Ich habe das Buch sehr gerne gelesen (übrigens war ich auch selbst schon in Indien). Es ist vor allem für Eltern interessant, die selbst ein Kind aus Indien adoptieren wollen, aber auch für Menschen, die sich irgendwann ehrenamtlich für Kinder mit Migrationshintergrund engagieren wollen. Irgendwie werde ich aber das Gefühl nicht los, dass die Autorin sich durch das Buch -vielleicht unbewusst- (zumindest AUCH) rechtfertigen möchte, dass sie das Kind aus einem so weit entfernten Land und einer völlig anderen Kultur adoptiert hat. Das braucht sie meiner Meinung nach nicht, denn ich glaube, dass sie eine Art Schicksalsverbindung zu gerade diesem einen Kind hatte. Natürlich ist das "Glaubenssache" (ich glaube z.B. an Reinkarnation), wer nicht glaubt, dass es so etwas wie Schicksalsverbindungen zwischen Menschen wirklich gibt, und dass es kein Zufall ist, wem wir begegnen, wird mir hier nicht zustimmen. Außerdem blieb ihr ja auch keine andere Möglichkeit, als ein Kind aus dem Ausland zu adoptieren, wie sie nachvollziehbar dargelegt hat.
Vielleicht ist die kleine Stella durch dieses Buch ein wenig zum "Star" geworden, was aber nicht schlecht sein muss, solange sie deswegen nicht ständig auf der Straße angesprochen wird, was hier wohl kaum oder gar nicht der Fall sein dürfte. Ob so etwas gut oder schlecht ist, dabei kommt es sehr auf die Situation des einzelnen Kindes an, die ich als Leserin natürlich nicht beurteilen kann.
Ich freue mich jedenfalls schon auf das zweite Buch, und wünsche der Autorin und ihrer Tochter Stella alles Gute.