Aurelio Zen über mehr oder weniger spannende 442 Seiten hin.