Dafür, dass bisher so ziemlich jede Stephen King Verfilmung im Jahre 2000-2010 Pfusch war (mal abgesehen von Zimmer 1408), ist dieser Film überraschend gut. Endlich mal wieder ein Horrorfilm mit einem anständigen Ende, wobei man sich wohl dem Druck Hollywoods gebeugt hat. Denn in der Original-Geschichte ist das Ende offen.
Nachdem in diese Kurzgeschichte von 1994 zum ersten Mal las, dachte ich sofort an eine tolle Verfilmung. Wie King aber damals schon sagte, ist es schwer aus einer Kurzgeschichte einen abendfüllenden Film zu machen, als aus einem Roman. Der Regisseur hat es aber geschafft eine der besten Filmumsetzungen hinzulegen, die ich bisher aus King-Werken kannte. Was Stephen King eigentlich ausmacht ist weniger der Horror, sondern die Reaktionen von normalen Menschen, die mit besonderen Gegebenheiten konfrontiert werden. Dies hat der Film perfekt rüber gebracht, so auch wie im Jahre 1999 The Green Mile.
Zur Story:
Der Film ist in weiten Teilen ein Kammerspiel, d.h. die Handlung findet größtenteils in einem geschlossenen Supermarkt statt, wo sich eine Reihe von Personen unter einer extremen, bedrohlichen Situation befinden. Die Spannung ergibt sich weniger durch Schock-Szenen oder wildes Gemetzel, sondern wie die eingeschlossene Gruppe darauf reagiert und sich immer langsamer verändert. Dadurch erhält der Film eine große Tragik, die einen berührt.Bis zum Ende hin hat man einen Kloß im Hals, weil dieses menschliche Drama einen immer mehr packt.
Die Schauspieler sind Klasse und bringen die Story toll rüber. Alles in allem eine Runde Sache.
Das Bild ist grandios, falls jemand den Film auf Blu Ray hat und diesen dann auch noch auf seinem HD-Fernsehr abspielen kann, der kann sich sicher sein belohnt zu werden.
Soundeffekte und Surround-Sound sind auch perfekt miteinander abgestimmt.
Dieser Film lohnt gesehen zu werden. Wer Horror mag, wird hier sicher auf seine Kosten kommen!