Diese Steven King Verfilmung gehört sicherlich zu den besten Gruselfilmen die ich bisher gesehen habe. Ich betone "Gruselfilm", denn ein üblicher Horrorfilm mit Splattereinlagen ist er gewiss nicht, möchte er auch gar nicht sein. Und das ist auch gut so.
Bis auf wenige Momente in denen das Script eine TV-Produktion durchscheinen lässt, hat der Film ein außergewöhnlich hohes filmisches Niveau, das es locker mit den meisten Kinovarianten des Genres aufnehmen kann, viele davon sogar bei weitem übertrifft.
Die Spannung wird langsam aber kontinuierlich steigend aufgebaut. Wenn man "Rose Red" das erste mal von innen gezeigt bekommt, traut man sich kaum noch zu atmen. Die Spannung ist schon fast unerträglich.
Für meinen Geschmack wird die erste "Manifestation" dann aber doch etwas zu früh gezeigt und sorgte bei mir für einen leichten Abfall der Spannung. Aber das ist Ansichtssache.
Schockmomente gibt es genügend, und zwar richtig platziert und wohl dosiert. Meiner Meinung nach ist "Haus der Verdammnis" ein echtes Highlight des Genres welches kaum Schwächen zeigt.
Die FSK-Einstufung ab 12 ist echt ein Witz. Da beim Betrachten des Films auch ein hoher psychologischer Faktor mitwirkt, möchte ich den Film keinem Kind/Jugendlichen in dieser Altersgruppe zumuten.
Für Fans des subtilen Gruselfilms ist die DVD meine ganz klare Empfehlung.
Steven King lies sich übrigens nicht vom Tagebuch der Ellen Rimbauer inspirieren (war eine reine Fiktion) sondern von der Geschichte der damals tatsächlich existierenden Sarah Pardee Winchester, welche das geheimnisvolle "Winchester Mystery House" bauen lies.
Viel Spaß beim Gruseln
Dietmar Stelmazak