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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gelungene Verfilmung, schlechte DVD-Edition, 2. Mai 2008
So könnte man kurz umschreiben, was man hier erhält. Dabei differenziere ich zwischen Filmbewertung und DVD-Qualität.
Der Film an sich ist eine relativ romannahe Umsetzung von Kings Mammutwerk "The Stand". Er präsentiert sich sehr Dialog orientiert und erinnert damit an "The Langoliers". Wirkliche Horror- oder Actionszenen kommen meist sehr überraschend und gelungen, und daher doppelt schockierend - dafür gibt es aber auch immer wieder längere "Pausen" dazwischen. Wer den schnellen Kick sucht, findet ihn daher hier nicht. Wer dagegen seine Romanhelden gerne auf der Leinwand sehen möchte und atmosphärische Filme mit detailliertem, sauberem Storyaufbau mag, sich gerne mit den Charakteren identifizieren und sie 6 Stunden lang begleiten möchte, ist richtig. Auch ist der Film mit seinen vielen beeindruckenden Landschaftsaufnahmen ein tolles Portrait der USA.
Die DVD-Qualität dagegen ist objektiv gesehen unterdurchschnittlich. Auf animierte Menüs oder großartige Specials lege ich persönlich nicht soviel Wert, von daher fällt das für mich weniger ins Gewicht. Dagegen ist die Bildqualität nicht akzeptabel: das Bild wirkt verwaschen, detail- und kontrastarm und die Farben sind meist leblos. Sehr dunkle Bildstellen wirken grau statt schwarz, oft ist Rauschen zu sehen und bei schnellen Bewegungen verwischt das Bild noch zusätzlich. Ich habe nicht herausgefunden, welches Format man verwendet hat, aber der Qualität nach vermute ich fast, man hat die Miniserie von 6 Stunden auf zwei DVD 5 gepackt - wieso auch immer.
Noch meine persönliche, subjektive Meinung zum Film, ich finde die Umsetzung gelungen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Über Gary Sinise als Stuart Redman könnte ich lange diskutieren, ich hätte mir ein anderes Gesicht gewünscht. Er ist mir nicht sympathisch, wirkt farblos und für die Romanfigur Redman zu unerfahren und unsicher. Ebenso wirkt Molly Ringwald als Fran Goldsmith auf mich etwas affektiert.
Absolut positiv stechen für mich dagegen Corin Nemec als Harold Lauder und Ray Walston als Glen Bateman heraus. Nemec als sensibler Junge, der seine Ängste im Verlauf des Films immer mehr hinter tyrannischem Größenwahn versteckt, ist vollauf authentisch und überzeugend. Und Walston als philosophisch angehauchter "Großvater", der nur schwer zu beeindrucken und immer für einen Rat gut ist, wirkt charismatisch und stark. Insgesamt sind die meisten Darsteller für mein Auge gut ausgesucht und spielen überzeugend. Jamey Sheridan verleiht seiner Figur Randall Flagg eine geradezu diebische, schelmische (Schaden)Freude und eine spielerische Boshaftigkeit, die dem Leibhaftigen gut zu Gesicht steht. Und Laura San Giacomo als Nadine Cross ist wirklich teuflisch gelungen, wenn auch mitunter sehr aufdringlich.
Leicht störend ist für mich die allgemeine Dominanz des christlichen Gedankenguts, wie etwa der Gottesfurcht als Tugend, oder dem Sex als Teufelswerk. Allerdings ist dies aus dem Roman übernommen worden und auch reine Geschmackssache.
Manche Personen, die im Roman recht große Rollen hatten, wie Ralph Brentner oder Susan Stern, treten im Film zu Gunsten anderer, dafür betonterer Charaktere etwas zurück - alles andere würde den Film wohl auch sprengen, daher finde ich das vernünftig. Übrigens: wie fast immer, spielt Stephen King auch hier eine Nebenrolle. Allerdings, das ist wirklich interessant, eine längere, nämlich die des Teddy Weizak. Und so sieht man ihn diesmal sogar in recht vielen Szenen.
Zur Synchronisation, sie kommt von MME und in angenehmer Qualität, vor allem Thomas Danneberg (die deutsche Stimme von Arnold Schwarzenegger) als Randall Flagg ist ein hervorragender Besatz. Der Soundtrack des Films ist atmosphärisch, oft melancholisch und schleppend und erinnert stark an "The Langoliers". Er vermittelt dem Zuschauer eine beklemmende, geradezu drückende Einsamkeit eines verheerten, verlassenen Amerika und gibt dem Film eine Menge Tiefe. Er verleiht ihr zusammen mit den teils großartigen Aufnahmen amerikanischer Landschaft eine einzigartige Atmosphäre - ich finde ihn sehr gelungen. Auch gut gewählt der Kult-Titelsong: "Don't Fear The Reaper" von Blue Öyster Cult.
Leider merkt man dem Film sein niedriges Budget an, wie schon bei den Langoliers sind die Special Effects auch hier nicht von nennenswerter Qualität, eher im Gegenteil. Teils musste ich etwas grinsen.
Der Film selbst erhält von mir "nur" vier Sterne, weil er doch etwas arg lang ist und es ihm an gelungenen Spezialeffekten mangelt, aber ich habe ihn dennoch mit Genuss gesehen - vor allem, nachdem ich bereits den Roman gelesen hatte.
Aufgrund der mangelhaften Bildqualität der DVD-Edition, der ich allenfalls zwei Sterne geben würde, ziehe ich insgesamt noch einen Stern ab und lande damit bei drei Sternen, da es keine 3,5 gibt.
Vor allem für King-Fans und für Leser des Romans empfehle ich diesen Film. Auch für geduldige Zuschauer, die lieber detaillierte, tiefgehende Geschichten anschauen, als Kurzweil-Filme ohne Pausen, in denen sich eine Actionszene an die nächste reiht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Das letzte Gefecht , 17. Juni 2008
Die DVDs enthalten keinerlei Extras, die Aufmachung und die Menüs sind schlicht gehalten. Die Bildqualität ist, offen gesagt, miserabel. Grissel auf großen, einfarbigen Flächen, Schlierer bei schneller Bewegung, Farbverfälschungen, das Bild sieht ständig aus als ob man es durch die Maserung eines Butterbrotpapiers betrachtet. Dies laste ich nicht den DVDs an sondern ist meiner Auffassung nach der Tatsache geschuldet daß der Film eine TV-Produktion ist und daher mit minderwertiger Aussattung gedreht wurde. Trotz dieser Entschuldigung kostet das einen Stern.
Inhaltlich ist zu erwähnen daß die Story sich sehr langsam und detailreich entwickelt. Zunächst sind es mehr oder weniger zusammenhanglose Handlungsstränge die sich erst im Laufe der Story miteinander verbinden. Die Schauspieler sind größtenteils aus US-TV Serien bekannt, sie gehören somit nicht der Riege der Superstars an, behrrrschen aber alle ihr Handwerk und verleihen dem Film somit Tiefe.
Ab einem gewissen Zeitpunkt bekommt der Film einen unübersehbaren alttestamentarischen Touch, es läuft alles auf das Armagedon hinaus. Dabei wird heftig mit der amerik. Bigotterie-Kelle geschöpft. Aber eben jenes Element gibt dem Film neben dem eigentlichen Endzeitszenario eine mystische Komponente die der Story durchaus förderlich ist.
Zu finden sind nat. auch die obligaorischen patriotischen Szenen, z.B. Nationalhyme singen. Es wird aber nicht besonders dick aufgetragen, insofern kein Minuspunkt sondern wohl eher eines der must-haves einer US-Produktionen.
Ein wenig unverständlich ist das Ende - der Film entwickelt sich 6 Stunden lang um dann das Ende in 5min herbeizuführen - das ist enttäuschend und kostet einen weiteren Stern.
Augrund des lauen Schluß hat der Film 'nur' 4 Sterne verdient, ein weiterer geht durch die minderwertige Bildqualität verloren.
Ich empfehle den Film an einem langweiligen Feiertag oder am Wochendende in einem Rutsch durchzuschauen, so hat ist die vorhergehende Handlung noch gegenwärtig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
360 Minuten - Keine einzige war für mich langweilig!, 20. Juni 2009
Seit Jahren begeistern mich die "King"-Filme. Dieser hier ist einer davon, der mir wahrscheinlich noch lange in "Erinnerung" bleiben wird. Erinnerung in Anführungsstrichen, weil dieser Film(Serie) mit insgesamt 6 Stunden keine Kost für "Zwischendurch" darstellt. "The Stand" müsste man sich am besten an einem Stück ansehen ;-).
Nun, der Film beginnt wie in einem Alptraum. Sirenen, ein Sicherheitsleck in einer Forschungsstation, eine Familie die in Panik versucht das Dorf zu verlassen und somit den "Tod" in den Rest der Welt trägt. Langsam aber stetig entwickelt sich hier die eigentliche Geschichte.
Nur ein geringer Prozentsatz der Menschheit ist immun. Es sind Menschen aus verschiedenen Schichten, verschiedenen Alters und sind in ihren Eigenschaften unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten.
Die Protagonisten, die verschiedenen Charaktere werden hier sehr authentisch und sehr genau "vorgestellt". Immer wieder lernt man neue Leute kennen die gemerkt haben, dass sie "anders" sind als die anderen. Im Laufe des Films sollen sie ihr Schicksal erkennen und gegen das absolute Böse antreten denn: Das Virus stellt hier noch lange nicht das Ende dar...
Ich persönlich mochte hier jeden einzelnen Darsteller, ob gut oder böse, aber meine absoluten Lieblinge hier waren der taub-stumme "Nick" und sein geistig behinderter Freund "Tom". Diese beiden waren in ihrer Konversation und in ihrem Umgang miteinander einfach immer goldig. Auch sonst kann der Film durch bekannte und super Darsteller wie "Gary Sinise" (Mission to Mars) und "Ed Harris" (The Rock) durchaus überzeugen. Auch der Meister des Horrors Stephen King höchst persönlich hat hier eine Nebenrolle ;-).
Es ist hier einfach faszinierend erzählt wie sich die einzelnen Charaktere im Laufe der Geschichte/der Katastrophe verändern. Aus den schüchternen und tollpatschigen werden fähige "Männer", aus arroganten und egoistischen Personen entwickeln sich sensible und gebrochene Kämpfer, die Außenseiter werden zu unerschütterlichen und überzeugten Helden.
Der Soundtrack des Films paßt zur jeder Gelegenheit. Vom 80er Flair mit teilweise sehr bekannten Songs, bis zum abolut melancholischen und erschütternden Score der hier wirkliche Endzeit-Atmosphäre aufbringt ist alles dabei.
Für Leute die auf Action und eiskalten Horror stehen ist der Film aber definitiv nichts! Wie gesagt dauert es lange bis sich die Geschichte aufbaut. Man muss hier schon ein wenig Geduld haben und sich auf die Story einlassen können ;-).
Auch hier findet man die typischen "King"-Elemente: Absolut unvorhersehbare Schockmomente die einem von jetzt auf gleich wirklich den Atem stocken lassen, die mysteriöse Atmosphäre und einfach den "zeitgemäßen Stil". "The Stand" kann sich meiner Meinung nach mit "Tommyknockers", "Es", "Friedhof der Kuscheltiere", "Haus der Verdammnis" usw. einreihen. Neuere Verfilmungen wie "Dreamcatcher" und "Der Nebel" zählen bei mir schon nicht mehr zu den "Klassikern" ;-).
Ich habe mich hier jede Minute sehr gut unterhalten gefühlt und konnte es nicht erwarten wie der Film ausgeht. Die sechs Stunden waren verdammt schnell rum! Ich hatte auch nie das Gefühl, dass ich durch die vielen unterschiedlichen Charaktere durcheinander kam oder den Überblick verlor. Es passiert hier viel, jedoch schafft es der Streifen, dass der Zuschauer nicht den Faden verliert.
Nunja. Extras gibt es auf dieser DVD gar nicht. Auf zwei Scheiben sind nur die vier Folgen enthalten (á ca. 90 Min.):
Folge 1: Die Epidemie (Der Virus infiziert die Welt)
Folge 2: Die Träume (Die Überlebenden schöpfen Hoffnung)
Folge 3: Der Verrat (Die "neue" Gemeinschaft steht auf dem Spiel)
Folge 4: Das letzte Gefecht (Der Kampf gegen das Böse)
Nun, das einzige Manko dieses Produkts ist die miserable Bildqualität. Ich habe es gar nicht erst versucht, den Film auf meinem 42 Zoll LCD TV "ganz" anzusehen, da es wirklich sehr unscharf ist. Auf meinem PC wars jedoch ganz akzeptabel. Allerdings hat der Film schon einige Jahre auf dem Buchel und bei 15 Euronen geht die "Welt schließlich nicht unter" ;-).
Ich kann diesen Streifen für alle King-Fans nur empfehlen! Hier hat man 6 Stunden gute und spannende Unterhaltung ála "Stephen King".
"M-O-N-D, das bedeutet MOND!"
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