ARRAY(0xb79fc054)
 

Stefan Gwildis

 

Top-Alben von Stefan Gwildis



MP3-Download-Bestseller von Stefan Gwildis

 
Alle MP3-Songs
1 - 10 von 133 MP3-Songs
Sortieren nach
Song Album Länge Preis
Anhören1. Anker Werfen, Segel SetzenJam in Jail - live & unplugged in Santa Fu 4:03EUR 0,99  Kaufen 
Anhören2. Sie läßt mich nicht mehr los (Album Version)Neues Spiel 5:06EUR 0,99  Kaufen 
Anhören3. Spiel Das Lied In DirFrei Händig 3:40EUR 1,29  Kaufen 
Anhören4. Sie ist so süß (wenn sie da liegt und schläft)Neues Spiel 4:13EUR 0,99  Kaufen 
Anhören5. Männer in den besten JahrenMänner in den besten Jahren 3:20EUR 1,29  Kaufen 
Anhören6. Allem Anschein nach bist Du's (Album Version)Neues Spiel 3:07EUR 0,99  Kaufen 
Anhören7. Spiel Das Lied In DirSpiel Das Lied In Dir 3:40EUR 1,29  Kaufen 
Anhören8. Wo bist du gradwünscht du wärst hier 3:38EUR 1,29  Kaufen 
Anhören9. Sie läßt mich nicht mehr los (Edit)Sie lässt mich nicht mehr los 4:08EUR 1,29  Kaufen 
Anhören10. Wer Los Lässt - Hat Die Hände FreiFrei Händig 3:22EUR 1,29  Kaufen 
1 - 10 von 133 MP3-Songs
« Zurück| Seite: 12345...|Weiter »
Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l. Mit Ihrer Bestellung erkennen Sie unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen an.



Videos


Bilder von Stefan Gwildis
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Biografie

Das mit dem Jazz ist so eine Sache: Einerseits gilt er als Königsdisziplin der Populärmusik, andererseits scheint er nur selten sein Nischendasein zu verlassen. Letzteres könnte sich in diesen Tagen und in unseren Breitengraden gut und gerne ändern. Stefan Gwildis ist es in seiner höchst bemerkenswerten weil ungewöhnlichen Karriere schon einmal mit Bravour gelungen, eine frische Brise durch die deutschsprachige Musikszene wehen zu lassen. Als der Hamburger Sänger und Schauspieler vor zehn Jahren erstmals Soulklassiker in deutscher Sprache präsentierte, wurde dies hier und da als vermessen ... Lesen Sie mehr

Das mit dem Jazz ist so eine Sache: Einerseits gilt er als Königsdisziplin der Populärmusik, andererseits scheint er nur selten sein Nischendasein zu verlassen. Letzteres könnte sich in diesen Tagen und in unseren Breitengraden gut und gerne ändern. Stefan Gwildis ist es in seiner höchst bemerkenswerten weil ungewöhnlichen Karriere schon einmal mit Bravour gelungen, eine frische Brise durch die deutschsprachige Musikszene wehen zu lassen. Als der Hamburger Sänger und Schauspieler vor zehn Jahren erstmals Soulklassiker in deutscher Sprache präsentierte, wurde dies hier und da als vermessen belächelt. Doch letztendlich hat dem heute 54-jährigen der immense Erfolg Recht gegeben. Mittlerweile sind seine Alben regelmäßige Anwärter für hohe Chartnotierungen, von „Neues Spiel“ (2003) bis „frei händig“ (2012) allesamt Bestseller, die sich landesweit gut verkaufen und die das Fundament für regelmäßig ausverkaufte Tourneen sind, denn – auch das hat sich allerorten herumgesprochen – Stefan Gwildis ist ein exzellenter Entertainer, ein sich bei jedem Konzert leidenschaftlich verausgabender Sänger. Sweet Sweat Soul Music!

Jetzt hat Stefan Gwildis gemeinsam mit der NDR Bigband unter der Leitung ihres renommierten Chefdirigenten Jörg Achim Keller ein selbstredend deutschsprachiges Jazzalbum aufgenommen – und ist nun von einer ganz neuen künstlerischen Seite zu entdecken. „Das mit dem Glücklichsein“ ist nicht nur eine große Liebeserklärung an die unsterblichen Songs des „Great American Songbook“, sondern auch eine kleine Rückschau auf die eigene Musikerkarriere aus dem Blickwinkel des Jazz. „Das sind schon meine Wunschtitel, mit denen ich am meisten verbinde“, konstatiert Stefan Gwildis zur Auswahl der Songs. „Das sind alles sehr persönliche Geschichten, teilweise absolute Lieblingssongs. 'My One And Only Love' zum Beispiel ist eine der ganz großen Balladen, die ich schon immer klasse fand. Besonders die Sting-Version finde ich gigantisch. An der haben wir uns auch ein bisschen orientiert.“ Beeindruckend bei den insgesamt 13 Aufnahmen sind die stilistische Bandbreite, die alle Facetten des Big-Band-Jazz abzudecken vermag; die mit etlichen kleinen solistischen Einlagen ausgeschmückten Arrangements der 18-köpfigen NDR Bigband, und schließlich die enorm souveräne Gesangsperformance von Stefan Gwildis, die von einfühlsam melancholischen Blue Notes bis hin zum überbordend rollenden Swing mit einer nuancen- und farbenreichen Gefühlspalette aufwartet. Prämissen, die dieses Album als absolut überzeugend definieren.

Die Hälfte des Albumrepertoires ist dem sogenannten „Great American Songbook“ entlehnt, der losen Zusammenfassung von Songs, die zwischen den 1930ern und 1960ern die Blaupausen des amerikanischen Entertainments lieferten. Allein drei Songs stammen von Cole Porter. Grandios und ungewöhnlich arrangiert ist dessen „In der Stille der Nacht“ (In The Still Of The Night). „Das ist eigentlich eine ganz getragene Ballade, das langsamste, was man überhaupt kennt. Daraus eine Version zu machen, die daherkommt wie von einem, der gerade fünf Kannen Kaffee getrunken hat und nicht schlafen kann, fand ich ungeheuer spannend. Das hat Jörg Achim Keller auch unheimlich gut umgesetzt“, bemerkt Stefan Gwildis. „Du hast mich ganz in der Hand“ (I've Got You Under My Skin) und „Nur das und nicht mehr“ (Just One Of Those Things) hatte schon die unvergessliche Hildegard Knef 1968 auf ihrem Cole-Porter-Album „Träumen heißt Du“ kongenial auf Deutsch interpretiert. Stefan Gwildis wiederum ist ein erklärter Fan der Knef. „Ich finde es gut, in die Knefschen Puschen zu schlüpfen“, sagt er mit einem Lachen. „Wenn wir mal nicht weiter wussten, haben wir uns gefragt: Wie hätte die Knef das gemacht?“ Und zu Cole Porter ergänzt er: „Das sind ganz gewiefte Songs. Die wirken leicht, aber wenn man sie sich mal genau vornimmt und sie analysiert von ihrer Komposition her, sind sie sehr kompliziert. Ich hatte mir das immer vorgenommen, die mal zu singen, hatte mir das aber viel leichter vorgestellt. Ich bin jetzt ganz glücklich, dass ich das gemacht habe.“

Das aufgedrehte „Schieß mich doch zum Mond“ (Fly Me To The Moon), das bei den unterschiedlichsten Interpreten von Frank Sinatra bis hin zu Roger Cicero zu den großen und beliebten Swing-Standards des Jazz-Entertainments gehört, zählt ebenso zu den temperamentvolleren Aufnahmen des Albums wie „Was ist denn schon dabei“, ein Frühwerk von Stefan Gwildis aus Zeiten mit seiner ersten erfolgreichen Band, den Strombolis. Bei diesem klassischen Swing in Count-Basie-Manier, der ein Beleg für die frühe Liebe des Künstlers zum Jazz ist, blitzt der kokette Entertainer auf, der immer wieder mit präzisen Scat-Einlagen punktet. Furios auch die Interpretation des Van-Morrison-Klassikers „Moondance“, der unter dem Titel „Mondglanz“ in neuem, prächtigem Gewand erstrahlt (deutscher Text: Rolf Claussen). Und so wie Stefan Gwildis in den letzten Jahren ein ums andere Mal unter Beweis gestellt hat, dass er das richtige Gespür besitzt, wie man Songs aus ganz anderen Genres mit dem Soul-Virus infiziert, so gelingt es ihm hier, Songs nonchalant in den Jazz zu überführen, „in die Komposition einzudringen“. Ein glänzendes Beispiel ist „Fall nicht auf mich rein“ (The Windmills Of Your Mind), das schon den Abschluss seines letzten Studioalbums „frei händig“ bildete und nun im Big-Band-Arrangement vollkommen neu konnotiert ist.

Eine der markantesten Oasen der Melancholie findet sich in der genialen musikalischen Bearbeitung eines Gedichts von Heinz Erhardt, das eigentlich „Abend“ heißt: „Der Einsame“, wie es nun betitelt ist, war ursprünglich für eine Hommage an Deutschlands urigen Komiker aufgenommen worden. Bei dieser Gelegenheit lernte Stefan Gwildis vor knapp vier Jahren den Pianisten und Komponisten Tobias Neumann kennen und schätzen. Die bewegende Vertonung dieser Ode an den Weltschmerz hat – je häufiger man sie hört – das Zeug zu einem Evergreen. Seitdem arbeiten die beiden Musiker regelmäßig zusammen und im Frühjahr geht Stefan Gwildis, lediglich begleitet von Neumann am Piano, auf Solotournee. (Später im Jahr wollen sie dann, ergänzt um Schlagzeuger Martin Langer und Bassist Achim Rafain touren.) Nicht minder beseelt und filigran ist Nat King Coles phantastische Ballade „Nature Boy“, die unter dem Titel „Das Beste was es gibt“ mit einer ewig gültigen Textzeile berührt: „Das Beste was es gibt auf Erden/ist zu lieben und geliebt zu werden“. Ursprünglich hatte Stefan Gwildis diesen Song für die Revue „Die Große Freiheit“ geschrieben, die er vor sechs Jahren mit seinem langjährigen Bühnenpartner Rolf Claussen am Sankt Pauli Theater inszeniert hatte. Ebenfalls aus dieser Revue stammt „Regennacht in Hamburg“ (Rainy Night In Georgia). In dieser traumwandlerisch romantischen Hymne auf seine Heimatstadt beschreibt Gwildis, ganz in sich gekehrt, einen nächtlichen Spaziergang. Atmosphärischer als in dieser somnambulen Jazzversion ist dieser Song kaum vorstellbar.

Der Titelsong „Das mit dem Glücklichsein“ (My Funny Valentine) basiert nicht nur auf einer der berühmtesten Balladen der Jazzgeschichte, sondern hat für Stefan Gwildis einen sehr persönlichen und geradezu tragischen Hintergrund. „Als wir an den Texten gearbeitet haben, kaute ich an der Zeile „Glücklichsein“ herum und es dauerte ewig. An einem Samstagabend rief mich mein damaliger Pianist Ralf Schwarz an und erzählte mir, dass er ein Haus gekauft habe; er freute sich richtig darüber. Es war ein ganz schönes Gespräch und danach ging ich ins Bett. Am nächsten Morgen wachte ich auf und schrieb diesen Text auf, das mit dem Glücklichsein. Im Prinzip, wie man es einem Kind erklärt. Ganz einfach: Mach das Fenster auf. Breite die Arme aus. Flieg raus. Am Montag stürzte sich Ralf Schwarz hier in Hamburg von einem Haus und nahm sich das Leben. Am Montagabend saß ich fassungslos vor dem Text und stellte fest, dass genau das passiert war, was ich geschrieben hatte.“ Der traurige Unterton in der Interpretation, die vom Sentiment her einem Chet Baker ebenbürtig ist, hat also eine schicksalhafte autobiographische Note, wie sie Gwildis sonst eher mit Bedacht in seine Songs einarbeitet. Zweifellos einer der Höhepunkte dieses stimmigen und höchst stimmungsvollen Jazzdebüts des norddeutschen Allroundtalents.

Zur sehr persönlichen Hommage an eine verflossene Liebe, der hier mit allem Respekt ein intimer Tribut gezollt wird, ist „Wir haben uns mal geliebt“ (My One And Only Love) avanciert. Die deutsche Version des nunmehr 60 Jahre alten Songs ist eines der exklusiv für dieses Album entstandenen Stücke, das zugleich den Gefühlsmenschen Stefan Gwildis kongenial porträtiert. Der Mann, der seit Jahren für seine Bodenständigkeit und Gelassenheit von Publikum und Presse gelobt und geliebt wird, zeigt sich in solchen Momenten von seiner verletzlichen Seite. Das gilt auch für das cineastisch anmutende „Lass mich nicht allein heut Nacht“ (Have A Little Faith In Me). Das an einen Filmscore erinnernde Arrangement ruft bei Stefan Gwildis unvergessliche Kinobilder hervor, aus Filmklassikern nach Büchern von Tennessee Williams oder aus der Verfilmung von Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“

„Das mit dem Glücklichsein“ ist fürwahr ein Album, das viele Rezeptionsmöglichkeiten bietet, ein reiches Werk, das Jazznostalgiker ebenso zu verführen vermag wie Liebhaber von Songs, in denen sich Lebensgefühl, Lebenserfahrung und Lebensphilosophie im zeitlosen Jazztableau widerspiegeln. Seine Feuertaufe als Jazzsänger (lässt man mal die Swing-Nummern mit den Strombolis und einige seiner Revuen außer Acht) erlebte Stefan Gwildis übrigens im letzten Jahr in einem Berliner Jazzclub bei einem Konzert des Jazzpianisten Don Gruisin. Zwei von seinem Labelchef eingefädelte Cameo-Auftritte mit deutschsprachigen Jazzklassikern reichten, um das Publikum zu begeistern und waren letztendlich der erste Schritt zu dem nun vorliegenden kompletten Jazzalbum.

Live sind zunächst mehrere Auftritte mit der NDR Bigband geplant, u.a. bei der Preisverleihung des diesjährigen Jazz Echo, die erstmals in Hamburg ausgerichtet wird, sowie beim Elbjazzfestival. Zwei Heimspiele der besonderen Art. Wie heimspielstark Stefan Gwildis ist, weiß jeder, der einmal (oder eben alljährlich) seine Sommerkonzerte im Hamburger Stadtpark erlebt hat. Diese „Soulmessen“ sind glücklicherweise bestens dokumentiert und belegen, was für eine charismatische Bühnenerscheinung Gwildis ist. Es gehört zu seinen Meriten, dass er mit enzyklopädischer Verve Soulmusik für die deutsche Zunge hoffähig gemacht hat, und „Das mit dem Glücklichsein“ ist für ihn keineswegs ein künstlerischer Spagat, sondern vielmehr der folgerichtige Schritt eines enorm wandlungsfähigen und abenteuerlustigen Künstlers. Dass er auch auf der Bühne als Jazzentertainer eine gute Figur machen wird, daran besteht kein Zweifel. So lässig und doch weltläufig wie Stefan Gwildis hat schon lange kein deutscher Sänger mehr sein Zepter in Jazzzirkeln geschwungen.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das mit dem Jazz ist so eine Sache: Einerseits gilt er als Königsdisziplin der Populärmusik, andererseits scheint er nur selten sein Nischendasein zu verlassen. Letzteres könnte sich in diesen Tagen und in unseren Breitengraden gut und gerne ändern. Stefan Gwildis ist es in seiner höchst bemerkenswerten weil ungewöhnlichen Karriere schon einmal mit Bravour gelungen, eine frische Brise durch die deutschsprachige Musikszene wehen zu lassen. Als der Hamburger Sänger und Schauspieler vor zehn Jahren erstmals Soulklassiker in deutscher Sprache präsentierte, wurde dies hier und da als vermessen belächelt. Doch letztendlich hat dem heute 54-jährigen der immense Erfolg Recht gegeben. Mittlerweile sind seine Alben regelmäßige Anwärter für hohe Chartnotierungen, von „Neues Spiel“ (2003) bis „frei händig“ (2012) allesamt Bestseller, die sich landesweit gut verkaufen und die das Fundament für regelmäßig ausverkaufte Tourneen sind, denn – auch das hat sich allerorten herumgesprochen – Stefan Gwildis ist ein exzellenter Entertainer, ein sich bei jedem Konzert leidenschaftlich verausgabender Sänger. Sweet Sweat Soul Music!

Jetzt hat Stefan Gwildis gemeinsam mit der NDR Bigband unter der Leitung ihres renommierten Chefdirigenten Jörg Achim Keller ein selbstredend deutschsprachiges Jazzalbum aufgenommen – und ist nun von einer ganz neuen künstlerischen Seite zu entdecken. „Das mit dem Glücklichsein“ ist nicht nur eine große Liebeserklärung an die unsterblichen Songs des „Great American Songbook“, sondern auch eine kleine Rückschau auf die eigene Musikerkarriere aus dem Blickwinkel des Jazz. „Das sind schon meine Wunschtitel, mit denen ich am meisten verbinde“, konstatiert Stefan Gwildis zur Auswahl der Songs. „Das sind alles sehr persönliche Geschichten, teilweise absolute Lieblingssongs. 'My One And Only Love' zum Beispiel ist eine der ganz großen Balladen, die ich schon immer klasse fand. Besonders die Sting-Version finde ich gigantisch. An der haben wir uns auch ein bisschen orientiert.“ Beeindruckend bei den insgesamt 13 Aufnahmen sind die stilistische Bandbreite, die alle Facetten des Big-Band-Jazz abzudecken vermag; die mit etlichen kleinen solistischen Einlagen ausgeschmückten Arrangements der 18-köpfigen NDR Bigband, und schließlich die enorm souveräne Gesangsperformance von Stefan Gwildis, die von einfühlsam melancholischen Blue Notes bis hin zum überbordend rollenden Swing mit einer nuancen- und farbenreichen Gefühlspalette aufwartet. Prämissen, die dieses Album als absolut überzeugend definieren.

Die Hälfte des Albumrepertoires ist dem sogenannten „Great American Songbook“ entlehnt, der losen Zusammenfassung von Songs, die zwischen den 1930ern und 1960ern die Blaupausen des amerikanischen Entertainments lieferten. Allein drei Songs stammen von Cole Porter. Grandios und ungewöhnlich arrangiert ist dessen „In der Stille der Nacht“ (In The Still Of The Night). „Das ist eigentlich eine ganz getragene Ballade, das langsamste, was man überhaupt kennt. Daraus eine Version zu machen, die daherkommt wie von einem, der gerade fünf Kannen Kaffee getrunken hat und nicht schlafen kann, fand ich ungeheuer spannend. Das hat Jörg Achim Keller auch unheimlich gut umgesetzt“, bemerkt Stefan Gwildis. „Du hast mich ganz in der Hand“ (I've Got You Under My Skin) und „Nur das und nicht mehr“ (Just One Of Those Things) hatte schon die unvergessliche Hildegard Knef 1968 auf ihrem Cole-Porter-Album „Träumen heißt Du“ kongenial auf Deutsch interpretiert. Stefan Gwildis wiederum ist ein erklärter Fan der Knef. „Ich finde es gut, in die Knefschen Puschen zu schlüpfen“, sagt er mit einem Lachen. „Wenn wir mal nicht weiter wussten, haben wir uns gefragt: Wie hätte die Knef das gemacht?“ Und zu Cole Porter ergänzt er: „Das sind ganz gewiefte Songs. Die wirken leicht, aber wenn man sie sich mal genau vornimmt und sie analysiert von ihrer Komposition her, sind sie sehr kompliziert. Ich hatte mir das immer vorgenommen, die mal zu singen, hatte mir das aber viel leichter vorgestellt. Ich bin jetzt ganz glücklich, dass ich das gemacht habe.“

Das aufgedrehte „Schieß mich doch zum Mond“ (Fly Me To The Moon), das bei den unterschiedlichsten Interpreten von Frank Sinatra bis hin zu Roger Cicero zu den großen und beliebten Swing-Standards des Jazz-Entertainments gehört, zählt ebenso zu den temperamentvolleren Aufnahmen des Albums wie „Was ist denn schon dabei“, ein Frühwerk von Stefan Gwildis aus Zeiten mit seiner ersten erfolgreichen Band, den Strombolis. Bei diesem klassischen Swing in Count-Basie-Manier, der ein Beleg für die frühe Liebe des Künstlers zum Jazz ist, blitzt der kokette Entertainer auf, der immer wieder mit präzisen Scat-Einlagen punktet. Furios auch die Interpretation des Van-Morrison-Klassikers „Moondance“, der unter dem Titel „Mondglanz“ in neuem, prächtigem Gewand erstrahlt (deutscher Text: Rolf Claussen). Und so wie Stefan Gwildis in den letzten Jahren ein ums andere Mal unter Beweis gestellt hat, dass er das richtige Gespür besitzt, wie man Songs aus ganz anderen Genres mit dem Soul-Virus infiziert, so gelingt es ihm hier, Songs nonchalant in den Jazz zu überführen, „in die Komposition einzudringen“. Ein glänzendes Beispiel ist „Fall nicht auf mich rein“ (The Windmills Of Your Mind), das schon den Abschluss seines letzten Studioalbums „frei händig“ bildete und nun im Big-Band-Arrangement vollkommen neu konnotiert ist.

Eine der markantesten Oasen der Melancholie findet sich in der genialen musikalischen Bearbeitung eines Gedichts von Heinz Erhardt, das eigentlich „Abend“ heißt: „Der Einsame“, wie es nun betitelt ist, war ursprünglich für eine Hommage an Deutschlands urigen Komiker aufgenommen worden. Bei dieser Gelegenheit lernte Stefan Gwildis vor knapp vier Jahren den Pianisten und Komponisten Tobias Neumann kennen und schätzen. Die bewegende Vertonung dieser Ode an den Weltschmerz hat – je häufiger man sie hört – das Zeug zu einem Evergreen. Seitdem arbeiten die beiden Musiker regelmäßig zusammen und im Frühjahr geht Stefan Gwildis, lediglich begleitet von Neumann am Piano, auf Solotournee. (Später im Jahr wollen sie dann, ergänzt um Schlagzeuger Martin Langer und Bassist Achim Rafain touren.) Nicht minder beseelt und filigran ist Nat King Coles phantastische Ballade „Nature Boy“, die unter dem Titel „Das Beste was es gibt“ mit einer ewig gültigen Textzeile berührt: „Das Beste was es gibt auf Erden/ist zu lieben und geliebt zu werden“. Ursprünglich hatte Stefan Gwildis diesen Song für die Revue „Die Große Freiheit“ geschrieben, die er vor sechs Jahren mit seinem langjährigen Bühnenpartner Rolf Claussen am Sankt Pauli Theater inszeniert hatte. Ebenfalls aus dieser Revue stammt „Regennacht in Hamburg“ (Rainy Night In Georgia). In dieser traumwandlerisch romantischen Hymne auf seine Heimatstadt beschreibt Gwildis, ganz in sich gekehrt, einen nächtlichen Spaziergang. Atmosphärischer als in dieser somnambulen Jazzversion ist dieser Song kaum vorstellbar.

Der Titelsong „Das mit dem Glücklichsein“ (My Funny Valentine) basiert nicht nur auf einer der berühmtesten Balladen der Jazzgeschichte, sondern hat für Stefan Gwildis einen sehr persönlichen und geradezu tragischen Hintergrund. „Als wir an den Texten gearbeitet haben, kaute ich an der Zeile „Glücklichsein“ herum und es dauerte ewig. An einem Samstagabend rief mich mein damaliger Pianist Ralf Schwarz an und erzählte mir, dass er ein Haus gekauft habe; er freute sich richtig darüber. Es war ein ganz schönes Gespräch und danach ging ich ins Bett. Am nächsten Morgen wachte ich auf und schrieb diesen Text auf, das mit dem Glücklichsein. Im Prinzip, wie man es einem Kind erklärt. Ganz einfach: Mach das Fenster auf. Breite die Arme aus. Flieg raus. Am Montag stürzte sich Ralf Schwarz hier in Hamburg von einem Haus und nahm sich das Leben. Am Montagabend saß ich fassungslos vor dem Text und stellte fest, dass genau das passiert war, was ich geschrieben hatte.“ Der traurige Unterton in der Interpretation, die vom Sentiment her einem Chet Baker ebenbürtig ist, hat also eine schicksalhafte autobiographische Note, wie sie Gwildis sonst eher mit Bedacht in seine Songs einarbeitet. Zweifellos einer der Höhepunkte dieses stimmigen und höchst stimmungsvollen Jazzdebüts des norddeutschen Allroundtalents.

Zur sehr persönlichen Hommage an eine verflossene Liebe, der hier mit allem Respekt ein intimer Tribut gezollt wird, ist „Wir haben uns mal geliebt“ (My One And Only Love) avanciert. Die deutsche Version des nunmehr 60 Jahre alten Songs ist eines der exklusiv für dieses Album entstandenen Stücke, das zugleich den Gefühlsmenschen Stefan Gwildis kongenial porträtiert. Der Mann, der seit Jahren für seine Bodenständigkeit und Gelassenheit von Publikum und Presse gelobt und geliebt wird, zeigt sich in solchen Momenten von seiner verletzlichen Seite. Das gilt auch für das cineastisch anmutende „Lass mich nicht allein heut Nacht“ (Have A Little Faith In Me). Das an einen Filmscore erinnernde Arrangement ruft bei Stefan Gwildis unvergessliche Kinobilder hervor, aus Filmklassikern nach Büchern von Tennessee Williams oder aus der Verfilmung von Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“

„Das mit dem Glücklichsein“ ist fürwahr ein Album, das viele Rezeptionsmöglichkeiten bietet, ein reiches Werk, das Jazznostalgiker ebenso zu verführen vermag wie Liebhaber von Songs, in denen sich Lebensgefühl, Lebenserfahrung und Lebensphilosophie im zeitlosen Jazztableau widerspiegeln. Seine Feuertaufe als Jazzsänger (lässt man mal die Swing-Nummern mit den Strombolis und einige seiner Revuen außer Acht) erlebte Stefan Gwildis übrigens im letzten Jahr in einem Berliner Jazzclub bei einem Konzert des Jazzpianisten Don Gruisin. Zwei von seinem Labelchef eingefädelte Cameo-Auftritte mit deutschsprachigen Jazzklassikern reichten, um das Publikum zu begeistern und waren letztendlich der erste Schritt zu dem nun vorliegenden kompletten Jazzalbum.

Live sind zunächst mehrere Auftritte mit der NDR Bigband geplant, u.a. bei der Preisverleihung des diesjährigen Jazz Echo, die erstmals in Hamburg ausgerichtet wird, sowie beim Elbjazzfestival. Zwei Heimspiele der besonderen Art. Wie heimspielstark Stefan Gwildis ist, weiß jeder, der einmal (oder eben alljährlich) seine Sommerkonzerte im Hamburger Stadtpark erlebt hat. Diese „Soulmessen“ sind glücklicherweise bestens dokumentiert und belegen, was für eine charismatische Bühnenerscheinung Gwildis ist. Es gehört zu seinen Meriten, dass er mit enzyklopädischer Verve Soulmusik für die deutsche Zunge hoffähig gemacht hat, und „Das mit dem Glücklichsein“ ist für ihn keineswegs ein künstlerischer Spagat, sondern vielmehr der folgerichtige Schritt eines enorm wandlungsfähigen und abenteuerlustigen Künstlers. Dass er auch auf der Bühne als Jazzentertainer eine gute Figur machen wird, daran besteht kein Zweifel. So lässig und doch weltläufig wie Stefan Gwildis hat schon lange kein deutscher Sänger mehr sein Zepter in Jazzzirkeln geschwungen.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Das mit dem Jazz ist so eine Sache: Einerseits gilt er als Königsdisziplin der Populärmusik, andererseits scheint er nur selten sein Nischendasein zu verlassen. Letzteres könnte sich in diesen Tagen und in unseren Breitengraden gut und gerne ändern. Stefan Gwildis ist es in seiner höchst bemerkenswerten weil ungewöhnlichen Karriere schon einmal mit Bravour gelungen, eine frische Brise durch die deutschsprachige Musikszene wehen zu lassen. Als der Hamburger Sänger und Schauspieler vor zehn Jahren erstmals Soulklassiker in deutscher Sprache präsentierte, wurde dies hier und da als vermessen belächelt. Doch letztendlich hat dem heute 54-jährigen der immense Erfolg Recht gegeben. Mittlerweile sind seine Alben regelmäßige Anwärter für hohe Chartnotierungen, von „Neues Spiel“ (2003) bis „frei händig“ (2012) allesamt Bestseller, die sich landesweit gut verkaufen und die das Fundament für regelmäßig ausverkaufte Tourneen sind, denn – auch das hat sich allerorten herumgesprochen – Stefan Gwildis ist ein exzellenter Entertainer, ein sich bei jedem Konzert leidenschaftlich verausgabender Sänger. Sweet Sweat Soul Music!

Jetzt hat Stefan Gwildis gemeinsam mit der NDR Bigband unter der Leitung ihres renommierten Chefdirigenten Jörg Achim Keller ein selbstredend deutschsprachiges Jazzalbum aufgenommen – und ist nun von einer ganz neuen künstlerischen Seite zu entdecken. „Das mit dem Glücklichsein“ ist nicht nur eine große Liebeserklärung an die unsterblichen Songs des „Great American Songbook“, sondern auch eine kleine Rückschau auf die eigene Musikerkarriere aus dem Blickwinkel des Jazz. „Das sind schon meine Wunschtitel, mit denen ich am meisten verbinde“, konstatiert Stefan Gwildis zur Auswahl der Songs. „Das sind alles sehr persönliche Geschichten, teilweise absolute Lieblingssongs. 'My One And Only Love' zum Beispiel ist eine der ganz großen Balladen, die ich schon immer klasse fand. Besonders die Sting-Version finde ich gigantisch. An der haben wir uns auch ein bisschen orientiert.“ Beeindruckend bei den insgesamt 13 Aufnahmen sind die stilistische Bandbreite, die alle Facetten des Big-Band-Jazz abzudecken vermag; die mit etlichen kleinen solistischen Einlagen ausgeschmückten Arrangements der 18-köpfigen NDR Bigband, und schließlich die enorm souveräne Gesangsperformance von Stefan Gwildis, die von einfühlsam melancholischen Blue Notes bis hin zum überbordend rollenden Swing mit einer nuancen- und farbenreichen Gefühlspalette aufwartet. Prämissen, die dieses Album als absolut überzeugend definieren.

Die Hälfte des Albumrepertoires ist dem sogenannten „Great American Songbook“ entlehnt, der losen Zusammenfassung von Songs, die zwischen den 1930ern und 1960ern die Blaupausen des amerikanischen Entertainments lieferten. Allein drei Songs stammen von Cole Porter. Grandios und ungewöhnlich arrangiert ist dessen „In der Stille der Nacht“ (In The Still Of The Night). „Das ist eigentlich eine ganz getragene Ballade, das langsamste, was man überhaupt kennt. Daraus eine Version zu machen, die daherkommt wie von einem, der gerade fünf Kannen Kaffee getrunken hat und nicht schlafen kann, fand ich ungeheuer spannend. Das hat Jörg Achim Keller auch unheimlich gut umgesetzt“, bemerkt Stefan Gwildis. „Du hast mich ganz in der Hand“ (I've Got You Under My Skin) und „Nur das und nicht mehr“ (Just One Of Those Things) hatte schon die unvergessliche Hildegard Knef 1968 auf ihrem Cole-Porter-Album „Träumen heißt Du“ kongenial auf Deutsch interpretiert. Stefan Gwildis wiederum ist ein erklärter Fan der Knef. „Ich finde es gut, in die Knefschen Puschen zu schlüpfen“, sagt er mit einem Lachen. „Wenn wir mal nicht weiter wussten, haben wir uns gefragt: Wie hätte die Knef das gemacht?“ Und zu Cole Porter ergänzt er: „Das sind ganz gewiefte Songs. Die wirken leicht, aber wenn man sie sich mal genau vornimmt und sie analysiert von ihrer Komposition her, sind sie sehr kompliziert. Ich hatte mir das immer vorgenommen, die mal zu singen, hatte mir das aber viel leichter vorgestellt. Ich bin jetzt ganz glücklich, dass ich das gemacht habe.“

Das aufgedrehte „Schieß mich doch zum Mond“ (Fly Me To The Moon), das bei den unterschiedlichsten Interpreten von Frank Sinatra bis hin zu Roger Cicero zu den großen und beliebten Swing-Standards des Jazz-Entertainments gehört, zählt ebenso zu den temperamentvolleren Aufnahmen des Albums wie „Was ist denn schon dabei“, ein Frühwerk von Stefan Gwildis aus Zeiten mit seiner ersten erfolgreichen Band, den Strombolis. Bei diesem klassischen Swing in Count-Basie-Manier, der ein Beleg für die frühe Liebe des Künstlers zum Jazz ist, blitzt der kokette Entertainer auf, der immer wieder mit präzisen Scat-Einlagen punktet. Furios auch die Interpretation des Van-Morrison-Klassikers „Moondance“, der unter dem Titel „Mondglanz“ in neuem, prächtigem Gewand erstrahlt (deutscher Text: Rolf Claussen). Und so wie Stefan Gwildis in den letzten Jahren ein ums andere Mal unter Beweis gestellt hat, dass er das richtige Gespür besitzt, wie man Songs aus ganz anderen Genres mit dem Soul-Virus infiziert, so gelingt es ihm hier, Songs nonchalant in den Jazz zu überführen, „in die Komposition einzudringen“. Ein glänzendes Beispiel ist „Fall nicht auf mich rein“ (The Windmills Of Your Mind), das schon den Abschluss seines letzten Studioalbums „frei händig“ bildete und nun im Big-Band-Arrangement vollkommen neu konnotiert ist.

Eine der markantesten Oasen der Melancholie findet sich in der genialen musikalischen Bearbeitung eines Gedichts von Heinz Erhardt, das eigentlich „Abend“ heißt: „Der Einsame“, wie es nun betitelt ist, war ursprünglich für eine Hommage an Deutschlands urigen Komiker aufgenommen worden. Bei dieser Gelegenheit lernte Stefan Gwildis vor knapp vier Jahren den Pianisten und Komponisten Tobias Neumann kennen und schätzen. Die bewegende Vertonung dieser Ode an den Weltschmerz hat – je häufiger man sie hört – das Zeug zu einem Evergreen. Seitdem arbeiten die beiden Musiker regelmäßig zusammen und im Frühjahr geht Stefan Gwildis, lediglich begleitet von Neumann am Piano, auf Solotournee. (Später im Jahr wollen sie dann, ergänzt um Schlagzeuger Martin Langer und Bassist Achim Rafain touren.) Nicht minder beseelt und filigran ist Nat King Coles phantastische Ballade „Nature Boy“, die unter dem Titel „Das Beste was es gibt“ mit einer ewig gültigen Textzeile berührt: „Das Beste was es gibt auf Erden/ist zu lieben und geliebt zu werden“. Ursprünglich hatte Stefan Gwildis diesen Song für die Revue „Die Große Freiheit“ geschrieben, die er vor sechs Jahren mit seinem langjährigen Bühnenpartner Rolf Claussen am Sankt Pauli Theater inszeniert hatte. Ebenfalls aus dieser Revue stammt „Regennacht in Hamburg“ (Rainy Night In Georgia). In dieser traumwandlerisch romantischen Hymne auf seine Heimatstadt beschreibt Gwildis, ganz in sich gekehrt, einen nächtlichen Spaziergang. Atmosphärischer als in dieser somnambulen Jazzversion ist dieser Song kaum vorstellbar.

Der Titelsong „Das mit dem Glücklichsein“ (My Funny Valentine) basiert nicht nur auf einer der berühmtesten Balladen der Jazzgeschichte, sondern hat für Stefan Gwildis einen sehr persönlichen und geradezu tragischen Hintergrund. „Als wir an den Texten gearbeitet haben, kaute ich an der Zeile „Glücklichsein“ herum und es dauerte ewig. An einem Samstagabend rief mich mein damaliger Pianist Ralf Schwarz an und erzählte mir, dass er ein Haus gekauft habe; er freute sich richtig darüber. Es war ein ganz schönes Gespräch und danach ging ich ins Bett. Am nächsten Morgen wachte ich auf und schrieb diesen Text auf, das mit dem Glücklichsein. Im Prinzip, wie man es einem Kind erklärt. Ganz einfach: Mach das Fenster auf. Breite die Arme aus. Flieg raus. Am Montag stürzte sich Ralf Schwarz hier in Hamburg von einem Haus und nahm sich das Leben. Am Montagabend saß ich fassungslos vor dem Text und stellte fest, dass genau das passiert war, was ich geschrieben hatte.“ Der traurige Unterton in der Interpretation, die vom Sentiment her einem Chet Baker ebenbürtig ist, hat also eine schicksalhafte autobiographische Note, wie sie Gwildis sonst eher mit Bedacht in seine Songs einarbeitet. Zweifellos einer der Höhepunkte dieses stimmigen und höchst stimmungsvollen Jazzdebüts des norddeutschen Allroundtalents.

Zur sehr persönlichen Hommage an eine verflossene Liebe, der hier mit allem Respekt ein intimer Tribut gezollt wird, ist „Wir haben uns mal geliebt“ (My One And Only Love) avanciert. Die deutsche Version des nunmehr 60 Jahre alten Songs ist eines der exklusiv für dieses Album entstandenen Stücke, das zugleich den Gefühlsmenschen Stefan Gwildis kongenial porträtiert. Der Mann, der seit Jahren für seine Bodenständigkeit und Gelassenheit von Publikum und Presse gelobt und geliebt wird, zeigt sich in solchen Momenten von seiner verletzlichen Seite. Das gilt auch für das cineastisch anmutende „Lass mich nicht allein heut Nacht“ (Have A Little Faith In Me). Das an einen Filmscore erinnernde Arrangement ruft bei Stefan Gwildis unvergessliche Kinobilder hervor, aus Filmklassikern nach Büchern von Tennessee Williams oder aus der Verfilmung von Edward Albees „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“

„Das mit dem Glücklichsein“ ist fürwahr ein Album, das viele Rezeptionsmöglichkeiten bietet, ein reiches Werk, das Jazznostalgiker ebenso zu verführen vermag wie Liebhaber von Songs, in denen sich Lebensgefühl, Lebenserfahrung und Lebensphilosophie im zeitlosen Jazztableau widerspiegeln. Seine Feuertaufe als Jazzsänger (lässt man mal die Swing-Nummern mit den Strombolis und einige seiner Revuen außer Acht) erlebte Stefan Gwildis übrigens im letzten Jahr in einem Berliner Jazzclub bei einem Konzert des Jazzpianisten Don Gruisin. Zwei von seinem Labelchef eingefädelte Cameo-Auftritte mit deutschsprachigen Jazzklassikern reichten, um das Publikum zu begeistern und waren letztendlich der erste Schritt zu dem nun vorliegenden kompletten Jazzalbum.

Live sind zunächst mehrere Auftritte mit der NDR Bigband geplant, u.a. bei der Preisverleihung des diesjährigen Jazz Echo, die erstmals in Hamburg ausgerichtet wird, sowie beim Elbjazzfestival. Zwei Heimspiele der besonderen Art. Wie heimspielstark Stefan Gwildis ist, weiß jeder, der einmal (oder eben alljährlich) seine Sommerkonzerte im Hamburger Stadtpark erlebt hat. Diese „Soulmessen“ sind glücklicherweise bestens dokumentiert und belegen, was für eine charismatische Bühnenerscheinung Gwildis ist. Es gehört zu seinen Meriten, dass er mit enzyklopädischer Verve Soulmusik für die deutsche Zunge hoffähig gemacht hat, und „Das mit dem Glücklichsein“ ist für ihn keineswegs ein künstlerischer Spagat, sondern vielmehr der folgerichtige Schritt eines enorm wandlungsfähigen und abenteuerlustigen Künstlers. Dass er auch auf der Bühne als Jazzentertainer eine gute Figur machen wird, daran besteht kein Zweifel. So lässig und doch weltläufig wie Stefan Gwildis hat schon lange kein deutscher Sänger mehr sein Zepter in Jazzzirkeln geschwungen.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite