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Emil Zopfis neues Buch spart von der ersten Seite an nicht mit Spannung. Diese lädt sich einerseits mit Elementen des Krimis auf, andrerseits mit der Faszination, die das Bergsteigen auf so viele ausübt. Der Autor, auch als vorzüglicher Alpinist bekannt, weiss indessen die Gefahren romantisierender Beschreibungen zu meiden. Nüchtern, kompetent, gleichwohl mit verhaltener Leidenschaft zeichnet er die Bergtouren von Andrea nach, die unbedingt die Sila im Alleingang und erst noch im Winter meistern will. Diese Passagen aus der Stein- und Eiswelt gehören zu den herausragenden. Der Bergsteiger wie der Sesselhocker (Letzterer mit wohligem Schauder) wird sie zu geniessen wissen. Auch treten die Figuren mit deutlichen Konturen hervor, allen voran der bärbeissige Vater. Einzig, dass Andrea den Stein findet, das corpus delicti , ist ein allzu glücklicher Zufall und dürfte nur geringe Wahrscheinlichkeit beanspruchen.
Beatrice Eichmann-Leutenegger
Nur weil kein Mann erreichbar war, wird die junge Bergführerin Andrea vom alten Amstad mitgenommen für eine Rettungsaktion. Man traut ihr nicht viel zu, und überhaupt, wieso muss die sich ausgerechnet in dieser Gegend niederlassen? Nach einer Stunde finden sie die gesuchte Frau. Sie ist tot. Aber warum will Amstad, dass es ein Unfall war? Oder sieht Andrea tatsächlich zu viele Krimis?
In diesem Jahr wird ihr alles ein wenig zu viel. Sie versucht sich als Bergführerin selbständig zu machen. Ihr Vater hätte es lieber gesehen, sie wäre zur Polizei gegangen, wie er seinerzeit. Kommt dazu, dass plötzlich eine junge Thai bei ihm wohnt, das ist sehr gewöhnungsbedürftig. Kommt dazu, dass sie selber mit den Männern hadert. Und jetzt diese Tote, mit der etwas nicht stimmt.
Ihr Vater will unbedingt, dass sie diesen Fall löst. Aber Andrea will vor allem selbständig werden, endlich! Sie arbeitet hartnäckig an ihrer beruflichen Existenz und plant einen grossen Coup.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sila-Reihe, Band 2 (Andrea Stamm Nr. 1),
Von
Rezension bezieht sich auf: Steinschlag: Bergführerin Andrea Stamms erster Fall (Gebundene Ausgabe)
"Steinschlag" (2002) ist der zweite Band von Emil Zopfis Sila-Reihe und zudem der erste Auftritt der Bergführerin Andrea Stamm. Die Verbindung zum ersten Band "Die Wand der Sila" (1986) ist der Arzt Daniel.Andrea hat sich im fiktiven Bergdorf Pratt als Bergführerin selbstständig gemacht. Sie bricht somit in eine Männer-Domäne ein und wird dem entsprechend beäugt. Dann wird sie zu einem Rettungseinsatz gerufen, da eine Wanderin von einem Stein tödlich getroffen worden ist. War es wirklich ein Unfall? Andrea hat da ihre Zweifel. Ausserdem ist ihr Vater ein pensionierter Polizist, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Emil Zopfis Krimi ist spannend und unterhaltsam. Die coole Verbindung zwischen Krimi und Bergsteigerroman überzeugt. Eine Art moderner Heimatroman. Auch die Gestaltung der Figuren ist sehr überzeugend. Andrea ist eine eine selbstbewusste Frau auf der Suche nach sich selbst. Im Beruf muss sie sich noch beweisen und in der Liebe muss sie auch ihren Weg finden. Der Roman wurde 2005 von Judith Kennel für das Fernsehen verfilmt. Mathias Gnädinger spielte Andreas Vater. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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