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Das Steckenpferd des alten Derrick,
 
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Das Steckenpferd des alten Derrick, [Taschenbuch]

Edgar Wallace
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Goldmann, München 1956, (1111)
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B003Z3FORI
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Format:Taschenbuch
Mit seiner Sammelleidenschaft für Fingerabdrücke war der alte Josua Derrick zu Lebzeiten ebenso bekannt wie für seine Grundstücksspekulationen, mit denen er sich ein stattliches Vermögen erworben hatte. Nach seinem Ableben hat sein Sohn Walter die Fingerabdrucksammlung angeblich vernichten lassen. Doch warum ertappt Inspektor Dick Staines die schöne Krankenschwester Mary Dane beim Einbruch in Derricks Haus? Hat Mary eine Doppelgängerin? Ein Fingerabdruck am Tatort stimmt mit dem Fingerabdruck in einem zehn Jahre zurück liegenden Mordfall überein. Welche Rolle spielt der an den Rollstuhl gefesselte alte Cornfort, der von Mary Dane gepflegt wird? Inspektor Staines Freund, Lord Thomas Weald verguckt sich umgehend in die hübsche Mary, die jedoch nicht nur ihm, sondern auch Dick Staines die Heirat verspricht. Und was hat es mit dem Safe auf sich, den der alte Derrick in seinem eigenen Haus einst hat einbauen lassen und der nun nicht auffindbar zu sein scheint? Spukt tatsächlich der Geist des alten Josua Derrick in seinem alten Haus herum? Lordy Brown, ein aus Südafrika zurückgekehrter Vorbestrafter, scheint Mary Danes Doppelgängerin zu kennen, auch Walter Derrick ist ihm bekannt. Viele Spuren führen nach Südafrika. Was hat es mit der geheimen Heirat des verstorbenen Josua Derrick auf sich? Was haben die Beteiligten gemeinsam? Diverse Einbrüche und andere mysteriöse Vorgänge in Derricks Haus werfen viele Fragen auf. Dann gibt es einen weiteren Toten ...

Dieser Roman hat einfach alles, was man von Edgar Wallace erwarten darf und noch viel mehr:Einen echten Helden, eine holde Unschuld, die gar nicht so unschuldig ist, aber dennoch beschützt werden muss, unheimliche Vorgänge in einem finsteren Haus voller Geheimgänge, mysteriöse Charaktere mit zwielichtiger Vergangenheit, die oft mehr sind, als sie zu sein vorgeben und die nicht eindeutig einzuordnen sind, allerlei Spuren und Hinweise, die in verschiedene Richtungen gehen. All das hat der Autor so genial angeordnet, dass der Leser förmlich eingeladen wird, mitzurätseln, was es mit all den Ereignissen denn auf sich hat:Geht es um einen verborgenen Schatz? Oder geht es um die Fingerabdrucksammlung? Liegt die Lösung in der Vergangenheit verborgen? Einbrüche, Verfolgungen, Ermittlungen, Intrigen, all dies folgt derart rasch aufeinander, dass es einfach unglaublich ist. Ständig zieht Edgar Wallace neue Erkenntnisse und weitere Beteiligte aus dem Hut, das alles derart gekonnt, wie es moderne Krimiautoren kaum noch vermögen. Und trotz der zahlreichen Fährten, Spuren und Hinweise kommt die Auflösung doch überraschend und phantasievoll daher, ohne dass es jemals zu überzogen wirkt. Während moderne Autoren für einen solchen Roman einen ziegelsteinschweren Wälzer mit viel Leerlauf entworfen hätten, ist bei Edgar Wallace die Handlung ökonomisch auf rund 200 Seiten dicht gepackt, ohne dass es je langweilig wird. Dass "Das Steckenpferd des alten Derrick (The Double)" in den 1960ern von den deutschen Produzenten nicht für die große Leinwand adaptiert wurde, ist einfach ignorant, denn dieser Roman hätte sich dafür vorzüglich geeignet.
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Format:Taschenbuch
"Das Steckenpferd des alten Derrick" war das Sammeln von Fingerabdrücken, um irgendwann nachzuweisen, dass verschiedene Personen doch identische Fingerabdrücke haben können. Diese Jagd nach einem Doppel ("The double" ist der Originaltitel des Romans) führte zu einer umfangreichen Sammlung, die auch den Abdruck eines bisher nicht gefassten Mörders enthält. Ob die Einbrecher, die das Haus des alten Derrick mehrfach heimsuchen, hinter diesem Abdruck her sind, um die Identität des Mörders zu schützen? Oder suchen sie das Geld, das der alte Derrick angeblich in seinem Haus versteckt hatte, und das von seinem Erben bisher nicht gefunden wurde? Dick Staines von Scotland Yard versucht, dies herauszufinden. Gleichzeitig versucht er auch, der bezaubernden Krankenpflegerin Mary Dane näher zu kommen. Aber sein Freund Lord Thomas Weald funkt dazwischen. Ausserdem scheint Mary Dane eine Doppelgängerin zu haben, die etwas mit den Einbrüchen in Derricks Haus zu tun hat.

Edgar Wallace versteht es, auf 170 Seiten mehr passieren zu lassen, als manch anderer Autor auf 2-3 mal so vielen Seiten.

Der ereignis- und temporeiche Krimi ist teils durchsichtig, teils nicht. Man verrät nicht zuviel damit, dass Mary Dane eine ihr sehr ähnlich sehende Schwester hat, mit der sie sogar die Rolle tauscht - dies ist einfach klar; der Roman heisst nicht umsonst "The double". Andererseits ist die komplette Auflösung doch überraschend und die ganzen Vorfälle, die geschehen, sind unerwartet.

Ein sehr komisches Element sind die Dialoge zwischen Dick Staines und Thomas Weald, die durch Eifersüchteleien und Bissigkeit geprägt sind.

Hier muss man auch bewundern, wie Edgar Wallace mit wenigen Worten ein Bild eines Charakters plastisch entstehen lässt. Leider beschränkt sich dies auf die beiden Figuren Dick & Thomas, während die anderen weniger herausgearbeitet sind. Teils mag dies an der Kürze des Romans liegen, teils dient es auch der Handlung.

Besonders gefallen hat mir die Figur des Thomas Weald, die lebenslustig wirkt und ein fast untrübbares Gemüt zu haben scheint.

Dick Staines dagegen wirkt ein wenig wie die Karikatur eines Superhelden. Ich habe mich gefragt, ob er absichtlich etwas lächerlich gemacht wird oder ob es unfreiwillige Komik ist. Einerseits wird seine Intelligenz gelobt und er meistert einen Kampf nach dem anderen. Andererseits reagiert er ziemlich blauäugig und teils auch weltfremd. So klettert er über den Balkon ins Nachbarhaus, um einen Einbrecher zu stellen. Dort durchsucht er das Haus bis zur Garage, um dann dort, man glaubt es kaum in der fremden Garage mit einem fremden Auto folgendes zu machen: "routinemässig vergewisserte er sich, dass der Tank gefüllt und der Wagen fahrbereit war" - was dem Einbrecher wahrscheinlich die Zeit gab, sich aus dem Staub zu machen.

Mir hat der Roman wirklich gut gefallen und ich bewerte ihn mit 4 Punkten.
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