Ich komme persöhnlich, bevor ich anfange, den Inhalt zu verraten gleich zum
meinem Fazit und Meinung zum Film.
Ich beginne zuerst mit dem guten, um dann die negativen und verbesserungsbedürfdigen Punkte anzusprechen.
Also besonders gut sind die Handlungssträngen. Es wird zwar oft gesagt, dass einige Stellen in die Länge gezogen wurden, finde ich jetzt nicht so.
Die Musik wurde besonders gut auf den Film eingestimmt und man erhält zu jeder Szene eine beliebige Stimmung. Besonders die Qualität und hierbei die Farben und Kontraste sind sehr schön anzusehen. Technisch also Top!
Schauspielerisch leistet, wie auch schon aus anderen Rezensionen herauskommt Dylon Walsh
die wohl beste Arbeit im gesamten Film.
Leider geraten einige Charaktere etwas in den Hintergrund und es ist sehr Schade, dass sogar einige, wie die Schwester und der Bruder von Michael für den Zuschauer komplett verschlossen bleiben.
Desweiteren finde ich, dass das Drehbuch bzw. die Skriptschreiber zu verschwenderisch mit spannenden Elementen umgegangen sind. Somit wird am Anfang schon viel zu viel verraten und gezeigt. Besonders denke ich da an die Stelle, wo man so bei 40min. filmlänge sieht, wie der Stiefvater den Vater tötet.
Außerdem: Direkt am Anfang wird bereits gezeigt, was "David" für ein Mensch ist und was er mit der Familie gemacht hat.
Da der Zuschaer zuviel Spannung schon stückweise präsentiert bekommt, kracht es am Ende (meiner Meinung nach) viel zu wenig. Es ist zeitweilig zwar spannend, aber ich wartete die ganzen Zeit auf den gewissen Kick. Ne, das war eindeutig zu lasch.
Der Film wird ja oft mit Disturbia vergleicht. Hierbei kann man sehr gut sehen, wie der Regisseur D.J. Caruso im Gegensatz zum Regisseur von Stepfather die spannend sehr sparsam einsetzt und nicht alles über den bösen Nachbar verrät. Bei Disturbia lief es mir einfach eiskalt den Rücken runter und die Spannung war kaum auszuhalten.
Dies war bei Stepfather leider nicht der Fall (zumindest nicht in der Form).
Sehr Schade, dass potential wäre alle Male da.
Ebenso finde ich es sehr fragwürdig, wieso der Film ab 16 eingestuft ist. Könnte glatt als 12 durchgehen. Jedoch muss ich sagen, dass ich Disturbia auch in gewisser Hinsicht frei ab 12 finde.
Viellecht liegt es aber an den natürlichen Mordszenen, die (auch wie in Disturbia) extrems echt wirken und daher den Atem anhalten.
Noch einmal positiv ist das "offende Ende". Da ich sogar mit etwas anderem gerechnet habe, war dieses für mich erste Sahne. Das zeigt, dass der Film doch in gewisser Hinsicht professionell bearbeitet wurde.
ENDFAZIT: Rundum gelungener Film, den man sich ruhig anschauen sollte. Jedoch sollte man sich nicht so vom Cover, den Slogans und der fetten 16 auf der Hülle schocken lassen: Ängste tauchen während und nachdem Film in keinster Weise auf. War bei Disturbia besser. 4/5 Sternen also, da der Film so ist wie er nun mal ist und in professioneller Hinsicht überzeugt.
Der 5te Stern fehlt, da man merkt, dass es eben doch keine starbesetzten Schauspieler wie Shia, David Morse und Regesseure wie D.J. Caruso sind. Kann sein, dass meine angesprochenen "Fehler" dann so verbessert worden wären.
Trozdem: Umbedingt mal ansehen!