Es sind die Zufälle im Leben, die es so interessant machen. Einer dieser Zufälle: Mir fiel die Scheibe Stepmother City in die Hände und ich wusste nicht wie mir geschah. Ich war schlichtweg fasziniert von der Stimmgewalt und Virtuosität dieser 1957 in der südsibirischen Republik Tuva, nahe der mongolischen Grenze geborenen Künstlerin. Die Sängerin, die auch Projekte im Bereich von Film und Theater initiierte, versteht es, die Grenzen zwischen den Künsten, Zeiten und Stilen, ja die Grenzen der Welten zu verwischen und seien es auch nur die musikalischen.
Für mich nicht verwunderlich, dass sie seit ihren Tourneen ab der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre nicht nur in Europa sondern auch von Australien bis USA bekannt ist. Denn niemand versteht es wie diese seit 1981 in Moskau lebende Ausnahmeerscheinung auf dem Gebiet des Höömei, der tuvinischen Variante des Oberton- und Kehlkopfgesangs, Lieder zu präsentieren. Ihr Repertoire reicht von Folklore, über Jazz bis hin zur zeitgenössischen Klassik.
Unbedingt kaufen und anhören. HMcM