Mit Sir Isaac Newton und Nobelpreisträger Paul Dirac auf Augenhöhe zu sein, ist nur
den wenigsten Wissenschaftlern vergönnt. Stephen W. Hawking zählt zu diesen
Wenigen. Von 1979 bis 2009 hatte er - wie seine berühmten Vorgänger - den 1663
von Henry Lucas gestifteten Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Cambridge
inne. Aber Hawking ist nicht nur ein herausragender Wissenschaftler, er versteht es
auch wie kaum ein anderer, hochkomplexe wissenschaftliche Erkenntnisse mit
einfachen Worten einem nicht-wissenschaftlichen Publikum nahezubringen. 1988
etwa gelang ihm das Kunststück, eine breite Öffentlichkeit für Kosmologie zu
begeistern: "Eine kurze Geschichte der Zeit" verkaufte sich weltweit millionenfach
und stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten.
Stephen William Hawking wurde 1942 in Oxford geboren. Er studierte Physik in
Oxford und wechselte anschließend nach Cambridge, um sich der Kosmologie zu
widmen. Ein Jahr später, kurz vor seinem 21. Geburtstag, erhielt er die Diagnose, die
sein Leben verändern sollte: Amyotrophe Lateralsklerose (kurz: ALS), eine
unheilbare Erkrankung des Zentralnervensystems. Dennoch setzte Hawking seine
Studien fort, gründete eine Familie, wurde dreifacher Vater und machte eine
einzigartige wissenschaftliche Weltkarriere. Dass er die Hoffnung niemals aufgibt,
zählt, neben seinen herausragenden wissenschaftlichen Fähigkeiten, sicher zu
seinen größten Lebensleistungen.