Das einzige, was ich an diesem Buch vermisste, war eine Erklärung dafür, warum die vorherige Rowohlt Monographie über Rudolf Steiner, von Johannes Hemleben verfasst, durch dieses Buch ersetzt wurde.
Der Author beschreibt ruhig und tiefgründig den Werdegang Steiners, so dass man dessen Lebensenfaltung kontinuierlich mitverfolgen kann. Ein Grossteil des Textes besteht aus Steinerschen Zitaten. Diese sind sehr gut ausgewählt, so dass Wendepunkte in dessen Leben vorangekündigt und danach erst vollzogen werden. Was in der theosophischen Gesellschaft ablief, wie es zu Eurythmie und Waldorfschulen kam, wird alles klarer, so gut es auf 143 Seiten geht.
Wirklich verstehen kann man Rudolf Steiner aber auch nach diesem Buch nicht. Er schien von etwas anderem Getrieben zu sein, welches nur in Wenigen derart wirksam ist.