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Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel
 
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Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel [Taschenbuch]

Rolf Hochhuth
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 528 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 40 (1. November 1967)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499109972
  • ISBN-13: 978-3499109973
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.322 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Durfte der Vorgänger Papst Johannes XXIII. schweigen zur planmäßigen Ausrottung der europäischen Juden durch Hitlerdeutschland ? Zu Auschwitz ? Seit Rolf Hochhuth zum erstenmal diese Frage aufwarf, kam sie nie mehr zur Ruhe. Sein Drama, 1963 durch Erwin Piscator in Berlin uraufgeführt, wurde seither in über 25 Ländern gespielt.

Über den Autor

Rolf Hochhuth, geboren 1931 in Eschwege, war Verlagslektor, als er 1959 während eines Rom-Aufenthalts sein erstes Drama «Der Stellvertreter» konzipierte. Dieses erregte nach seiner Uraufführung (1963 in Berlin von Erwin Piscator) weltweites Aufsehen. Seither hat Hochhuth wie kein zweiter ein untrügliches Gespür für die brennenden Themen der Zeit bewiesen. Er lebt als freier Schriftsteller in Basel und Berlin. Ausgezeichnet wurde Hochhuth u.a. mit dem Kunstpreis der Stadt Basel (1976), dem Geschwister-Scholl-Preis (1980), dem Lessing-Preis der Freien Hansestadt Hamburg (1981), dem Elisabeth-Langgässer-Preis (1990) und dem Jacob-Grimme Preis für Deutsche Sprache (2001).

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38 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein mutiges Werk, das unter die Haut geht!, 15. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel (Taschenbuch)
Das von Hochhuth verfasste Zeitstück "Der Stellvertreter" hat mich persönlich tief bewegt, da es aufgrund seiner eindringlichen Sprache massiv zum Nachdenken und aktiven Handeln animiert. Hochhuths Appell, dass der Einzelne durch Ignoranz und Schweigen ebensolche Schuld auf sich lädt wie diejenigen, welche aktiv an Verbrechen und Greueltaten beteiligt sind und dass sich daher der Einzelne seiner Verantwortung nicht entziehen darf, da sonst die Menschheit verloren ist, wirkt sehr intensiv und eindringlich. Dieser Effekt wird meines Erachtens dadurch verstärkt, dass Hochhuth das Stück nach dem 5. Akt ohne jegliche jenseitige Heilsgewissheit enden lässt- anders als im christlichen Trauerspiel, in dem der Märtyrer- dessen Rolle im vorliegenden Zeitstück Riccardo, der "Stellvertreter des Stellvertreters" einnimmt- durch seinen Tod das Christentum erlöst. Riccardos Tod hingegen droht, sinnlos zu werden, da ihn, den Märtyrer, ein Massenschicksal ereilt, kein individuelles Einzelschicksal. Damit wäre die Menschheit verloren, wenn sich nicht jeder Einzelne seiner Mitverantwortung bewusst wird. Ich bewundere Hochhuth für dieses Werk!!
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das den Atem stocken laesst !, 15. April 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel (Taschenbuch)
Ich bin Jahrgang 1941, habe das Buch bis zu meinem Abitur nicht lesen koennen. Ich habe er mir jetzt " per Zufall ? " schicken lassen. Ich habe es nicht mit Haeme gegen den Vatikan gelesen, so ist es auch nicht geschrieben. Es wird fuer mich ein ewiges Mahnzeichen sein fuer die Existenz der Barberei unter der hauchduennen Decke des Normalen, der Wohlanstaendigkeit, des nicht vorhandenen Fortschritts menschlicher Vernunft und Moral. Die Darstellung des Doktors ist fuer mich nicht Metaphysik, sie stellt das Reale dar. Seine Herausforderung Gottes erinnert mich an den Faust von Klinger, nicht an Goethes Faust. Ich meine Klingers Faust, nicht Mephisto. Die Monologe des Doktors bringen das Blut zum Gerinnen. Hier wird nicht dargestellt " homo lupus homini " , es wird dargestellt " homo homini homo ". Das Boese wird dargestellt auf der Basis des Normalen, normal war auch ein Dienstplan des SS - Personals. Normal und formal sauber. Gegen diese Erkenntnis verblasst auch das Versagen der Moral - institutionalisert durch Stelleninhaber auf Dienstposten des Vatikans. Dieses Buch zu lesen bedeutet : Zurechtruecken und wachsamm zu sein gegenuber dem Menschen. Hochhuth rueckt zurecht. Dank.
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12 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Schuld der Katholischen Kirche, 20. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Stellvertreter: Ein christliches Trauerspiel (Taschenbuch)
Dieses Drama, bereits 1963 erschienen, beschäftigt sich mit der Rolle des Vatikans und im speziellen mit der des Stellvertreter Gottes auf Erden - Papst Pius XII. während des Dritten Reiches.

Warum konnte sich dieser Mann nicht zu einer Erklärung gegen die Verfolgung und Ermordung der Juden durchringen? Eine solche Erklärung aus seinem Munde hätte vieles bewirken können. Hitler hätte nie gewagt, den Vatikan oder gar den Papst anzugreifen. Und doch gab es nie ein solches Bekenntnis. Denn es zählten nicht mehr die christlichen Grundwerte, sondern die Politik der Diplomatie, die das Wohl der Institution Kirche an erster Stelle sah. Der Stellvertreter ist ein Werk über die Schuld des wissenden Schweigens, aber auch eine offene Kritik an der katholischen Kirche. Eine Kirche, die durch ihre Bürokratie den Menschen fremd geworden ist und sich, abgelöst von ursprünglichen Idealen, verselbständigt hat.

Hochhuths Blick auf den Papst ist ein böser, ein zorniger Blick, bei allen Versuchen einer Nuancierung. Aus geschichtlicher Perspektive ein überaus interessantes Buch, aus dem Blickwinkel eines menschlichen Zwiespaltes ist das Buch zu wenig komplex, dies liegt aber an historischen Tatsachen und nicht an einem künstlerischen Manko. Ein lehrreiches Buch, aber etwas zu moralisierend. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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