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Steinsuppe
 
 
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Steinsuppe [Gebundene Ausgabe]

Anais Vaugelade , Tobias Scheffel
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 40 Seiten
  • Verlag: Moritz Verlag; Auflage: 8 (20. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 389565115X
  • ISBN-13: 978-3895651151
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
  • Originaltitel: Une soupe au caillou
  • Größe und/oder Gewicht: 29,4 x 28,6 x 0,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 62.009 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anaïs Vaugelade
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Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Zum Fressen gern

Wolf und Fuchs in neuen Bilderbüchern

Liebe geht durch den Magen, heisst es, und am besten schmeckt das Verbotene. Was man alles essen kann, ob aus Appetit, Neugier oder blosser Gier, erzählen und zeigen zwei Bilderbücher, die unter ihresgleichen zu den Leckerbissen gehören.

Die französische Bilderbuchautorin Anaïs Vaugelade ist dafür bekannt, dass sie das Schwierige liebt. Krieg, Einsamkeit und enttäuschte Liebe gehören für sie durchaus zum Repertoire der in Bilderbüchern zu verarbeitenden Themen. Und auch mit ihrem neuesten Buch, «Steinsuppe», räumt sie einem Gefühl Platz ein, das im Alltag der Menschen einen festen Platz hat, ohne jedoch meist konkret ausgesprochen zu werden – dem Misstrauen. Dieses Gefühl jedenfalls ist es, das das Schwein, die Ente, das Pferd und andere Tiere auf den Plan ruft, als sie sehen, was für ein Gast ihrer Freundin, der Henne, da ins Haus geschneit ist: der Wolf, der Rast macht, um sich eine Steinsuppe zu kochen.

Mit sparsamen Mitteln zeichnet und erzählt Anaïs Vaugelade das improvisierte Abendessen, zu dem jeder und jede etwas mitbringt, allein schon um einen Grund zu haben, eingelassen zu werden. In einem einzigen Raum hat die ganze Geschichte Platz, die Wände sind in ein weiches flaches Gelb getaucht, die Bodenfliesen strahlen in warmem Rot. Mittelpunkt des Geschehens ist ein offener Kamin, über dessen prasselndem Feuer ein beeindruckend grosser Topf hängt, in dem die Suppe vor sich hin brodelt. Um ihn schart sich eine Tiergesellschaft, die ganz offensichtlich gewillt ist, jedes böswillige Ansinnen durch pure Lebenslust zunichte zu machen. Die Körperhaltung der Tiere aber spricht neben aller Ausgelassenheit noch eine andere Sprache. Alles Geschnatter, Gelächter und Wohlbehagen verbindet sich mit einer an der Gespanntheit der Silhouetten ablesbaren Wachsamkeit, die deutlich macht, dass der gefährliche Fremde buchstäblich von niemandem aus dem Auge gelassen wird. Ein Lehrstück nicht nur in moralischer, sondern auch in ästhetischer Hinsicht. Denn das, worauf es ankommt, steht zwischen den Zeilen und ruht im Verborgenen – so wie im richtigen Leben oftmals auch.

Wie der Wolf, so ist auch der Fuchs in der Kinderliteratur als hinterlistiger Vielfrass bekannt. Die Leibspeise des von Franziska Biermann erfundenen und gezeichneten kleinen Herrn Fuchs aber sprengt nicht nur sein Portemonnaie, sondern auch den Rahmen des Gewöhnlichen: «Herr Fuchs mag Bücher!» Und wie! Nicht irgendwelche etwa, sondern das Niveau der russischen Klassik sollte es schon sein. Mit ein bisschen Salz und Pfeffer bestreut, schmecken sie ihm am besten. Nachdem er dieser lebensnotwendigen Leidenschaft aber bereits sein ganzes Hab und Gut geopfert hat, ist guter Rat teuer. Zu welchen Tricks und Umwegen der «Beschaffungsmassnahme» sich der verzweifelte Habitué hinreissen lässt, wird von der Bilderbuchkünstlerin mit so viel Einfallsreichtum und Verve erzählt, gezeichnet, collagiert und gemalt, dass man sich am Ende selbst wie der kleine Herr Fuchs fühlt und das Buch förmlich verschlingt – Salz und Pfeffer nicht nötig!

Starke Farb- und Formkontraste, ein phantasievolles Wechselspiel von Bild und Text und ein spielerisch ausbalanciertes Abwechseln von kunterbunt durcheinander gewürfelten und klar gezeichneten Bildpassagen machen das Buch zu einem Seh- und Leseabenteuer. Der Weg von der Leihbücherei bis zum Letter Labor in Hollywood ist eben nicht nur entbehrungsreich, sondern auch mit vielen Einfällen und Buchstaben gepflastert. Dieses Buch, das im Mai erscheint, kann gerade für Kinder, die dabei sind, das Lesen zu entdecken, ein gefundenes Fressen sein.

Ursula Sinnreich

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2001
In einer Doppelrezension bespricht Ursula Sinnreich zwei Kinderbücher, die sich mit Essen oder besser gesagt: Fressen beschäftigen und nicht nur deswegen ihrer Ansicht nach als "Leckerbissen" bezeichnet werden können.
1.) Anais Vaugelade: "Steinsuppe" (Moritz-Verlag)
Das Grundthema, das die Autorin hier ausgewählt hat, findet die Rezensentin für ein Kinderbuch recht ungewöhnlich, aber umso begrüßenswerter: Es geht um Misstrauen, erläutert Sinnreich dem Leser. Denn Misstrauen scheint allen Tieren angemessen, als die Henne auch einen Wolf zum gemeinsamen Abendessen einlädt. Was Sinnreich am besten an diesem Buch gefällt, ist die Mischung zwischen der - oberflächlich betrachtet Ausgelassenheit und Partystimmung aller Tiere beim Abendessen einerseits und den misstrauischen Blicken, mit denen der Wolf nicht aus den Augen gelassen wird, andererseits. Ausgesprochen wird dieses Misstrauen nicht, so Sinnreich. Vielmehr vermittele sich der eigentliche Inhalt des Buchs "zwischen den Zeilen und ruht im Verborgenen". Wie im wirklichen Leben eben auch, wie sie findet.
2.) Franziska Biermann: "Herr Fuchs mag Bücher!" (Rowohlt Taschenbuch)
Sinnreich erläutert dem Leser zunächst, dass der Titel des Buchs durchaus wörtlich zu nehmen ist. Denn der Fuchs MAG nicht nur Bücher er FRISST sie, und zwar besonders gerne russische Klassiker, bestreut mit Salz und Pfeffer. Doch Futter dieser Art erweise sich als doch recht kostspielig. Was nun der Fuchs alles anstellt, um an diese ungewöhnlichen Leckerbissen heranzukommen, das sieht Sinnreich hier "mit so viel Einfallsreichtum und Verve erzählt, gezeichnet, collagiert und gemalt", dass man als Leser das Buch auch ohne Salz und Pfeffer geradezu verschlinge. Besonders die Kontraste haben es der Rezensentin angetan, sowohl farblich als auch was die Form betrifft, sowie das "phantasievolle Wechselspiel von Bild und Text". Nach Sinnreich also ein "gefundenes Fressen" für Kinder, die gerade das Lesen für sich entdecken.

© Perlentaucher Medien GmbH

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Kurioser Weise bin ich nicht der Meinung, daß das Hauptthema des Büchleins allein das Misstrauen ist. Vielmehr geht es, so denke ich, darum, durch die soziale Komponente des gemeinsamen Kochens und Essens das Misstrauen dem Fremden gegenüber aufzulösen. Klar ist der Wolf als nicht allzu angenehmer Zeitgenosse bekannt... In aller erster Linie kommen die Tiere aus Neugierde, nicht unbedingt um die Gans zu schützen, sondern, wie Nachbarn so sind...um mal zu gucken und nach dem Rechten zu sehen. Und dann steuert jeder durch Rat und (Zu-)Tat seinen Beitrag zum Gelingen des Festmahls bei. Ich finde es ist ein wunderschönes Buch, zum interkulturellen Lernen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Argwohn und Vertrauen 21. Dezember 2007
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
So nah können Argwohn und VErtrauen sein, dass man schließlich gar nicht mehr weiß, was man glauben soll.
Und dies ist vielleicht die Quintessenz aus diesem so brillanten Kinderbuch, das sich ebenso für Jugendliche und Erwachsene einsetzen lässt:
Möchtest Du einen anderen Menschen kennenlernen, bedarf es ein gehörigen Portion Vertrauen und ein ausreichendes Maß an Misstrauen. Nicht alles, was einem versprochen wird, ist wirklich wahr und gut.
Nach und nach kommen immer mehr Tiere zum Wolf und kreieren mit ihm eine "Steinsuppe", wozu der Wolf eigentlich den geringsten und doch wichtigsten Teil beisteuert: einen Stein.
Der Wolf geht schließlich so lautlos wie er gekommen war und man fragt sich, was das Ganze eigentlich sollte. Geht es darum, dass die Mächtigen einen ausnutzen, dass sie arglistige Hintergedanken haben, dass sie uns nur zum Arbeiten und zum Zeitvertreib brauchen? Das Buch gibt hier keine klare Antworten.
Und so ist diese Parabel ein ganz besonderes Buch: es weckt Phantasien, es ruft zum Widerspruch und zum eigenen Nachdenken auf. Und schließlich wird es - in gemeinsamer Runde vorgetragen - eine ideale Diskussionsgrundlage über Machtverhältnisse, Angst und Vertrauen sein.
Die herrlich frischen und sympathischen Bilder sind hier die Krönung eines Werkes, dass in jedes Kinder- und Jugendzimmer gehört, um im Konflikt zwischen "Gut" und "Böse" die Suppe schließlich gemeinsam auszulöffeln! Erfahrung gibt es hier satt!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Steinsuppe ist ein Buch, das ein Thema behandelt, das wohl jeder schon einmal erlebt hat: Misstrauen. Ein einsamer, hungriger Wolf erbettelt sich bei einer gutmütigen Henne einen Platz am Feuer. Er möchte lediglich eine Steinsuppe kochen, sagt er. Ob man ihm trauen kann? Nun, bei den anderen Tieren regt sich erst einmal tiefes Misstrauen. Der Wolf und Steinsuppe? Ob er nicht doch vielleicht eher Hühnersuppe bevorzugt? So kommt es, dass sich ein Tier nach dem anderen in dem Haus der Henne einfindet um unauffällig ein Auge auf den Wolf zu werfen. Und irgendwie sind sie doch alle auch ein wenig neugierig, was eine Steinsuppe denn nun sein soll.

Und da die Steinsuppe doch ein wenig fade schmeckt, steuert jedes Tier eine Zutat bei. Das Haus wird immer voller, der Suppentopf füllt sich. Und am Ende... Nun, alles möchte ich hier ja nicht verraten. Aber vielleicht ist genau das, das Geheimnis des Buchs. Denn auch hier wird längst nicht alles verraten. Die Geschichte lässt sich ganz vielseitig deuten und dadurch kann man beim Vorlesen wunderbar diskutieren.

Zum Beispiel ob der Wolf wirklich böse ist. Hat er vorgehabt die Henne zu fressen? Oder ist er vielleicht einsam? Das Buch gibt keine klare Antwort. Doch zwischen den Zeilen findet man so manches geschrieben. Aber am Besten bildest du dir deine Meinung selbst!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Steinsuppe ist einfach sensationell !
Die kleine Geschichte von Anais Vaugelade ist einfach großartig ! Sie bricht mit allem, was man erwartet und allem was man kennt. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Katrin Hentschel veröffentlicht
Klein, fein, gut
Am besten nehmen Sie hier natürlich die große Ausgabe, damit man die Bilder auch schön vorzeigen kann beim vorlesen. Kurze, knappe Geschichte. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Manuela Schwab veröffentlicht
sehr schönes Vorlesebuch
Meine beiden Kinder (2 und 4) lieben dieses Buch und ich lese es auch immer wieder gern vor. Der minimalistische Ton des Wolfs hat hier manchmal schon spaßeshalber Einzug... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von eine Viellesende veröffentlicht
Offen für Interpretationen
Das wunderbare an diesem Buch ist, daß man es auf verschiedenste Art interpretieren kann. Probiert es aus! Fragt nach, warum die Geschichte endet, wie sie endet. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von chromatom veröffentlicht
Gewitzt
... ist der Wolf und ist die Geschichte. Gut, der Wolf sieht etwas gruselig aus. Da bin ich auch schon bei meinem Minus: Nicht ganz behaglich ist mir bei dem Punkt, dass die Tiere... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. August 2009 von THP
ein wolf in not
Die anderen Rezensionen habe ich aufmerksam gelesen und nur um die Neugierde bei dem ein oder anderen zu stillen: die "Steinsuppe" basiert auf einem irischen Märchen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. August 2008 von Kammann-gimbel
Geschichte, die Kinder zum Nachdenken anregt
Die Geschichte ist recht simpel (nicht negativ gemeint!) und im Amazon beschrieben. Amüsiert haben wir uns über die Unverfrorenheit des Wolfes und die originellen... Lesen Sie weiter...
Am 16. September 2001 veröffentlicht
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