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Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen
 
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Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen [Taschenbuch]

Mark Twight , Franca Fritz , Heinrich Koop
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 384 Seiten
  • Verlag: Malik; Auflage: 2 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3890292798
  • ISBN-13: 978-3890292793
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 707.717 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mark Twight
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Was hast du für ein Problem? Ich glaube, ich weiß es. Du siehst es jeden Morgen im Spiegel.“ Boff, das sitzt. Für Menschen, die „nichts riskieren und ihr Leben abseits von Leben und Tod verbringen“, hat Mark Twight eben nur Verachtung übrig. Etwa für diejenigen, deren „mutigen Taten darin bestehen, morgens aus dem Bett zu steigen, sich mit ihrem Chef zu streiten oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt zu fahren.“ Wer sich bei solchen Formulierungen auf den Schlips getreten fühlt, der sollte das Buch schnell zur Seite legen. Denn in diesem Ton geht es schonungslos weiter. Twight, einer der besten Extrem-Alpinisten Amerikas, ist auf den gesamten 384 Seiten zutiefst provokant, arrogant und extrem. Zu Tourvorbereitungen genügt ihm etwa nicht normales Konditionstraining. Nein, er rennt Treppen rauf und runter, bis er sich übergeben muss und zerstörte sogar Beziehungen, nur um „sich an das Gefühl des Scheiterns zu gewöhnen.“

Solche Töne sind selbst erfahrene Bergliteratur-Leser nicht gewöhnt. Wer Twight kennt, schon. Denn das Enfant terrible der Bergsteigerszene ist schon immer viel mehr als andere getrieben von Wut, Leidenschaft, Kompromisslosigkeit und schonungsloser Ehrlichkeit. Und genau das vermittelt auch sein Buch, das vielleicht ehrlichste und radikalste Buch über die Sucht nach dem Berg.

Der ist Twight zweifel- und gnadenlos verfallen. 24 Storys und Essays machen das überdeutlich. Sie alle handeln von Allein- und Erstbegehungen, vielmehr aber noch von Versuchen und Rückzügen in den Alpen, im Himalaya, im Pamir-Gebirge und in Alaska, und generell vom Leben und Sterben in den Bergen. Konkret handelt es sich um eine Zusammenstellung von zum Teil überarbeiteten und radikalisierten Zeitschriftenartikeln, die zwischen 1985 und 2000 veröffentlicht wurden. Spätestens beim Redigieren und „Radikalisiern“ seiner eigenen Texte wunderte es Twight oft selbst, dass er bislang alle Abenteuer überlebte. Angesichts der Zahl tödlich verun-lückter Kletterkameraden könnte der Buchtitel nämlich genauso gut „Steig und Stirb“ lauten. -- Christian Haas

Kurzbeschreibung

Als einer der radikalsten Alpinisten ist er x-mal durch die Hölle gegangen: Mark Twight. »Klettern bedeutet für ihn Anarchie und Hingabe.« (Reinhold Messner) Twights preisgekröntes Buch gehört zum Ehrlichsten, was Bergliteratur heute zu bieten hat. »Ich trainierte. Ich bestrafte mich. Wenn ich mich leiden ließ, würde mich das auf die schwierigsten Touren in großer Höhe vorbereiten, dachte ich. Ich schlief auf dem Boden. Ich schleppte Eis mit bloßen Händen. Ich hämmerte mit ihnen auf Betonwände ein. Ich rannte Treppen hinauf und hinunter, bis ich mich übergab. Und ich zerstörte Beziehungen, um mich an das Gefühl des Scheiterns zu gewöhnen…« Niemand beschreibt die Sucht nach dem Berg wütender, und seine Sprache ist mindestens ebenso kompromißlos wie seine Leidenschaft. Jetzt erscheinen erstmals auf deutsch Mark Twights aufregendsten Reportagen, die seine über 15jährige Karriere dokumentieren.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Heutzutage findet man Berge von Literatur über

Berge. Ganz obenauf sind die sogennanten autobiographien, mit denen heutzutage beinahe jeder zweite Bergsteiger versucht ein kleines bisschen Ruhm zu erlangen. Große Gefühle werden geschildert, meist so übertrieben dass es schon beinahe trivial erscheint.

Anders dieses Buch. Nichts wird heiliggesprochen, eher wird einfach erzählt von guten tagen, schlechten Tagen und der Zeit dazwischen die er irgendwie zu überbrücken versucht. Teilweise schreibt er wie im Wahn, nur der ernst der erlebnisse scheint ihn immer wieder auf den Boden zu holen. Der Schreibstil ist nicht immer einfach aber doch erkennt man immer die Botschaft, den Flow der Menschen erst zu solchen höchstleistungen treibt. Und höchstleistungen vollbringt er, die größten vielleicht sogar bei einem seiner rückzüge, die flucht vor seinem ersten achttausender. Mark twight strebt nach perfektion wie kein zweiter und in diesem buch "Rechtfertigt er sich auch für seine elitäre Haltung".

Ein Muss für jeden Kletterer oder bergsteiger, und eine wahnsinnige Horizonterweiterung für jeden der auf irgendeine Art und Weise nach Mehr strebt, als dem täglichen ein und aus.

"people run in circles - what a mad world"
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch voller Extreme 3. September 2007
Von Petra B.
Format:Taschenbuch
Geschichten, Reportagen und Biografien rund ums Bergsteigen faszinieren mich seit eh und je. Darum habe ich natürlich auch zu diesem Buch gegriffen.

Ich denke, an dem Menschen Mark Twight scheiden sich die Geister. Mir persönlich ist er erst im letzten Kapitel "Rechtfertigung einer elitären Haltung" etwas sympatischer geworden. In den Kapiteln zuvor hat er sich völlig anders dargestellt. Er ist einfach besessen, hasserfüllt - auch sich selbst gegenüber - und nur wenig kompromissbereit.

Von dem oft bewährten Slogan 'In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist' ist bei ihm leider nicht sehr viel zu spüren. Manchmal hat es mich gewundert, dass er überhaupt zu den wenigen echten Freundschaften fähig ist. Außerdem äußert er sich sehr abfällig über die Dritte Welt (z.B Katmandu) und lässt auch kaum einen guten Faden an Frankreich, wo er jahrelang gelebt hat.

Nun, man kann über die Wertigkeit dieses Buches geteilter Meinung sein, je nachdem, was der Leser in den Vordergrund stellt: die Persönlichkeit Mark Twight oder seine Leistungen als Bergsteiger. Letztere sind natürlich phänomenal, auch wenn er dann und wann einmal ein gestecktes Ziel nicht erreicht hat. Auf jeden Fall sind die Schilderungen darüber einzigartig.

Gewünscht hätte ich mir in diesem Buch ein Glossar, da doch sehr viele Fachausdrücke verwendet werden. Und vielleicht einen Farbfototeil, da die kleinen Schwarzweißfotos qualitativ eher schlecht und dadurch wenig aussagekräftig sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Alpinstil 11. Februar 2010
Format:Taschenbuch
"Kiss or Kill",

es ist ein Buch welches in Verbindung mit Twights Erstlingswerk "Extreme Alpinism" aus sportlich-alpinistischer wie auch aus erzählerisch-persönlicher Sicht durchaus als richtungsweisend und monumental angesehen werden kann.
In MFT hat der ehrliche Alpinstil endlich ein Sprachrohr gefunden um den vielen Pauschal- Bergtouristen, Ausnahmeathleten und Bergsüchtigen auf der Suche nach ihrem persönlichen Grenzerfahrungskick, "geerdeten" Lesestoff und "Trail and Error"-Know How vom Limit am Berg darzubieten.
Ehrliche und ungeschminkte Darstellungen der harten Expeditionen und Wochenendactions sind dabei nur die eine Seite dieser radikalen Erzählweise. Seelische Abgründe, innere Ängste und persönliche Tiefpunkte im Leben von MFT werden hier genauso wie schillernde Hochgefühle körpereigener Drogenausschüttung oder die nervenabtötende Wirkung von Punksounds während extremen Begehungen thematisiert.
Dabei wandert der Gipfel als solcher in den Hintergrund und der (Leidens-)Weg, das Scheitern oder die Wahrung der Kontrolle über Leben und Tod werden als große Chance für den Menschen in den Gebirgen dieser Welt gesehen.

An Beispielen wo Freikletterethos und Ausrüstungswahn dem puren Überlebenswillen untergeordnet und Freundschaften und Beziehungen vom Berg "verdrängt" und vergrämt werden, kann jeder Laie, Athlet und Leistungsalpinist erkennen was es bedeutet wahrhaftig bergsüchtig zu sein.

Trotz aller eitlen und elitären Gedanken Twights, gibt die Ergebenheit gegenüber der Übermächtigkeit der Natur, die sich vor allem in seinen vielen, oft haarsträubenden Rückzugsaktionen wiederspiegelt den Takt seiner Taten an.
Den langen, egozentrischen Weg zu beschreiten um dies zu erkennen und akzeptieren zu können, haben viele Kletterer, Bergsteiger, Forscher und Adrenalinjunks mit dem Leben bezahlt - andere verkaufen sich oder ihre Ideale...der kletternde Anarcho Twight bleibt vor wie nach diesen Büchern aber vor allem eines: Lebend und er selbst!
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