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Sterben in Deutschland: Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einräumen können
 
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Sterben in Deutschland: Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einräumen können [Broschiert]

Reimer Gronemeyer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 1., Aufl. (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596181518
  • ISBN-13: 978-3596181513
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 92.062 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reimer Gronemeyer
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Lange Zeit war der Tod ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens. Er hatte seinen Ort inmitten der Familie, inmitten unserer Gesellschaft. Noch heute wünschen sich 80 Prozent der Deutschen, zu Hause zu sterben, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Tatsächlich sterben 80 Prozent in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder, noch immer viel zu selten, in einem Hospiz. Der Tod wird zunehmend institutionalisiert, medikalisiert und ökonomisiert - mit der Konsequenz, dass sich immer komplexere ethische Fragen stellen: Was bedeutet uns "Sterben in Würde"? Darf man das Leben künstlich verlängern?Oder andersherum: Darf man das Sterben beschleunigen? Reimer Gronemeyer versucht, mögliche Antworten auf diese komplexen Fragen zu geben. Indem er uns damit vertraut macht, was an den verschiedenen Orten des Sterbens passiert und welche Veränderungen heute das Sterben prägen, nimmt er dem Tod auch einen Teil des Schreckens, den er für jeden von uns hat.

Über den Autor

Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, geb. 1939, Studium der Theologie in Hamburg, Heidelberg und Edinburgh, lutherischer Pfarrer in Hamburg; seit 1975 Professor für Soziologie an der Universität Gießen. Reimer Gronemeyer ist Mitleiter des Graduiertenkollegs »Palliative Care« am IFF Wien, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Mitglied der Arbeitsgruppe Sterbebegleitung im Hessischen Sozialministerium. Er ist Autor und Herausgeber von zahlreichen Büchern, darunter »Die Entfernung vom Wolfsrudel. Über den drohenden Krieg der Jungen gegen die Alten« (1991) und »Helfen am Ende des Lebens. Hospizarbeit und Palliative Care in Europa« (2004).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Neuschäfer TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses aufrüttelnde Werk überzeugt durch seine einfühlsame Sprache, beeindruckenden Beispiele und tiefgründige Argumentation.
Reimer Gronemeyer entwirft mit seinen einerseits anregenden und andererseits aufregenden Ausführungen eine offene, wertorientierte Kultur des würdevollen Umgangs mit dem Tod, dem Sterben und gesundheitlichen Grenzen. Hierbei nimmt er als Experte für Sterbebegleitung und Soziologe die gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen angemessen in Blick und stellt bisherige Kritik, Klagen und Konzepte kompetent in Frage.
Die Fälle und Beispiele des Buches aus vergangenen Zeiten und gegenwärtigen Situationen malen vor Augen, wie leicht-gläubig sterbende Menschen (!) unmenschlich beengt, bedrängt und aus dem Alltag verdrängt werden. Heilsam sind da die differenzierenden Einsichten gegen diffuse Ängste rund um den Tod.
Das Verdienst des Buches ist, dass es hier nicht auf die These der Tabuisierung hereinfällt, sondern die Angst und das bewusste Herausdrängen des Todes aus dem Alltag zur Sprache bringt.
Ein überragend überzeugendes Werk, dessen Inhalt voller Dynamit für gesellschaftliches Umdenken ist!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Thorsten Wiedau HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Tod hat keinen Platz mehr in Deutschland. Nach Jugendwahn, medizinischer Überversorgung und Generalvollmacht, ist selbst der Tod nicht mehr willkommen und auch nicht mehr integrierbar im Leben der deutschen. Niemand will ihn im Haus haben, doch 75% möchten nicht im Krankenhaus sterben. Der Tod selbst soll überlistet werden, durch den freien Suizid in der Schweiz oder anderswo oder hinausgezögert durch lebensverlängernde Maßnahmen. Der Tod erscheint vielen Deutschen als unmögliche Konsequenz nach einem langen Leben. Das Buch STERBEN IN DEUTSCHLAND von Reimer Gronemeyer zeigt all dies in bedrückenden Kapiteln auf.

Ich war persönlich sehr entsetzt über all die schrecklichen Bilder, welche der Autor Reimer Gronemeyer in seinem Buch STERBEN IN DEUTSCHLAND heraufbeschworen hat, über all die dunklen Gedanken, welche die Deutschen bewegen, wenn sie an ihr natürliches Ende kommen, über all die sinnlosen versuche das Unvermeidliche aufzuschieben oder gar kontrollieren zu wollen.

Der Horror der Pflegeheime, das Misstrauen gegenüber den Krankenhäusern, die fehlende Großfamilie und die damit einhergehende Geborgenheit auch im Alter oder das süße Sterben - der Tod als Dienstleitung, alles dies bewegt die Deutschen. Doch wo geht es hin, wenn der Tod kommt?

Der Umgang mit dem Tod und dem Sterben hat sich in Deutschland in nur einer Generation verändert und gewandelt von einer natürlichen Sache zu einem höchst unwillkommenen Ereignis.

Auch der Spardrang mittels Feuerbestattung und anonymer Urnenbestattung ist ein Signal an die Gesellschaft. Ansonsten ist der Tod eine kostspielige Sache geworden, denn das Sterben ist teuer und die Beerdigung umso teurer.

Wir schieben die Sterbenden ab, wollen sie nicht sehen, lassen sie in Einzelzimmern, am Ende des Gangs liegen, um nur ja keine Notiz vom Tod zu bekommen. Sterbende sind wie Aussätzige - wo ist die Barmherzigkeit geblieben, wo die offenen Herzen, welche den Todgeweihten begleiten?

Reimer Gronemeyer zeigt in seinem bewundernswerten Buch auf, wie diffus die Angst vor dem Tod geworden ist. Was aus den Deutschen in Sachen Tod geworden ist: Angsthasen. Familie und Nachbarschaft zerbröseln sich in heutiger Zeit in immer kleiner Einheiten, bis der Tod in Anonymität zum gewalttätigen Ereignis wird, welches zu beherrschen, die scheinbar letzte Chance ist..

Sehr empfehlenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sterben in Deutschland ? 5. November 2010
Format:Broschiert
Ein sehr aufrüttelndes Buch. Gronemeyer beschreibt in schonungsloser Offenheit den WWeg, den unsere überalternde Gesellschaft vor sich hat. Erschreckend wie Werteverluste, Jugendwahn und Konsumsucht zu einer Farce führen, die sich dannauch noch würdevolles Sterben schimpft. Schade, dass die Gedanken der Hospizbewegung sich nicht weiter durchsetzt.
Jeder, der im medizinischen oder sozialen Bereich mit dem Thema konfrontiert wird, sollte dieses Buch lesen.
Die vermeintliche Erleichterung im Umgang mit Sterbenden (Schmerztherapie etc.) streut letztendlich nur Sand in die Augen der Betroffenen und wenn vorhanden der Angehörigen. Sollte man nicht jedem die Chance geben seine Konflikte zu lösen und seine persönlichen Dinge zu ordnen.
Es bleibt zu hoffen, dass die auch die Politik einen Weg findet, weg vom Gedanken der leeren Kassen zu einem würdevollen Sterben.
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