Sterben, Tod und Trauer - sicher, von diesen Themen sind alle Menschen irgendwann gleichermaßen betroffen, aber: alle, und gerade Kinder und Jugendliche, gehen damit individuell um. Oft ahnen wir gar nicht, wie häufig Kinder und Jugendliche im nähren Umfeld mit diesen Themen konfrontiert sind und teils allein gelassen werden.
In meiner Tätigkeit als Hauptschullehrerin habe ich diese Erfahrung leider oft machen müssen und stand nur hilflos da, stammelte etwas von ....das tut mir sehr leid für dich..." und schämte mich fast, dass ich nur so oberflächlich reagieren konnte, obwohl ich tief berührt war, wenn Schüler, mehr so nebenbei" erzählten, dass z.B. der Vater oder der Zwillingsbruder verstorben sei, die Mutter einen Suizidversuch hinter sich habe, der Bruder im Koma liege und, und.... .
Dieses Buch hat mir sehr weitergeholfen, da zum einen in klaren, gut verständlichen und kurzen Ausführungen dargestellt wird, WIE Kinder und Jugendliche in bestimmten Alterstufen trauern.
Zum anderen werden konkrete umsetzbare Konzepte aufgezeigt, die in einem Sterbefall der auch das Lebensfeld Schule tangiert, zum gemeinsamen Trauern, Umgehen mit der Situation, zum ersten gemeinsamen, aber dennoch individuellen Verarbeiten eingesetzt werden können. Und eine solche Situation kann uns als Pädagogen, als Bezugsperson für die Schüler, leider jederzeit unerwartet treffen. Daher ist diese Orientierungshilfe besonders wertvoll. Zudem wird an einem realen Beispiel aus dem Grundschulbereich die Umsetzbarkeit noch einmal deutlich. Allerdings möchte ich betonen, dass sich die aufgezeigten Konzepte und Handlungsvorschläge nicht nur auf den Grundschulbereich beschränken!
Kurz bevor ich dieses Buch entdeckte, begann ich im Ethikunterricht eine Reihe zu diesem Thema. Bei Recherchen zu ergänzendem Unterrichtsmaterial stieß ich dann unter anderem
auf diese durchdachte, dennoch übersichtliche Orientierungshilfe, die ich dankbar einbezogen habe. Hier werden auch weitere umfangreiche hilfreiche Materialien zum Thema aufgeführt. Aufmerksam auf dieses Werk wurde ich, als ich die Internetseiten des Schulministeriums durchforstete; hier wird das Buch vorgestellt und gerade für Pädagogen und den Einsatz an Schulen empfohlen.
Dem kann ich mich nur anschließen und es meinen Kolleginnen und Kollegen sowie den Schulleitungen empfehlen.
Ich danke der Autorin, dass sie mitgeholfen hat ein solches Tabuthema für den Lebensraum Schule zugänglicher zu machen.