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Produktinformation
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Solche Töne sind selbst erfahrene Bergliteratur-Leser nicht gewöhnt. Wer Twight kennt, schon. Denn das Enfant terrible der Bergsteigerszene ist schon immer viel mehr als andere getrieben von Wut, Leidenschaft, Kompromisslosigkeit und schonungsloser Ehrlichkeit. Und genau das vermittelt auch sein Buch, das vielleicht ehrlichste und radikalste Buch über die Sucht nach dem Berg.
Der ist Twight zweifel- und gnadenlos verfallen. 24 Storys und Essays machen das überdeutlich. Sie alle handeln von Allein- und Erstbegehungen, vielmehr aber noch von Versuchen und Rückzügen in den Alpen, im Himalaya, im Pamir-Gebirge und in Alaska, und generell vom Leben und Sterben in den Bergen. Konkret handelt es sich um eine Zusammenstellung von zum Teil überarbeiteten und radikalisierten Zeitschriftenartikeln, die zwischen 1985 und 2000 veröffentlicht wurden. Spätestens beim Redigieren und Radikalisiern seiner eigenen Texte wunderte es Twight oft selbst, dass er bislang alle Abenteuer überlebte. Angesichts der Zahl tödlich verun-lückter Kletterkameraden könnte der Buchtitel nämlich genauso gut Steig und Stirb lauten. -- Christian Haas -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
endlich einmal ehrlichkeit,
Von two and two always makes up five "Laura" (somewhere between austria and california) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen (Taschenbuch)
Heutzutage findet man Berge von Literatur überBerge. Ganz obenauf sind die sogennanten autobiographien, mit denen heutzutage beinahe jeder zweite Bergsteiger versucht ein kleines bisschen Ruhm zu erlangen. Große Gefühle werden geschildert, meist so übertrieben dass es schon beinahe trivial erscheint. Anders dieses Buch. Nichts wird heiliggesprochen, eher wird einfach erzählt von guten tagen, schlechten Tagen und der Zeit dazwischen die er irgendwie zu überbrücken versucht. Teilweise schreibt er wie im Wahn, nur der ernst der erlebnisse scheint ihn immer wieder auf den Boden zu holen. Der Schreibstil ist nicht immer einfach aber doch erkennt man immer die Botschaft, den Flow der Menschen erst zu solchen höchstleistungen treibt. Und höchstleistungen vollbringt er, die größten vielleicht sogar bei einem seiner rückzüge, die flucht vor seinem ersten achttausender. Mark twight strebt nach perfektion wie kein zweiter und in diesem buch "Rechtfertigt er sich auch für seine elitäre Haltung". Ein Muss für jeden Kletterer oder bergsteiger, und eine wahnsinnige Horizonterweiterung für jeden der auf irgendeine Art und Weise nach Mehr strebt, als dem täglichen ein und aus. "people run in circles - what a mad world" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein Buch voller Extreme,
Von Petra B. (Ehst./Brandenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen (Taschenbuch)
Geschichten, Reportagen und Biografien rund ums Bergsteigen faszinieren mich seit eh und je. Darum habe ich natürlich auch zu diesem Buch gegriffen.Ich denke, an dem Menschen Mark Twight scheiden sich die Geister. Mir persönlich ist er erst im letzten Kapitel "Rechtfertigung einer elitären Haltung" etwas sympatischer geworden. In den Kapiteln zuvor hat er sich völlig anders dargestellt. Er ist einfach besessen, hasserfüllt - auch sich selbst gegenüber - und nur wenig kompromissbereit. Von dem oft bewährten Slogan 'In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist' ist bei ihm leider nicht sehr viel zu spüren. Manchmal hat es mich gewundert, dass er überhaupt zu den wenigen echten Freundschaften fähig ist. Außerdem äußert er sich sehr abfällig über die Dritte Welt (z.B Katmandu) und lässt auch kaum einen guten Faden an Frankreich, wo er jahrelang gelebt hat. Nun, man kann über die Wertigkeit dieses Buches geteilter Meinung sein, je nachdem, was der Leser in den Vordergrund stellt: die Persönlichkeit Mark Twight oder seine Leistungen als Bergsteiger. Letztere sind natürlich phänomenal, auch wenn er dann und wann einmal ein gestecktes Ziel nicht erreicht hat. Auf jeden Fall sind die Schilderungen darüber einzigartig. Gewünscht hätte ich mir in diesem Buch ein Glossar, da doch sehr viele Fachausdrücke verwendet werden. Und vielleicht einen Farbfototeil, da die kleinen Schwarzweißfotos qualitativ eher schlecht und dadurch wenig aussagekräftig sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alpinstil,
Von
Rezension bezieht sich auf: Steig oder stirb: Geständnisse eines Bergsüchtigen (Taschenbuch)
"Kiss or Kill",es ist ein Buch welches in Verbindung mit Twights Erstlingswerk "Extreme Alpinism" aus sportlich-alpinistischer wie auch aus erzählerisch-persönlicher Sicht durchaus als richtungsweisend und monumental angesehen werden kann. In MFT hat der ehrliche Alpinstil endlich ein Sprachrohr gefunden um den vielen Pauschal- Bergtouristen, Ausnahmeathleten und Bergsüchtigen auf der Suche nach ihrem persönlichen Grenzerfahrungskick, "geerdeten" Lesestoff und "Trail and Error"-Know How vom Limit am Berg darzubieten. Ehrliche und ungeschminkte Darstellungen der harten Expeditionen und Wochenendactions sind dabei nur die eine Seite dieser radikalen Erzählweise. Seelische Abgründe, innere Ängste und persönliche Tiefpunkte im Leben von MFT werden hier genauso wie schillernde Hochgefühle körpereigener Drogenausschüttung oder die nervenabtötende Wirkung von Punksounds während extremen Begehungen thematisiert. Dabei wandert der Gipfel als solcher in den Hintergrund und der (Leidens-)Weg, das Scheitern oder die Wahrung der Kontrolle über Leben und Tod werden als große Chance für den Menschen in den Gebirgen dieser Welt gesehen. An Beispielen wo Freikletterethos und Ausrüstungswahn dem puren Überlebenswillen untergeordnet und Freundschaften und Beziehungen vom Berg "verdrängt" und vergrämt werden, kann jeder Laie, Athlet und Leistungsalpinist erkennen was es bedeutet wahrhaftig bergsüchtig zu sein. Trotz aller eitlen und elitären Gedanken Twights, gibt die Ergebenheit gegenüber der Übermächtigkeit der Natur, die sich vor allem in seinen vielen, oft haarsträubenden Rückzugsaktionen wiederspiegelt den Takt seiner Taten an. Den langen, egozentrischen Weg zu beschreiten um dies zu erkennen und akzeptieren zu können, haben viele Kletterer, Bergsteiger, Forscher und Adrenalinjunks mit dem Leben bezahlt - andere verkaufen sich oder ihre Ideale...der kletternde Anarcho Twight bleibt vor wie nach diesen Büchern aber vor allem eines: Lebend und er selbst! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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