Zugegeben, ein klein wenig voreingenommen bin ich natürlich. Man kann nicht seit über 15 Jahren Alben eines Künstlers kaufen und hören, ohne eine Art von Beziehung zu ihm zu entwickeln. Wenn dann noch eine andere Form des Teilhabens dazu kommt, ist es um die Objektivität wohl geschehen.
Also; ganz subjektiv und aus meiner Sicht: Dieses Album ist so sehr Ambros wie zuletzt Voom Voom Vanilla Camera, bzw noch die Hoffnungslos Selbstbewusst, wenn mann Live-Alben dazurechnet.
12 Lieder, die vom Älterwerden erzählen, von Trennung und dem letzten großen Spiel. "Tendenz zur Demenz" ist für mich DAS Stück des Albums. Die Musik lässt die Beine im Rythmus mitzucken und der Text ist so - RICHTIG -, dass ich mich sofort verstanden fühlte. Bei jedem Anhören des Albums freue ich mich auf dieses Lied besonders.
Keines der Lieder macht den Eindruck, als wäre es ein "Auffüller" Das ganze ist eine runde Sache.
Mein Statement ist daher klar: Wer Wolfgang Ambros kennt, für den ist dieses Album eine echt gute Empfehlung, um das aktuelle Werk des Künstlers kennen zu lernen. Und für alle (ok, zumindest im südlichen, deutschsprachigen Raum recht unwarscheinlich), die Ambros noch nicht kennen, neben der Hoffnungslos Selbstbewusst die beste Möglichkeit ihn auf der Grundlage seines aktuellen Werkes kennen zu lernen.
An der Stelle: Vielen Dank an Amazon, dass ich die CD am Tag des Erscheinens schon in der Post hatte.