Leise und unaufdringlich erzählt, aber von großer atmoshärischer Kraft und anrührend;
die Geschichte des 15-jährigen Wouter, nach dem plötzlichen nächtlichen Verschwinden der Eltern (das bis zuletzt nebulös und rätselhaft bleibt und Spannung erzeugt) mit seinem knapp älteren Bruder Stijn in einem kleinen holländischen Küstenort allein dastehend.
Der tapfer um Fassung bemühte Junge, innendrin jedoch sehr von der Sache gefangen, sucht und findet Halt in der heimatlichen Natur, der Religion und in häufigen Tagträumen, in denen ihm seine Mutter wiedererscheint.
An mancher Stelle erinnert das Buch an den frühreren Maarten t'Hart (insbesondere den "Schwarm Regenbrachvögel").
Mir hat es in seiner schlichten aber irgendwie sehr poetischen Art sogar noch besser gefallen.