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Steinland [Gebundene Ausgabe]

Bernhard Jaumann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

9. März 2012
«Die Steine schrien aus dem Grau der Nacht. Sie seufzten nicht und jammerten nicht, es war kein Flüstern, kein Tuscheln, kein sachtes Wispern im Wind. Sie brüllten so laut, dass es in Elsa Rodensteins Ohren gellte.» Es ist eine klare, kalte Winternacht in Namibia. Elsa Rodenstein, das Gewehr quer vor der Brust, bewacht in stummer Verzweiflung den Leichnam ihres Mannes. Am nächsten Morgen nimmt Kriminalinspektorin Clemencia Garises die Aussage der Witwe und der deutschstämmigen Nachbarfarmer auf. Alles deutet auf einen Raubüberfall hin. Auch von dem Sohn fehlt jede Spur. Ist er das Opfer einer Entführung geworden? Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch das Windhoeker Township Katutura gelingt es Clemencia zwar, einen Verdächtigen festzunehmen, dieser erzählt jedoch eine völlig andere Version der Ereignisse jener Nacht. Schon bald ist klar, dass es hier um viel mehr geht. Die von der Enteignung bedrohte Farm Steinland spielt offenbar eine Schlüsselrolle in den undurchsichtigen politischen Auseinandersetzungen um die Landreform in Namibia. Doch was die junge Kriminalinspektorin mindestens genauso umtreibt wie die politische Brisanz ihres neuesten Falls ist die Tatsache, dass ihr Bruder Melvin an dem Verbrechen beteiligt gewesen sein soll. Sie befürchtet Schlimmes, zumal Melvin verschwunden ist.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
  • Verlag: Kindler (9. März 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463405709
  • ISBN-13: 978-3463405704
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 132.304 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der erste deutsche Autor, der mit einer explosiven Mischung aus Krimi, Thriller und brisanter Recherche den afrikanischen Kontinent für die Spannungsliteratur entdeckt hat." (Stern)

Über den Autor

Bernhard Jaumann wurde 1957 in Augsburg geboren. Er studierte in München und war zehn Jahre Lehrer für Deutsch, Geschichte und Italienisch in Bad Aibling. Nach längeren Aufenthalten in Italien, Australien und Mexiko-Stadt lebt er zurzeit in Windhuk/Namibia. Bisher erschienen «Hörsturz», «Sehschlachten», «Handstreich», «Duftfallen», «Saltimbocca» (Friedrich-Glauser-Krimipreis 2003), «Die Vipern von Montesecco», «Die Drachen von Montesecco» sowie «Die Augen der Medusa» (Deutscher Krimipreis 2009). Für seinen Kurzkrimi "Schnee an der Blutkuppe", erschienen in "Zum Sterben schön" (Hg. Petra Hammesfahr), erhielt er 2008 den Friedrich-Glauser-Preis für Kurzgeschichten. «Die Stunde des Schakals» ist der erste Roman um die namibische Kriminalinspektorin Clemencia Garises, er wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2011 ausgezeichnet. www.bernhardjaumann.de

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5.0 von 5 Sternen "Zuhause ist wo deine Toten liegen." 10. April 2012
Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wenn hundertfünfzig Kilometer von Windhoek entfernt auf einer Farm nachts gewildert oder gestohlen wird, ist nicht zu erwarten, dass deshalb die Polizei ausrückt. Die Polizei ist nicht besonders gut angesehen in Namibia - sie kommt gar nicht, ermittel laienhaft oder lässt Verdächtige bald wieder laufen. Als Clemencia Garises und ihre Kollegen von der Serious Crime Unit vormittags auf der Farm Steinland eintreffen, ist nach einer nächtlichen Auseinandersetzung um einen Diebstahl Farmer Rodenstein tot, sein Sohn nach Aussage Elsa Rodensteins und der Nachbarn von drei Schwarzen entführt worden. Clemencia, die ihr ganzes Leben im Windhoeker Stadtteil Katutura verbracht hat, findet zu den weißen Farmern nur schwer einen Draht. Die Zeugenaussagen zu den Ereignissen dieser Vollmondnacht erscheinen Clemencia sonderbar. Die Ermittlerin hat in Südafrika studiert und ein Praktikum bei der finnischen Polizei absolviert. Sie kennt effektive Ermittlungsarbeit, doch die alltäglichen Schlampereien im Staatsdienst Namibias türmen ständig neue Hindernisse vor ihr auf. Noch nicht einmal eine DNA-Probe kann Clemencia ohne Probleme untersuchen lassen - das ist nur in Südafrika möglich - umständlich und kostspielig. Clemencia - jung, qualifiziert, schwarz - hat die gläserne Decke über sich als Bremse ihrer Polizeilaufbahn bereits deutlich zu spüren bekommen. Der Fall Rodenstein entpuppt sich für sie komplizierter als gedacht; denn der alte Farmer sollte im Zuge der Landreform von der regierenden SWAPO gezwungen werden, sein Land zu verkaufen. Dass auf der Farm Steinland schwarze Farmer einmal ihren Lebensunterhalt verdienen werden, glaubt niemand. Wer sich an dem günstig zur Hauptstadt gelegenen Farmgelände wohl bereichern möchte? Clemencia steht unter Druck; sie befürchtet, dass ihr nichtsnutziger Bruder Melvin an der Tat beteiligt war. Sie muss Täter und Hintermänner möglichst schnell dingfest machen - oder wegen Befangenheit die Ermittlungen abgeben.

Bernhard Jaumann hat wieder äußerst sorgfältig recherchert und versteht es, seinen Lesern die Eigenheiten der verschiedenen Nationalitäten zu vermitteln, die in Namibia zusammen leben. Jaumanns zweiter Namibia-Roman fordert Aufmerksamkeit für Zwischentöne und Nebensätze, um beispielsweise aus dem Mund von Clemencias weißem Kollegen Robinson zu erfahren, was er von der Affirmative-Action-Politik der schwarzen Regierung hält. Die stürmische Beziehung zwischen der schwarzen Ermittlerin und ihrem deutschstämmigen Liebhaber Claus Tiedtke, Redakteur der Allgemeinen Zeitung, konzentriert die harten Kontraste der namibischen Gesellschaft wie in einem Brennglas. In kursiv gesetzten Einschüben rollt der Autor die Geschichte der Farm und die der Familie Rodenstein auf. So bekommt man als Leser gleich zu Beginn der Handlung das Land und den besonderen Menschenschlag deutschstämmiger Farmer nahegebracht, der sich - unbeirrt von politischen Umwälzungen und wirtschaftlichen Rückschlägen - im namibischen Hochland seit Generationen der Viehzucht verschrieben hat. Während Die Stunde des Schakals für einen Krimi ungewöhnlich tief den politischen und historischen Hintergrund der Ereignisse beleuchtete, punktet der Nachfolgeband mit der psychologisch glaubwürdigen Charakterisierung der Figuren. Steinland fand ich deshalb spannender als den ersten Band um Clemencia Garises, die Figuren interessanter.

Textauszug
"Der Wind kam aus Nordosten. Er bog die Spitzen der paar dürren Gräser, die noch aufrecht standen, und trieb Schleier feinen roten Staubs vor sich her. Aus dem Schatten eines Hakkie-Busches bewegte sich langsam ein Chamäleon hervor, verharrte dann im Schritt, als wäre unvermittelt die Zeit angehalten worden. Es war ein Namaqua-Chamäleon, das sich vor kurzen gehäutet hatte. Noch hingen Fetzen des gesprengten alten Schuppenkleids über der frisch glänzenden bräunlichen Haut. ... Der Kopf war massig und wurde fast bis zum Halsansatz von einer dünnen Linie durchzogen, die verriet, wo sich das Maul öffnen würde, wenn es galt, einen Käfer oder eine kleine Eidechse zu verschlingen." (S. 270/271)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jaumann wird immer besser 28. März 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Bernhard Jaumanns zweiter Roman mit der namibischen Ermittlerin Clemencia Garises kreist um brandaktuelle namibische Tagespolitik: die Landreform. Und wieder gelingt es dem Autor, einen preisverdächtigen Krimi vorzulegen. Von der ersten bis zur letzten Seite entwickelt sich eine rasante und spannende Handlung mit viel namibischer Atmosphäre - ohne kitschiger Postkartenromantik, aber mit kenntnisreichen Einblicken in die heutige Gesellschaft Namibias. Alles wird angereichert mit augenzwinkerndem Humor, großartigen Wendungen und liebenswerten Protagonisten. Man will das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Schon der Vorgänger-Roman Die Stunde des Schakals hat beeindruckt und auch dieses Buch hat fünf Amazon-Sterne verdient (leider sind mehr nicht möglich). "Weiter so" möchte man Jaumann zurufen und sich auf weitere Clemencia-Garises-Romane aus Windhoek freuen...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi aus Namibia 15. März 2012
Von Silke Schröder, hallo-buch.de TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wie schon in 'Stunde des Schakals' beschreibt Benhard Jaumann auch in seinem zweiten eindrucksvollen Krimi 'Steinland' die politische Situation im ehemaligen deutschen Südwest-Afrika, dem jetzigen Namibia. Dabei zeichnet er ein Bild von einem immer noch zerrissenen Land, in dem die Kluft zwischen Arm und Reich auch Jahrzehnte nach der 1989 errungenen Unabhängigkeit von Südafrika immens ist. Und in dem neben dem immer noch latent vorhandenen weißen Rassismus auch ein Rassismus der Schwarzen existiert. Dazu beschreibt er eine umstrittene Landreform, die die weißen Farmer enteignen soll, um das Land an ihre ursprünglichen Besitzer oder an landlose Bauern zurückzugeben - eine Reform, wie sie schon in Simbabwe, dort aber wesentlich unbarmherziger durchgeführt wurde. Auch der Polizeialltag Namibias mit all seinen kleinen und großen Hindernissen, durch die sich die junge Kripobeamtin Clemencia als Hauptfigur kämpfen muss, wird überaus anschaulich dargestellt. Die Bestechlichkeit der Behörden lässt Jaumann ebenso wenig unerwähnt wie die starken familiären Bindungen seiner jungen Heldin, die in einem Township von Windhoek, der Hauptstadt Namibias lebt. So gelingt Berhard Jaumann mit seinem Krimi 'Steinland' ein glaubwürdiger und trotz aller Missstände liebevoller Blick auf die noch junge Nation Namibias.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Steinland
Gute Story und die Beschreibungen der Szenen in Südafrika zusammen mit den politischen Problemen der umgebenden Ländern sind realistisch und spannend bis zum Schluss. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Leseratte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Uneingeschränkt empfehlenswert
Schon die Stunde des Schakals hat mir sehr gut gefallen. Steinland steht dem in nichts nach. Geradlinige aber gute Sprache, eine fesselnde story die auch spannend dargeboten wird,... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von beaver veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Lebendiges Namibia
Habe das Buch in der Stadtbücherei ausgeliehen und fand es ziemlich interessant. Es gibt viele Informationen über die Geschichte und den heutigen Alltag in Namibia. Z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von feuerschweif veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Steinland
Nach einer Reise nach Namibia habe ich diesen Krimi gelesen. Die Verknüpfung von Politik, dem Leben der weißen Farmer und dem Leben der Schwarzen im Township Katatura... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Martha veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannende Authentizität
Ein Wiedersehen mit den bekannten Ermittlern aus der "Stunde des Schakals", unbedingt lesenswert, nicht nur für an Namibia Interessierten. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Wildlife veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Wieder mal der Hit!
Mit dem Namibia-Thriller "Steinland" legt Bernhard Jaumann nach dem hier schon
vorgestellten Die Stunde des Schakals ein weiteres spannendes Buch über dieses... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von lesefreak veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Steine, die aus dem Grau der Nacht schreien
Auf der Krimiliste der ZEIT klettert Bernhard Jaumann mit seinem bei Kindler erschienen Kriminalroman "Steinland" allmählich höher. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Christoph Martin Wieland veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerter Nachfolger zum Krimipreis-2011-Roman
Bernhard Jaumann legt die Schauplätze seiner Kriminalgeschichten gerne weltweit an. Neben Italien mit Montesecco sticht dabei seit ein paar Jahren Nambia hervor, etwa in... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Tyrone Slothrop jr. veröffentlicht
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